Abschied von Pflegedirektor Peter Tischer

... in den Ruhestand: Leidenschaftlicher Kämpfer für seinen Berufsstand verlässt RoMed Kliniken

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Peter Lenz, Geschäftsführer der RoMed Kliniken (rechts), verabschiedete den langjährigen Pflegedirektor Peter Tischer jetzt in den wohlverdienten Ruhestand. Peter Tischers Karriere im Klinikum Rosenheim begann im Oktober 1989 als Leiter der Weiterbildung Anästhesie und Intensivmedizin. Bereits ein Jahr später wurde er zum Leiter des Pflegedienstes und seit 1995 war er der Pflegedirektor. Bei der Fusion der Kliniken Bad Aibling, Prien am Chiemsee, Wasserburg mit dem Klinikum Rosenheim zum RoMed-Verbund folgte am 1. Juli 2009 die Ernennung zum Pflegedirektor aller RoMed Kliniken.

Peter Tischer stand allen Neuerungen und Herausforderungen immer offen gegenüber, war mit Herzblut dabei und hat aktiv und konstruktiv mit seinem Team Lösungen erarbeitet. In seine Verantwortung fielen unter anderem Projekte wie:

Pflege-Dokumentationsgruppen, Entwicklung von Pflege-Standards, Qualitätszirkel, die Einführung der Bereichspflege, die Etablierung des Zentral-OPs, die Entwicklung der „Rosenheimer Schmerzskala“, der Aufbau eines Beteiligungscontrollings in der Pflege wie auch die Modernisierung der Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA). In seiner Ära wurde die Umstrukturierung der Pflegeleitung vollzogen.

Es war eine Wandlung von der traditionellen Funktion hin zu einem äußerst wichtigen Partner im Krankenhausmanagement.

Damit „seine“ Pflegedienst-, Stations- und Funktionsleitungen im wahrsten Sinne des Wortes „mitgenommen“ werden, führte der rührige Pflegedirektor jährlich stattfindende Klausurtagungen sowie Leitungskonferenzen ein und kreierte im Jahre 2001 den „Pflege-Oskar“, der seitdem im Rahmen einer Zeremonie jedes Jahr an ein besonders herausragendes Stations- oder Funktionsteam vergeben wird.

Der Pflege-Oskar stellt vor allem auch ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Pflegenden dar.

Eine Herzensangelegenheit war für Peter Tischer die Etablierung der Fort- und Weiterbildung am Klinikum.

Unter seiner Ägide entwickelte sich das Akademische Institut für Gesundheits- und Sozialberufe zu einem weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Aushängeschild der RoMed Kliniken.

So zählte das Institut 2013 beim 1. Deutschen Bildungspreis zu den Top Unternehmen und im selben Jahr wurde auch der Euregio Inntal Preis verliehen – für Verdienste über die Landesgrenzen hinweg. Nicht zu vergessen, dass das Institut auch den 3. Platz des 1. Bayerischen Innovationspreises für neue Wege im Personalmanagement von Pflegeeinrichtungen erhielt, ebenso wie eine Auszeichnung zum Kundenchampion im Jahre 2011, verliehen durch die Firma Perspektive. Auch bei der Gründung einer eigenen Schule für Operationstechnische Assistenten – seinerzeit eine der ersten in ganz Bayern – war Tischer einer der intensiven Antreiber.

Durch sein unglaubliches Talent, die Menschen wertschätzend „mitzunehmen“, seine Kommunikationsstärke und Überzeugungskraft sowie Empathie schaffte er es nach der Klinikfusion, dass sich Ängste und Vorbehalte schnell verflüchtigten und sich alle Pflegekräfte rasch integrierten.

Im Rahmen seiner Abschiedsfeier blickte Peter Tischer nochmal auf sein berufliches Wirken zurück. Die vielen Ehrengäste würdigten seine außerordentlichen Leistungen und bezeichneten ihn als einen leidenschaftlichen Kämpfer für seinen Berufsstand. Bei ihm wird Wertschätzung groß geschrieben, wie auch das mit ihm entwickelte Pflegeleitbild der RoMed Kliniken bestätigt: „Der wichtigste Mensch ist der, der Dir gerade gegenübersteht.

Geschäftsführer Peter Lenz betonte in seiner Rede das herausragende Engagement des scheidenden Pflegedirektors und schloss mit den Worten: „Aus beruflicher Sicht kann ich versichern, dass Ihr Ausscheiden außerordentlich bedauerlich ist. Aus privater Sicht ist es natürlich für Sie eine Freude. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen viele gesunde und glückliche Jahre, in denen Sie sich Ihren Interessen widmen und Ihre freie Zeit in vollen Zügen genießen können“.

Für den angehenden Rentner wie auch alle Weggefährten war es eine sehr kurzweilige Abschiedsfeier, geprägt von unterhaltsamen, launigen Reden, Rückblicken, Einlagen und musikalischer Begleitung. Bei hervorragendem Essen schwelgte der ein oder andere in Erinnerungen und so einige Anekdoten wurden zum Besten gegeben.

Unser Foto: RoMed Kliniken

 

 

 

 

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