Auf die richtigen Reifen achten

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (32)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf.Heute geht es um die Winterreifenpflicht.

Die Experten der Fahrschule Eggerl: >>Einige Autofahrer sind bereits mit Winterreifen unterwegs, für die anderen gilt in den kommenden Tagen: der Reifenwechsel ist angesagt. Doch wie lautet eigentlich die Regel, ab wann mit Winterreifen gefahren werden muss?

Eine Faustregel, die fast jeder kennt, besagt: mit Sommerreifen wird von „O“ bis „O“ gefahren, also von Ostern bis Oktober, in den restlichen Monaten mit Winterreifen. Als Merkhilfe oder Richtschnur ist diese Faustregel sicherlich geeignet. Und doch könnte es passieren, bei einer Fahrt nach Ostern ein Bußgeld aufgebrummt zu bekommen, während man bei einer Fahrt im Januar mit Sommerreifen ohne Beanstandung davonkommen kann.

Die StVO beinhaltet nämlich eine „situative Regelung“ zur Winterreifenpflicht. Das heißt, dass sie keinen konkreten Zeitraum vorschreibt, in denen die Winterreifenpflicht gilt. Stattdessen gilt diese nur bei bestimmten Wetterverhältnissen. Konkret heißt das: „Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die (…) den allgemeinen Anforderungen (…) genügen.“ (§2 Abs. 3a StVO) Allerdings ist es allgemein bei niedrigen Temperaturen empfehlenswert mit Winterreifen zu fahren, weil die Gummimischung der Sommerreifen dann sehr hart wird und die Reifen möglicherweise den nötigen Grip verlieren.

Zulässige Winterreifen erkennt man an dem sogenannten „Alpine-Symbol“, einem Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke im Zentrum. Reifen, die nur die Bezeichnung „M+S“ tragen, erfüllen noch bis zum 30. September 2024 die Anforderungen, falls sie vor dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden. Auch für Winterreifen gilt die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter. Allerdings werden hier mindestens 4 Millimeter empfohlen, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten.

Bei einem Verstoß gegen die Winterreifenpflicht drohen ein Bußgeld von 60 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Werden Dritte behindert, weil man zum Beispiel am Berg hängen bleibt, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. Wichtig: im Ausland werden bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht meist noch weitaus höhere Bußgelder fällig!

Ausgenommen von der Winterreifenpflicht sind unter anderen Motorräder sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Allerdings gelten für ihre Benutzung bei winterlichen Verhältnissen bestimmte Regeln. So ist vor Fahrtantritt zu prüfen, ob das Ziel auch mit anderen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Nur wenn dies nicht der Fall ist, ist es erlaubt, mit dem eigenen Fahrzeug zu fahren. Während der Fahrt muss stets ein Abstand von mindestens dem halben Tachowert eingehalten werden. Außerdem darf mit maximal 50 km/h gefahren werden, soweit nicht ohnehin eine niedrigere Geschwindigkeit vorgeschrieben ist!

In diesem Sinne wünscht das Team der Fahrschule Eggerl einen möglichst entspannten Reifenwechsel und weiterhin eine gute Fahrt!<<

Foto: pixabay

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