Parkschein per Smartphone bezahlen

Neu ab 1. Januar 2018: Ticket mit dem Handy lösen - Alle Details

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Am 1. Januar 2018 führt die Stadt Wasserburg einen digitalen Service ein, der den Parkscheinkauf vereinfachen soll (wir berichteten): Die Parkgebühren können dann bargeldlos und ohne Registrierung vorab über die Smartphone-App „TraviPay“ bezahlt werden. Möglich ist die Nutzung an allen öffentlichen und kostenpflichtigen Parkplätzen in der Innenstadt. Die Kleingeld-Suche hat damit ein Ende. Genaue Details zur App, Bezahlung und Gebühren gibt’s hier …

Zusammen mit Mark Riedl von der Firma „Sunhill Technologies“ GmbH und Lena Schex von der Stadtkämmerei stellte Bürgermeister Michael Kölbl (Foto oben rechts) heute das neue Handy-Park-System im Rathaus vor.

Ab 1. Januar 2018 kann das Handy-Parken auch in Wasserburg verwendet werden, die passende App dazu kann jetzt schon im App Store oder auf Google Play herunter geladen werden. Sie kann gleichzeitig auch für andere, teilnehmende Städte hergenommen werden.

„Die Stadt Wasserburg bietet ihren Gästen und Bürgern mit TraviPay einen modernen, einfachen und komfortablen Zusatzservice an, der gegenüber dem Papierparkschein einige Vorteile hat“, so Riedl von „Sunhill technologies“.

Wege zum Automaten und die Suche nach passendem Kleingeld fallen weg.

„TraviPay“ mache den Aufenthalt in der Stadt damit deutlich flexibler, da der Parkvorgang unabhängig vom Aufenthaltsort des Autofahrers verlängert werden könne.

Zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit erhält der Nutzer eine Erinnerungs-Nachricht. „Dauert beispielsweise ein Einkauf oder ein Arztbesuch länger als geplant, kann einfach von unterwegs aus nachgebucht werden“, erklärt Riedl.

Hier ein kurzer Überblick: 

  • TraviPay ist das meist genutzte System in der Region und kann auch in Erding, Bad Aibling, Übersee und Bernau genutzt werden
  • Parkscheine sind digital und können bargeldlos bezahlen
  • Mehr Flexibilität: Das Nachbuchen der Parkzeit ist auch von unterwegs möglich

 

Parkscheinkauf per Smartphone-App:

Die Smartphone-App „TraviPay“ steht kostenlos für iOS und Android zum Herunterladen bereit. Die App zeigt dem Parkenden automatisch den aktuellen Standort und die zugehörige Parkzone an.

Der Parkschein kann dann mit einem „Klick“ auf das Display bezahlt werden. Vor Ablauf der Parkzeit erhält der Kunde eine Erinnerung und kann dann ganz bequem von unterwegs die Parkzeit verlängern.

Auf die Einhaltung der Höchstparkdauer achtet das System automatisch. Die Verkehrsüberwachung überprüft mittels elektronischer Kennzeichenabfrage, ob für das jeweilige Fahrzeug ein Handyparkschein gelöst wurde.

Hilfreich für ortsfremde Besucher der Städte: Mit der Zusatzfunktion „Zurück zum Auto“ dient die App als Wegweiser zu dem Ort, an dem das Auto abgestellt wurde.

Parkscheinkauf per SMS:

Zusätzlich zur App kann auch mit herkömmlicher SMS bezahlt werden. Zum Lösen eines digitalen Parktickets wird eine SMS mit dem Inhalt KFZ-KENNZEICHNEN.PARKDAUER an die ausgeschilderten Kurzwahlnummern 50003 bzw. 50010 geschickt. Infos hierzu sind an den Parkscheinautomaten angebracht.

Bezahlung über die Mobilfunkrechnung, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift

Für Spontanparkende und Gelegenheitsnutzer ist die Bezahlung direkt über die Mobilfunkrechnung oder das Prepaid-Guthaben möglich. Hierfür ist keine Registrierung nötig. Nach Anlegen eines Nutzerprofils auf www.travipay.com stehen zusätzlich die Bezahlkanäle Kreditkarte oder Bankeinzug zur Verfügung.

Vorteile als Premiumkunde

Für nur 2,49 Euro monatlich kann man sich direkt in der App als TraviPay-Premium-Kunde anmelden und bekommt, neben anderen Vorteilen, monatlich eine Gesamtrechnung über alle getätigten Parkvorgänge zugesandt.

Vorteile für Businesskunden

Speziell für Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern oder Fuhrparks stellt sunhill technologies mit TraviPay-Business eine Lösung bereit, die das Thema Parken digitalisiert und dadurch erheblich vereinfacht.
Buchhaltung und Mitarbeiter werden entlastet, da Zettelwirtschaft und Belege sammeln der Vergangenheit angehören. Alle geschäftlichen Parkvorgänge der Mitarbeiter werden zentral verwaltet und gesammelt abgerechnet. Infos dazu unter www.travipay.com/business

Servicegebühr und Kosten

Die Parkgebühren entsprechen der kommunalen Parkgebührenordnung. Für die Bereitstellung des Service zahlt der Kunde zusätzlich 14 Prozent der Parkgebühr zuzüglich 0,14 Euro als Servicegebühr pro Parkvorgang.

Bei Nutzung der TraviPay App und Bezahlung per Kreditkarte oder SEPA-Lastschriftverfahren reduziert sich die Servicegebühr auf sieben Prozent der Parkgebühr zuzüglich 0,07 Euro pro Parkvorgang.

Der Service kann bei automatischer Abrechnung über die Mobilfunkrechnung von Kunden der Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefonica in Anspruch genommen werden. Wer in seinem Handy die Nutzung mobiler Bezahlung gesperrt hat (Drittanbietersprerre), kann mit einem kurzen Anruf beim Mobilfunkanbieter die Sperre herausnehmen lassen.

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9 Gedanken zu „Parkschein per Smartphone bezahlen

  1. Haha… Servicegebühr….und dann weiß die Parküberwachung auch gleich, wo ein abgelaufenes Parkticket (Auto) steht.
    Super-Service !
    Wo ist der Vorteil für Privatnutzer? Es kostet mehr, man kann besser überwacht werden … wieder ein Steinchen Richtung gläserner Bürger und Bargeld-Abschaffung ……………

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  2. Haha, das Parken mit App wird teuerer als am Automat, Welche Kosten entstehen der Stadt sonst noch? Personalschulungen?
    Na ja man kann ja die Daten inkl. Kennzeichen verkaufen….
    Man fíndet Parker schneller deren Ticket abgelaufen ist…nur Vorteile. Danke liebe Stadt!
    Hauptsache Außenbereich nicht regeln, heir kann weiter wild kreuz und quer geparkt werden.
    Danke Danke Danke!!!!!!

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  3. Da hätte man aber als so kleiner Ort abwarten sollen bis es etwas standartisiertes gibt, bzw. bis sowas Bayern- oder gar Bundesweit eingeführt wird. Davon ist nämlich auszugehen wenn die Digitalisierung auch mal in Deutschland einzieht.
    Habe eher das Gefühl man hat sich hier was „aufschwatzen“ lassen da ich mir nicht vorstellen kann dass es in der Wasserburger Verwaltung Experten im Bereich Digitalisierung gibt. Allein schon 14% Gebühr sind eigentlich unvorstellbar.

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    1. Ich glaube das erlebt keiner von uns, oder unseren Kindern, oder unseren Enkeln das es einen Bayern- oder gar Bundesweiten Standard geben wird zu diesem Thema.
      Grundsätzlich finde ich die Einführung eines solchen Systems auch sehr gut.
      Ich stehe oft ohne passendem Kleingeld vor dem Automaten und denke mir – ich hab geld und einen parkplatz aber dämliche Automat nimmt nur Münzen. Dann hin und wieder mal ein paar Cent extra zu Zahlen um nicht verzweifelt einen 5€ Schein einwechseln zu müssen oder beim Einkaufen aus den Geschäften raus und zurück zum Auto um nachzuwerfen ist es mir durchaus wert (und so ein System muss ja auch betrieben und bezahlt werden).
      Die App muss man ja nicht nutzen – würde ich auch nicht, dafür werden mir tatsächlich zu viele Daten erfasst. Und wer will kann ja immernoch nach Münzen suchen

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  4. Ich glaube wir undankbaren Bürger verstehen das alles ganz falsch.
    Es ist nur eins wichtig schön in die Kamara zu lächeln und den Bürger für dumm verkaufen und vor den wirklichen Problemen der Stadt abzulenken.
    Mit sicherheit hat (vorsicht ich zittiere etws abgeändert) „niemand hat die absicht damit Gewinn zu machen“ (sorry das leichte sächseln kriege ich jetzt nicht rüber). Das Geld ist ja nur zur instandhaltung der Parkhäuser gedacht nach dem die Kosten für die Softwäre, Hardware, Kontoführung, Gehälter und Weiterbildungen des Überwachungspersonals abgezogen wurde.
    Wenn es nicht so traurig wäre würde ich jetzt lachen.

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  5. Meckern auf hohem Niveau
    Keiner muss die App nutzen jeder darf wie er möchte ist doch nur ein Angebot.

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  6. Mein Gott ihr seid aber auch alle ganz groß im Heulen.
    Wer es nicht nutzen will, muss es ja nicht nutzen! Und glaubt ihr ernsthaft, dass genau IHR überwacht werdet? Falls dem so sei, wirds schon seine Berechtigung haben.

    Mal abgesehen davon, dass man sowieso JEDEN mit Handy oder Smartphone oder Internetzugang oder Fernseher oder sonstwas überwachen kann. Aber ja, eine sau praktische Parklösung ist natürlich zu viel des guten.

    Man hat den Eindruck, Wasserburg müsste sich nun dringend über was neues empören, wo das White Secret weg und die Sperrstunde durch ist.

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    1. Überwacht wird jeder – du genauso wie ich.

      Um das Verhalten zu studieren – was, wo und wann kauft er etwas, um gezielter irreführende Werbung zu betreiben – damit gehts los und später darf man nichts mehr selbst entscheiden und falls doch, landet man wie in einem nicht so weit entfernten Noch-nicht-Eu-Land als Terrorist im Knast.

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  7. Liebe Wasserburgerinnen, Liebe Wasserburger,
    Veehrte Kundinnen, geehrte Kunden,
    da müssen doch wir als HAAG-AKTIVisten uns auch mal zu Wort melden. Jeder Gewerbetreibenden ist um jeden Kunden froh, der den (Fach-)Handel vor Ort besucht und sich nicht gleich alles im großen WWW besorgt.
    Bei uns in Haag sind vor Jahren bereits die Parkuhren abgeschafft worden. Es gibt keinen Automaten und auch keine Handy-APP (die sich nicht gleich jeder aufspielen wird). Bei uns gibt es ausreichend KOSTENFREIE Parkplätze im Bereich unserer Fachhandelsgeschäfte. Nur Parkscheibe erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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