Deponie: Der Bürger hat das Wort!

Vor Entscheid: Kommende Woche zwei Infoabende in Babensham und St. Leonhard

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logo-13Der Bürgerentscheid „Keine Deponie in Babensham“ steht bevor – und zugleich der Bürgerentscheid „Kein Asbest in die geplante Deponie Odelsham/Babensham“! Hierzu wird es von der Liste „Bürger für Babensham“ in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Wasserburg Land in der kommenden Woche zwei Informationsveranstaltungen geben. Am Dienstag, 15. November, ab 19.30 Uhr im Gasthaus Brunnlechner in Babensham und am Freitag, 18. November, ab 19.30 Uhr beim Tafernwirt in St. Leonhard. 

Seit vielen Jahren setzen sich Babenshamer und Wasserburger Bürger gemeinsam für ein Babensham ohne DK-1 Deponie ein. Jetzt haben sich erneut viele Babenshamer Bürger mit ihrer Unterschrift für das Bürgerbegehren „Keine Deponie in Babensham“ ausgesprochen.

„Wir haben vor allem im Bereich Penzing und Babensham Unterschriften gesammelt, weil dort die Bürger am Stärksten von der Deponie betroffen sind. Wir bitten aber alle Bürger um Unterstützung und bedanken uns schon im Voraus“, so Günter Kleitsch, Vertreter des Bürgerbegehrens. Aufgrund der extremen Nähe zur Schulstadt Wasserburg sind hier alle Bürger betroffen, deren Kinder in Wasserburg zur Schule gehen oder auch gehen werden.

Alle wahlberechtigten Bürger der Gemeinde Babensham erhalten zum Ende der Woche ihre Briefwahlunterlagen und können mit ihrer Stimme diesen von den Gemeindebürgern auf den Weg gebrachten Bürgerentscheid unterstützen.

Gleichzeitig steht der Bürgerentscheid „Kein Asbest in die geplante Deponie Odelsham/Babensham“ zur Wahl. Grundlage dieses Entscheids seien Verhandlungen der Gemeinde mit der Firma Zosseder. Für den Verzicht auf Einlagerung von Asbest in Odelsham verlange die Firma Zosseder die Überlassung eines für die Deponieplanung wichtigen Grundstücks, das der Gemeinde Babensham gehört. Zusätzlich solle laut der Firma auf die Klagemöglichkeit gegen die Deponie verzichtet werden, heißt es in einer Presseerklärung der Bürgerinitiative.

In einer verwaltungsrechtlichen Stellungnahme der Regierung von Oberbayern werde bestätigt, dass eine Nachbeantragung von Asbest und weiteren gefährlichen Stoffen auch nach der Genehmigung der Deponie möglich sei. Eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen der Firma Zosseder und der Gemeinde sei für die Regierung nicht bindend.

„Warum sollten wir eine Vereinbarung treffen, die nur der Firma Zosseder Vorteile bringt? Der Deponiebetreiber hätte das für ihn so wichtige Grundstück und in der Zukunft trotzdem die Möglichkeiten, alle möglichen Abfallstoffe zu ergänzen oder auch die Deponie zu erweitern. Deshalb unterstützen wir den Bürgerentscheid Keine Deponie in Babensham“, ergänzt Hans Brunnlechner, Gemeinderat und 2. Vorstand der Bürgerinitiative.

Damit sich die Bürger selbst ein Bild zu beiden Bürgerentscheiden machen können, wird es von der „Liste Bürger für Babensham“ in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative zwei Informationsveranstaltungen geben. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger und auch alle Gemeinderäte der Gemeinde Babensham eingeladen.

Die erste Informationsveranstaltung findet am Dienstag ab 19:30 Uhr im Gasthaus Brunnlechner in Babensham, die zweite am nächsten Freitag um 19:30 Uhr beim Tafernwirt in St. Leonhard statt.

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2 Gedanken zu „Deponie: Der Bürger hat das Wort!

  1. Schöne, informative Veranstaltung beim Brunnlechner. Fakten, Fakten, Fakten. Danke für unermüdlichen Einsatz gegen diesen Wahnsinn!!!!

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    1. …liefert doch einfach mal selbst Fakten pro dk1 Deponie ihr „disliker“! Würde mich freuen!

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