Bekanntes und Unbekanntes

Weihnachtskonzert des Wasserburger Kammerorchesters

image_pdfimage_print

Das Weihnachtskonzert des Wasserburger Kammerorchesters findet heuer am Samstag, 21. Dezember, um 20 Uhr im historischen Rathaussaal statt. Zentrales Werk des Abends ist das Konzert für Violoncello in C-Dur von Joseph Haydn. Mit Katarina Schmidt wird eine junge Cellistin aus Rosenheim den Solopart in diesem bekannten Konzert übernehmen. Das Programm umfasst bekannte und weniger bekannte Komponisten. Die Werke spannen mit Vivaldi, Sibelius, Haydn und Bloch einen breiten Bogen unterschiedlicher Stile und Charaktere: lebendig bei Vivaldi, träumerisch schwelgend bei Sibelius, virtuos bei Haydn und melancholisch wie furios bei Bloch. 


Mit Antonio Vivaldis „Concerto a quattro in C“ beginnt das Weihnachtskonzert. Der erste Satz scheint geradezu zur Schlacht aufzurufen. Mit seiner Lebendigkeit ist er die perfekte Ouvertüre für einen äußerst abwechslungsreichen Abend. Jean Sibelius’ „Impromptu“ ist ein Charakterstück, einem spontanen Einfall entsprungen (das ist die Wortbedeutung von Impromptu). Sibelius arbeitet in diesem Werk zwei ursprünglich für Klavier komponierte Stücke um, eines träumerisch und innig, das andere ein tänzerischer, aber melancholischer Walzer. Im Gegensatz zu Vivaldi und Sibelius dürfte Ernest Bloch dem deutschen Publikum wenig bekannt sein. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Schweiz nach Amerika ausgewandert, wirkte er vor allem in der neuen Welt. Sein „Concerto Grosso“ lehnt sich in Form und Besetzung an barocke Vorbilder an, ist aber impulsiver und anstelle des Cembalos mit obligatem Klavier besetzt. Diesen Part wird Yume Hanusch übernehmen.

Das „Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur“ von Joseph Haydn eröffnet den zweiten Teil des Konzertabends. Die Cellistin Katarina Schmidt ist nicht nur eine hervorragende Solistin, vielen ist sie sicherlich auch als Mitglied im Rosenheimer Klaviertrio Trio Marcato bekannt. Haydns 1. Cellokonzert ist heute weithin bekannt, womöglich auch, weil es bis 1961 verschollen war. Es gilt als eines der anspruchsvollsten Cellokonzerte überhaupt. Mit „Prayer“, dem ersten Satz aus dem Zyklus „From Jewish Life“ von Ernest Bloch, klingt das Weihnachtskonzert aus. Das Cello spielt darin die tief bewegende Melodie eines jüdischen Gebetsgesangs.

Im Wasserburger Kammerorchester musizieren Laien und Profis seit mehr als 40 Jahren zusammen und bereichern das Kulturleben der Stadt an der Innschleife regelmäßig mit Konzerten. Dirigent ist auch in diesem Jahr wieder in bewährter Weise Stefan Unterhuber. Karten gibt es im Vorverkauf bei allen Filialen der Sparkasse Wasserburg, unter ticketservice.sparkasse-wasserburg.de oder unter Tel. 08071/101-3333.

PH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren