„Bürger für Griesstätt” gaben Infos

Erste öffentliche Impulsveranstaltung zur Kommunalwahl 2020 war gut besucht

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Engagierte Bürgern aus der Gemeinde Griesstätt, die den Wunsch nach Veränderungen in der Kommunalpolitik haben, gründeten bereits vor einigen Monaten die Initiative „Bürger für Griesstätt“ (wir berichteten). Aus dieser Bürgerinitiative soll eine Wählergruppe entstehen, die Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Rahmen eines Wahlvorschlags zur Kommunalwahl 2020 aufstellt. Bei einer ersten öffentlichen Impulsveranstaltung wurden Fragen von Bürgern von den Initiatoren beantwortet.

Nachdem kein Termin in einem örtlichen Lokal gefunden werden konnte, wurde in die Halle der Firma Kanalreinigung Braunen im Gewerbegebiet Klosterfeld eingeladen. Der gute Besuch zeigte, dass Interesse an der Initiative „Bürger für Griesstätt“ besteht und bestätigte auch das Vorhaben der Initiatoren.

In der gut organisierten Veranstaltung, die vom Hausherren Gerhard Braunen moderiert wurde, wurde den anwesenden Besucher in kurz gehaltenen Referaten die Gründe zur Bildung und Ziele der Bürgerinitiative vorgestellt. Auch die Initiatoren stellten sich dabei vor.

Stark interessiert waren viele Besuche bei der Frage zur Parteifreiheit. Wieso engagieren sich Mitglieder der CSU, Parteifreie Wähler und SPD bei den „Bürger für Griesstätt“? Ist das überhaupt zulässig? Können diese Personen auch auf anderen Listen zum Gemeinderat kandidieren? Das waren die häufigsten Fragen. Sowohl Moderator Gerhard Braunen, als auch Sprecher Christian Wolf gingen darauf ein.

„Natürlich können Parteimitglieder bei der neuen Bürgerinitiative mitmachen und Mitglied werden und sie können auch auf der angestrebten Gemeinderatsliste der Bürger für Griesstätt kandidieren”, so die die beiden Sprecher. Wichtig sei dabei nur, dass diese Person auf keiner anderen Gemeinderatsliste und Aufstellungsversammlung als Kandidat teilnimmt, so Wolf. Es handle sich um Gemeindepolitik, da sei es nicht von Bedeutung, ob jemand bei einer politischen Partei auf Kreis- oder Landesebene engagiert sei, stellte er weiter klar.

Durch diese weitere Liste zur Gemeinderatswahl, so Christian Wolf, werde auch die demokratische Vielfalt erhöht. Auf die Frage, ob die „Bürger für Griesstätt“ einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen, erklärte Wolf, derzeit sei dies nicht geplant, es gebe derzeit dazu auch keinen Vorschlag. „Konkurrenz belebt das Leben in der Gemeindepolitik, ökologisch ist noch viel machbar in der Gemeinde, Gemeindepolitik muss Sachpolitik sein”, so Harald Lorenz, ein weiterer Mitinitiator, in seinen Ausführungen.

Auch auf die Fragen, ob nicht nur eine Liste für Griesstätt besser sei, sagten die Initiatoren, den Wähler solle durch eine weitere Liste eine größere Auswahl an Kandidaten geboten werden. „Mehr Griesstätter Themen, wie Bürgernähe, Öffentlicher Nahverkehr, Transparenz, respektvoller Umgang sollen damit verbunden und in die Gemeindepolitik eingebracht werden. Griesstätt und der Gemeinderat soll bunter werden”, war dazu ein Statement am Abend von Ute Eckl, einer weiteren Initiatorin von „Bürger für Griesstätt“.

In einem Kurzreferat legte Mitinitiator Martin Fuchs die weitere Vorgehensweise der „Bürger für Griesstätt“ bis zur Kommunalwahl im März 2020 dar. Interessierte sind eingeladen zu einer weiteren Info-Veranstaltung am Dienstag, 22. Oktober, um 19.30 Uhr im Gasthaus Jagerwirt. Die Gründungsversammlung wird dann am Dienstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr ebenfalls im Gasthaus Jagerwirt sein.  Dabei soll beschlossen werden, ob aus der Bürgerinitiative  eine Wählergruppe oder ein Verein entsteht. Nur so organisiert kann aus rechtlichen Gründen eine Teilnahme an der Kommunalwahl 2020 stattfinden.

Für Ende November ist dann die Aufstellungsversammlung der Gemeinderatsliste geplant. Bis dahin können sich interessierte Griesstätter Bürger noch bei den „Bürger für Griesstätt“ melden und mitmachen. Egal ob als Unterstützer oder Gemeinderatskandidat, alle die an einer sachbezogenen, parteifreien Gemeindepolitik interessiert sind, können und sollen mitmachen.

ALA

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