Ein uraltes Ritual der Menschheit: Räuchern

Kräuterpädagogin Barbara Meinl: Wandlungsprozess an Allerheiligen mit Eibe

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allerheiligenDie warme Jahreszeit, die Zeit des Blühens und der grünen Blätter, neigt sich dem Ende zu, die Tage werden nun immer kürzer und die dunklen Stunden nehmen zu. Mit der trüben Novemberzeit beginnt die dunkelste Zeit des Jahres, denn bis zur Wintersonnwende nimmt das Licht nun ständig weiter ab. Die Zeit der langen Nächte hat begonnen, die uns die Wärme in unseren Häusern suchen lässt. Eine ideale Möglichkeit das Jahr nochmal zu überdenken, Gewesenes abschließen, zur inneren Ruhe zu kommen, sagt die Kräuterpädagogin Barbara Meinl und möchte auf einen uralten Brauch aufmerksam machen …

Es sei die passende Zeit jetzt, um das Haus, die Wohnung oder Geschäftsräume auszuräuchern.

Räuchern ist ein uraltes Ritual der Menschheit. Räuchern bedeutet, die Energie einer Pflanze in eine andere Form umzuwandeln. Niemand kann erahnen, wie weit dieses Wissen um die Botschaft der Räucherstoffe zurückreicht. Vermutlich begleitet es die Menschheit fast zeitgleich mit der Entdeckung des Feuers. Überliefert sind Räucherzeremonien bereits aus dem alten Ägypten; dort galt auch ein Tag ohne Rauch als ein verlorener Tag.

Barbara Meinl: „Es gibt viele Gründe, warum man ab und zu ausräuchern sollte: Wenn in einem Raum oft gestritten wird, viel Personenverkehr herrscht, um die Raumathmosphäre zu reinigen, Stagnationen in Gang bringen, um altes Verbrauchtes zu verabschieden, um neue saubere Energie zuzulassen. Es wirkt wie ein Durchputzen, wie ein Reinigen der Räume.

Da die Räucherkräuter ja alle ihre individuellen Eigenschaften haben, räuchert man zum Beispiel an Allerheiligen gerne mit Eibe und weiht so den Wandlungsprozess ein.

Wacholder reinigt, schützt und klärt, Holunderblüte steht für Heilung und Schutz, Beifuss, hilft bei Trauer und Loslassen. Engelwurz lässt einen lichten Schutzmantel entstehen, Eisenkraut richtet uns innerlich auf, Schafgarbe ist Intuitionsstärkend, und Fichtenharz bringt alte Wunden zum heilen; klärt den Geist; um nur Einige zu nennen.“

 

 

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