8000 Lkw-Fahrten eingespart

Millionen-Projekt in Gabersee: Kosten für Beseitigung des Erdaushubs enorm reduziert

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Die gute Auftragslage in der Baubranche führt derzeit zu einer enormen Preissteigerung. Das hat auch Auswirkungen auf den Krankenhaus-Neubau in Gabersee. Und das bereits zu Beginn der Bauarbeiten. Denn die Kosten für die Beseitigung des Erdaushubs, die mit einer Millionen Euro veranschlagt waren, explodierten geradezu. Das günstigste Angebot für den Abtransport lag bei sage und schreibe sieben Millionen Euro. Das hat die Verantwortlichen der Klinik nun zum Umdenken gezwungen.  

Der Erdaushub wird jetzt nicht mehr aufwändig abtransportiert, sondern direkt auf dem Gelände in Gabersee abgelagert – damit spart man enorm an Kosten.

Ende August begannen die Arbeiten am Neubau-Projekt mit dem Erdaushub. Seitdem verladen sogenannte „Dumper“, Kippfahrzeuge mit 100 Tonnen Gesamtgewicht, die Erde von der Baustelle. Bis zu 70 Tonnen Erde werden von insgesamt drei „Dumpern“ pro Ladung abtransportiert. Die Erde wird vor Ort fachmännisch sortiert und im Anschluss auf dem Gelände der Klinik verbaut. Ein Geologe sichert täglich anhand von Proben die Qualität der abgetragenen Erde.

Laut Einschätzung von Dr. Theodor Danzl (Foto), Geschäftsführung der Klinik, werden so auch insgesamt zirka 8000 Transportfahrten durch Sattelzüge vermieden, die beim Abtransport der Erde an einen externen Lagerort notwendig gewesen wären. Dadurch werde auch der Verkehr rund um Gabersee enorm entlastet. „Die Zeit, die wir durch die Ausschreibung der Transportarbeiten verloren haben, rund ein Jahr,  können wir durch die extrem kurzen Transportwege wieder etwas wettmachen. Zudem bleiben wir durch diese Maßnahme in unserem Kostenrahmen. Neben der Entlastung für den Verkehr kommt diese Maßnahme auch der Umwelt zugute.“ Bauleiter Franz Schex sei zu dem Ergebnis gekommen, dass durch die Verbauung der Erde vor Ort der Ausstoß von etwa 1500 Tonnen Kohlendioxid vermieden werde, so Danzl.

Im Laufe des Monats wird der Zuschlag für den Rohbau vergeben. Insgesamt vier nationale Angebote wurden nach der europaweiten Ausschreibung des 230-Millionen Projektes eingereicht. Diese werden derzeit geprüft. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Klinikleitung rechnet mit dem Abschluss der Arbeiten am Bauabschnitt eins im Jahr 2021.

Thomas McWilliams

 

So soll der Krankenhaus-Neubau (ISK- und RoMed-Klinikum unter einem Dach) einmal aussehen:

 

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