Auf dem Rosenheimer Hausberg

Unsere Serie „Tourentipps" - Teil 15: Herrliche Wanderung auf die Hochries

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Wandern, Mountainbiken, Klettern, Rodeln, Langlauf – alles, was man in den bayerischen und Tiroler Bergen machen kann – und derzeit unter den Corona-Auflagen auch zum Teil noch darf -, beschreibt der Rosenheimer Autor Reinhard Rolle auf seiner Internetseite und in seinen Wanderführern. Zusammen mit dem Bergexperten präsentieren wir unseren Lesern heute den nächsten Teil der Serie „Tourentipps” – diesmal steht eine Wanderung auf die Hochries, den Rosenheimer Hausberg, auf dem Programm. Dazu Reinhard Rolle …

>>Auch diese Tour bietet sich derzeit als ideale Bergwanderung an. An schönen Wochenendtagen sollte man frühzeitig unterwegs sein, da die Parkplätze besonders zu Corona-Zeiten gut besetzt sind.

Ein Haus direkt auf dem Berggipfel, das können nicht viele Hüttenwirte oder Alpenvereinssektionen von sich behaupten. Die Hochrieshütte der Sektion Rosenheim ist solch ein Haus, von weitem unübersehbar direkt auf dem Gipfel der Hochries. Wege aus allen Himmelsrichtungen führen auf den Hausberg der Rosenheimer, die einfachste ist sicherlich die Auffahrt mit der Hochriesbahn (derzeit kein Betrieb). Trotz der geringen Höhe ist die Aussicht dort oben überwältigend, und unser Blick reicht von der Zugspitze über den Alpenhauptkamm und das Alpenvorland bis zum Watzmann.

Direkt vor dem Hütteneingang können wir den Gleitschirmfliegern bei ihrem Start in den Himmel zusehen – diese sind an schönen Tagen auch außerhalb der Betriebszeiten der Bahn unterwegs.

Aus den vielen Aufstiegsvarianten haben wir heute diejenige von Grainbach über den Moserboden herausgesucht. Dadurch haben wir den Vorteil, bei Bedarf direkt mit der Hochriesbahn zum Ausgangspunkt hinunterfahren zu können.

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Anfahrt

Mit der Bahn nach Rosenheim, vom Bahnhof mit dem Wanderbus (RVO 9493, nur im Sommer) bis nach Grainbach, Haltestelle Hochriesbahn.

Autobahn München – Salzburg, Ausfahrt Achenmühle. Ab Achenmühle nach Grainbach fahren, der Weg dorthin ist mit „Hochriesbahn“ beschildert. Genügend Parkgelegenheiten bei und unterhalb der Talstation.

 

Aufstieg

Östlich des Parkplatzes der Talstation bringt uns die asphaltierte Straße direkt bis zur Mittelstation. Bis dahin haben wir hin und wieder Gelegenheit, die teils waghalsigen Mountainbiker auf dem „Rocky Mountain Bikepark Samerberg“ zu bewundern. Die Mittelstation lassen wir rechts liegen, von da geht es weiter auf dem Weg Nr. 216c zum Moserboden. Dort wandern wir an den Hütten vorbei, bis der Weg vor dem Wald in einen markierten Bergsteig übergeht. Nach 25 Min. teils steinigem Aufstieg wird es flacher und wir erreichen einen breiten Weg, in den wir rechts einbiegen. Nach zwei Minuten dem Steig links (Schild „Hochries – Feichteck – Seitenalm”) folgen. Bei den Seitenalmen bleiben wir nicht auf dem Schotterweg, sondern halten uns nach 20 Metern auf den linken Steig über den Hang hinauf. Dieser führt zum Gipfelgrat, wo wir uns wiederum links halten und nach einer Viertelstunde das Gipfelhaus erreichen.

 

Abstieg:

Der Abstieg entspricht dem Aufstieg. Als Alternative bietet sich während der Betriebszeiten die Abfahrt mit der Hochriesbahn (Kabinen- und/oder Sesselbahn) an.

 

Schwierigkeit: Leicht. Nur im Wald hinter dem Moserboden ist einmal Trittsicherheit erforderlich, da der Weg für wenige Meter steinig und steiler ist.

Weg: Asphalt- und Forststraße, später Bergweg.

Höhenunterschied: 860 m

Höchster Punkt: 1569 m

 

Text und Fotos: Reinhard Rolle / www.roBerge.de

Aus dem Wanderführer „Familienwandern – Bayerische Alpen und Tirol”, erschienen im Rosenheimer Verlagshaus. Erhältlich im Buchhandel sowie im Internet:
Amazon: https://amzn.to/2E6I7O9
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