„Busse nach wie vor überfüllt”

Eltern-Bündnis aus Wasserburg wendet sich schriftlich an Landrat Otto Lederer

Die Schul- und Linienbusse aus Richtung Rott, Griesstätt und Haag sind nach wie vor überfüllt. Über diesen Zustand, den die Politik eigentlich durch den Einsatz von Verstärkerbussen unterbinden wollte, hat sich jetzt das „Eltern-Bündnis Wasserburg” bei Landrat Otto Lederer beschwert. „Die Zustände in den Bussen morgens und mittags bereiten uns Sorgen”, so Anita Arz, Mutter aus Wasserburg und Initiatorin des Eltern-Bündnisses.

In dem Schreiben an den Landrat heißt es: „Zur der seit Monaten bekannten Problematik stellen wir fest, dass in Wasserburg Busse unter anderem der Linien 9411, 9415 und 9416 sowie die Busse zur Beförderung der Schüler an weiterführende Schulen weiterhin regelmäßig überfüllt sind. Eine Beförderung von Schulkindern in derartiger Anzahl, setzt diese dem Infektionsrisiko schutzlos aus. Wo bleiben die Verstärkerbusse für die Kinder zum Schutze vor und zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, obwohl die Förderung von 15 Millionen Euro seit 13. Oktober  besteht und die Kosten zu 100 Prozent vom Freistaat getragen werden?“, fragt die Initiative den Landrat.

 

Weiter heißt es in dem Schreiben: „Wir weisen hiermit darauf hin, dass Kinder das Recht auf Gesundheit, Sicherheit und Präventionsmaßnahmen vor SARS-CoV-2 und COVID 19 haben. Wir sehen hier das vom Grundgesetz abgesicherte Recht auf Gesundheitsowie das Infektionsgesetz verletzt.”

 

Mit einer dauerhaften Absenkung der derzeitig viel zu hohen Inzidenzwerten im Landkreis unter den Wert 35 sei wohl vorerst nicht zu rechnen. „Das Risiko der Ansteckung bleibt weiterhin bestehen. Wir sehen das Landratsamt als zuständige Behörde in der Verantwortung, den maximal nötigen Schutz gegen die Ansteckung in den öffentlichen Verkehrsmitteln umzusetzen. Wir kritisieren stark, dass die Gesundheit unserer Kinder massiv gefährdet wird.”

 

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8 Kommentare zu “„Busse nach wie vor überfüllt”

  1. Richtig! Wann wird endlich mal was geschehen???? Man hört weder von seitens des LRA, noch vom RVO oder der Polizei etwas!
    Feiern wir doch alle im Bus Weihnachten! Das ist weder die Anzahl der Haushalte , die Anzahl der Personen und der Abstand egal.

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  2. Da hätte ich einen ganz einfachen und banalen Vorschlag, um für Entlastung zu sorgen. Warum ist es unserer Jugend nicht mehr zuzumuten, bei einer Wohndistanz von weniger als 5km zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule zu fahren. Zumindest ab der fünften Jahrgangsstufe sollte dies möglich sein und würde Kindern wie Eltern wieder etwas gesellschaftliche Verantwortung zurückgeben für unser aller Wohlergehen! Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn man auf sinnvolle Weise auch noch Kosten sparen könnte!

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    1. Naja, vielleicht weil es zu banal ist, im Text nachzulesen, wo die Busse hinfahren: Rott, Griesstätt, Haag.
      Willst du die Rotter Kinder über die B15 nach Wasserburg radeln lassen?

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  3. Angeblich haben viele Busunternehmer wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil touristische Reisen fehlen. Dann stehen Busse still und die Fahrer sind – staatlich unterstützt – in Kurzarbeit. Lasst Busse und Fahrer fahren und Schulkinder transportieren statt für Nichtstun Unterstützung zu kassieren.

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  4. Die Busse dürfen überfüllt sein. Aber wenn ein Schulkind an der Bushaltestelle bzw. neben dem Bushäuschen die Maske nicht richtig trägt, muss man eine Strafe zahlen. Das ergibt alles keinen Sinn. Wichtig ist einfach nur abzukassieren.
    Ich selber bin aber kein Maskengegner, das tragen der Masken finde ich schon sehr sinnvoll.

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  5. @Nixwisser: Die Fahrer für zusätzliche Busse fehlen schlichtweg bayernweit. Und das ist bereits seit Jahren ein allgemein bekanntes Problem!

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  6. wie man hier sieht und wie ich es auch bei anderen Bussen gesehen habe, sind die hinteren Plätze alle leer. Warum also alle auf einem Haufen stehen ist mir unbegreiflich. Vielleicht sollte der Busfahrer mal durchgreifen.

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