Am Ende die Arme zum Himmel

Volleyball-Bundesliga III: Heftiger Doppel-Spieltag für Eiselfing mit einem Happy-End-Krimi

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Es war heftig für die Volleyball-Damen aus Eiselfing und erst enttäuschend und dann doch noch mit einem Happy-End in einem kleinen Sport-Krimi: Gleich zweimal musste man ran. Daheim bekam man es erst mit dem starken Zweitliga-Absteiger des VC DJK München Ost und aktuellen Tabellenführer zu tun – und am Sonntag wurden die Kleeblätter vom TSV Ansbach empfangen …

Foto: Renate Drax

Nach einer guten Trainingswoche stimmte sich das Team um Randy Heidlinger auf den bevorstehenden Doppelspieltag ein. Man arbeitete an druckvollem Aufschlag bei hoher Quote, einer konstanten Annahme und dem eigenen variablen Angriffsspiel.

Am Samstag traf man auf den langjährigen früheren Ligakonkurrenten aus München, das Team ist den Eiselfingerinnen zwar bestens bekannt, doch nach zwei Jahren 2. Bundesliga, Veränderungen im Spielerkader und einem Trainerwechsel konnte man durchaus von einem unbekannten Team ausgehen und man stellte sich darauf ein. Den ersten Satz starteten die Kleeblätter mit starkem, engagiertem Spiel und die trainierten Elemente konnten gut umgesetzt werden.

Lange setzte sich keiner der beiden Kontrahenten richtig ab, man lieferte sich ein Kopf an Kopf Rennen, mit dem konsequenteren Ende für Eiselfing – der erste Satz konnte verdient mit 25:23 an Eiselfing verbucht werden.

Auch im zweiten Satz schloss man nach einem eher schwächeren Satzbeginn mit einer attraktiven und soliden Leistung an. Starke Aufschläge setzten Münchens Annahme immer wieder unter Druck, akrobatische Block- und Abwehraktionen um Libera Krissi Aringer machten es dem gegnerischen Angriff schwer den Ball in Eiselfings Hälfte zu versenken und Zuspielerin Sandra Bachleitner konnte ihre Angreiferinnen mit flottem, variablen Zuspiel einsetzen. Auch der zweite Satz bot vor allem gegen Ende ein Kräftemessen auf Augenhöhe, doch dieses Mal hatte München die Nase vorn und konnte mit 23:25 den Satz gewinnen.

Leider verloren die Kleeblätter mit dem zweiten Satz auch den roten Faden im dritten und vierten Satz.

Eiselfings Annahme geriet durch starke Aufschläge von München unter Druck, der gegnerische Block konnte nur noch schwer ausgespielt werden, was es den Angreiferinnen nicht gerade einfacher machte. Zu allem Übel kamen noch unnötige Aufschlagfehler und allgemeine Eigenfehler auf Eiselfings Seite hinzu, die es den Münchnerinnen einfach machten sich Punkt für Punkt von Eiselfing abzusetzen.  

Die Sätze drei und vier endeten mit 12:25 und 15:25 und somit das Spiel mit 1:3 für die Gäste des VC DJK München Ost.

Doch für die Kleeblätter hieß es, die Niederlage vom Samstag schnell zu verdauen und am Sonntag auf den richtig guten Elementen vom Vortag in den ersten beiden Sätzen aufzubauen. Die Reise ging in das mittelfränkische Ansbach, die auch bereits tags zuvor ein Heimspiel absolvierten.

Das Team um Mannschaftsführerin Nora Delker weiß, jede weitere Niederlage in Folge macht das Siegen nicht einfacher, man scheint in eine Abwärtsspirale zu kommen.

Umso wichtiger war es für die Kleeblätter am Sonntag nochmal alles aus sich rauszuholen und den zahlreichen mitgereisten Fans ein tolles Volleyballspiel zu bieten.

Den ersten Satz startete Eiselfing gut in die Partie. Stabile Annahmen und starke Abwehraktionen auf beiden Seiten machen es für keine der beiden Mannschaften möglich, sich eindeutig abzusetzen. Kampfstarke Ballwechsel boten sich den Zuschauern, doch letzten Endes hatten die Ansbacherinnen die Nase vorne und der erste Satz ging mit 20:25 an die Heimmannschaft.

In der zweiten Runde ist dann bei Eiselfing der Aufschlag-Groschen gefallen: Gute und scharfe Aufschläge bei hoher Quote machten den Gastgeberinnen das Leben schwer. Eine Aufschlagserie von Selina Hasenöhrl brachte Eiselfing eindeutig in Führung. Die flinke Abwehr um Lisa Pauker und der gut stehende Block um Mittelblockerinnen Carina Hainzlschmid und Nici Sabathiel machten es für Ansbach schier unmöglich den Ball auf Eiselfings Seite zu versenken – folglich ging der zweite Satz eindeutig mit 25:9 an die Kleeblätter.

Motiviert vom dominierenden, zweiten Satz startete man auch in die dritte Runde und konnte sich relativ zügig einen fünf-Punkte-Vorsprung erspielen, der bis 20:15 gut gehalten wurde. Jedoch schlichen sich kleine Leichtsinnsfehler ein und Ansbach kam zwischenzeitlich auf einen Spielstand von 22:20 an Eiselfing heran. Doch die Gäste legten zur rechten Zeit nochmal eine Schippe drauf und somit stand es am Ende des dritten Satzes 25:22 für Eiselfing.

Das ließ die Heimmannschaft im vierten Satz vor entsprechend großer Zuschauerkulisse nicht auf sich sitzen, Ansbach zeigte nochmal seine Qualitäten. Man begegnete sich auf Augenhöhe, lieferte sich starke Ballwechsel bei welchen Ansbach immer öfter die Nase vorne hatte. Gegen Mitte des Satzes schaffte es das heimische Team sich abzusetzen, was Eiselfing letzten Endes nicht mehr aufholen konnte. Satz vier ging so mit 19:25 an Ansbach und der entscheidende fünfte Satz blieb nicht aus.

Topmotiviert und siegeshungrig starteten die Eiselfinger Mädels durch, Punkt für Punkt erspielte man sich einen zwischenzeitlichen Vorsprung von sechs Punkten bei 9:3. Doch das soll es für die Heimmannschaft noch nicht gewesen sein: Gleichermaßen motiviert kämpfte sich Ansbach wieder auf 9:9 an Eiselfing ran, den Zuschauern bot sich ein kleiner Volleyballkrimi, der an Spannung kaum zu toppen war.

Denkbar knapp aber verdient können die Kleeblätter den letzten Satz mit 15:13 für sich entscheiden – man lag sich in den Armen – und nahm zwei endswichtige Punkte mit nach Eiselfing …

dh

Am kommenden Samstag, 25. November, um 19 Uhr ist Tabellen-Nachbar Fürth in Eiselfing zu Gast … ein Hexenkessel wartet!

 

 

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