Auftakt mit „Robinson“

Spielzeit 17/18 im Theater Wasserburg startet

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Mit einer deutschen Erstaufführung startet das Theater Wasserburg in die neue Spielzeit: „Robinson – Meine Insel gehört mir“ (wir berichteten bereits). Schriftsteller Raoul Biltgen hat sich für dieses Stück Daniel Defoes Roman „Robinson Crusoe“ als Vorlage genommen, um eine Geschichte über einen einsamen und in seiner Alleinheit sehr zufriedenen Inselbewohner zu erfinden, dem eines Tages Fußspuren auffallen, die nicht seine eigenen sein können …  

Regie führt Frank Piotraschke. Es spielen Mike Sobotka und Benedikt Zimmermann. Premiere ist am Samstag, 14. Oktober, 20 Uhr. Frank Piotraschke ist als Schauspieler und Regisseur schon mehrfach am Theater Wasserburg beschäftigt gewesen. Nun übernimmt er außerdem die Leitung des Kinder- und Jugendtheaters Wasserburg.

Nik Mayr inszeniert die zweite Schauspielproduktion dieser Spielzeit: „Glaube Liebe Hoffnung“ von Ödön von Horváth. Premiere ist am Freitag, 3. November, um 20 Uhr. Auch eine Lesereihe bietet Nik Mayr an. In Ergänzung zum Spielzeitmotto „Kein schöner Land“ nennt er sie „Kein schöner Mittwoch“, denn gelesen wird einmal im Monat an einem Mittwochabend – zum ersten Mal in dieser Spielzeit am 22. November, um 20 Uhr, in der Osteria des Theaters. Auf den Tisch kommt: „Lanzarote“ von Michel Houellebecq.

Für Kinder wird „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ von Michael Ende gespielt. Premiere ist am Sonntag, 26. November, um 11 Uhr. Neben den öffentlichen Vorstellungen werden vormittags unter der Woche je nach Buchungswünschen Aufführungen für Kindergruppen angeboten. Auch für „Robinson Crusoe“, und zu „Djihad“, einem Stück von Ismaël Saidi, das ab Februar 2018 auf dem Spielplan ist,  können sich Schulen zu Vormittagsvorstellungen anmelden. Der neue Leiter des Kinder- und Jugendtheaters, Frank Piotraschke, steht für alle Anfragen zu den Stücken und Spielterminen zur Verfügung und bietet darüber hinaus auch Vor- und Nachbereitung an. Er ist über piotraschke@theaterwasserburg.de direkt zu erreichen.

Theaterleiter Uwe Bertram inszeniert zunächst „Die „Komödie im Dunkeln“ von Peter Shaffer. Premiere ist am Freitag, 15. Dezember, um 20 Uhr. Im Frühjahr 2018 befasst er sich dann mit einem Ort der Sehnsucht, der dran glauben muss: „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow. Annett Segerer untersucht Lessings Ringparabel auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und nennt ihre Produktion entsprechend „Ringparabellum“. Regina Alma Semmler bietet zum ersten Mal eine Tanztheaterproduktion, die sich an Kinder wendet – „Ein Puppentanz nach Coppelia“, eine Geschichte über die Sehnsucht nach der perfekten Maschine.

Alle Arbeiten in dieser Spielzeit beziehen sich – dem Überbau „Kein schöner Land“ entsprechend – auf das Thema „Sehnsucht“ mit all seiner Problematik. Frank Piotraschke eröffnet sein Grußwort zur Spielzeit mit folgendem Gedanken dazu: „Ein Gefühl schleicht sich ein. Das Gefühl, dass man nirgendwohin mehr entkommen kann.“ Höchstens vielleicht noch in das eigene Selbst? Theaterleiter Uwe Bertram stellt die Frage in den Raum: „Nehmen wir an der Welt noch teil oder sind wir auf dem Weg in eine neue innere Emigration?“ Das Publikum könne das Theater Wasserburg auch in dieser Spielzeit wieder als Ort der offenen Diskussion begreifen und sich entlang der Produktionen mit seinen Ansichten, Ängsten, Freuden und Fragen einbringen.

 

Der Kartenvorverkauf hat soeben begonnen. Weitere Informationen sowie Karten gibt es im Internet über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Buchhandlung Fabula und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg, beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim.

 

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