Da Huaba hod … WLAN beim Schofkopfa!

Der Fortschritt ist nicht mehr aufzuhalten! Selbstfahrende Autos kurven auf unseren Straßen herum, mein Spezl redet mittlerweile mit seiner Sklavin, der „Alexa“, mehr als mit mir („Alexa, mach das Licht aus!“) und mit der Virtual-Reality-Brille kann ich vom Turm der Stadtpfarrkirche springen, ohne, dass ich mir das Genick breche. Und jetzt auch noch das: Im Hennagassl gibt‘s ein WLAN …

… für die Gäste. Der Wirt vom Klosterstüberl (so heißt das Hennagassl offiziell), der Max also, hat ein solches WLAN einrichten lassen. Das haben wir gestern bei unserem traditionellen Weihnachtsschafkopf gleich mal ausprobiert. Läuft super, das Internet in der Wirtsstube. Schee, wenn man beim Schofkopfa online is – aber aa irgendwia sinnlos … moand da Huaba.

 




… es ist absurd!

Kann es strafbar sein, weggeworfene, aber noch genießbare Lebensmittel aus dem Container eines Supermarktes zu holen? Ja, gar zu retten? Man nennt das „containern“. Ist es gerecht, wenn in Zeiten der Klima-Erwärmung und zunehmender Ressoucen-Knappheit sozusagen die Verschwendung straflos bleibt – aber die Sparsamkeit zum Verbrechen wird? Zwei Studentinnen stehen jetzt vor Gericht in München. Caro (27) und Franzi (25) hatten heuer im Sommer Gemüse und einige Milchprodukte aus der Tonne eines Supermarktes geholt. Sie wurden dabei erwischt und angezeigt.

Die beiden jungen Frauen sind nun des „besonders schweren Falles des Diebstahls“ (§ 243 StGB) angeklagt. Wie absurd ist es, ein Recht zu schützen, bei dem man lieber Lebensmittel wegwirft und in einer Mülltonne belassen will – als dieses Essen noch jemanden essen zu lassen … moand d’Renate.

 

 

 




Um 14 Uhr gingen die Lichter an

>Ich sag‘s mal wieder mit Dieter Hildebrandt, weil‘s halt so schön ist: Wenn du und das Laub wird älter, und du merkst, die Luft wird kälter, und du fiehlst, dass du bald sterbst, dann is Herbst. Besser kann man den grauen Herbsttagen, wie‘s heut einen in Wasserburg gab, kaum Ausdruck verleihen. Oh Herbst, wie leuchten deine Farben mir, hat Hesse einst geschrieben. Geleuchtet haben heute in Wasserburg nur die …

… städtischen Straßenlaternen. Die schalteten sich bereits um 14 Uhr (!) am Bahnhofsplatz und auf Höhe des Friedhofs ein. Die Welt, ganz in Grau versunken, schien sich davonstehlen zu wollen, so dunkel war‘s am helllichten Nachmittag in Wasserburg. Herbst hoid!<

… moand da Huaba.




… dichter dran sein!

 

Dichter dran – ein schönes Wortspiel für eine schöne Idee: Im Rahmen der Bad Aiblinger Literaturtage präsentieren im Landkreis einmal nicht professionelle Autoren ihre Werke, sondern Schüler, die etwas Literarisches verfasst haben. Egal, ob im Unterricht, in der Badewanne oder in schlaflosen Nächten …

… egal, ob Gedichte, Songtexte, Kurzgeschichten oder gar einen Roman: Zur Lesung am nächsten Donnerstag, 8. November, in der Aula des Gymnasiums sind herzlich alle Schüler, Eltern, Lehrer und sonstigen Fans um 19 Uhr eingeladen – alle, die ganz dicht an den mutigen Dichtern des Gymnasiums dran sein wollen. Ein Abend, der aufhorchen lässt. Das könnte doch gerne auch anderswo bei uns Schule machen … moand d’Renate.




… nachahmenswert!

 

Was für eine schöne Idee: Das Projekt Dorfgespräch. Nach Schonstett ist nun Eiselfing im Altlandkreis die zweite Gemeinde, die sich auf diese ganz wunderbare Art und Weise austauschen möchte mit seinen Bürgern. Neue Menschen mit neuen Perspektiven von außen, die sich mit ‚Alteingesessenen‘ auf gleicher Augenhöhe verbinden mögen – das ist der große Wunsch.

Das Wissen der Bürger nutzen. Alt und Jung verbinden. Einheimische und Neu-Zugezogene ganz einfach in Gesprächen zusammen bringen. Am kommenden Donnerstag sind die Bürger Eiselfings erstmals dazu eingeladen. Zum Dialog beim Wirt in der Stubn. Frische Ideen, neue Wege: Eine Chance zu so viel mehr Miteinander. Man möchte genau das allen Gemeinden im Altlandkreis zurufen. Denn diese Idee ist vor allem eins: Nachahmenswert … moand d’Renate.




… und plötzlich is wieda ois wurscht!

Ham Sie scho moi wos veranstaltet und dafür sich a scheens Plakat ausdacht? Und woitn Sie des Plakat dann aa no schee irgendwo aufhänga – damit de Leit des aa seng und auf Eana Veranstaltung aufmerksam wern? Wenn ja, dann wissen Sie nämlich, vo wos i schreib heid. Des mim Plakatieren is so a Sach. Do gibt’s Regeln und Gesetze – ganze Gesetzestexte. Gefühlt muas des Plakat quasi durch verschiedene Gremien durchgschom wern und ma ko froh sei, wenn am End koa Gutachten dafür zum Zoin is. Aba wenn Wahlen ostängan bei uns – so wia in a paar Wochan – do is dann wieda ois wurscht. Do wern Laterna zuapflastert und Verkehrsschuidl und sogar Ortsschuidl. Kümmern duat des irgendwia koan auf oamoi.

Aufdringlicher und dreister gäts nimma.

Koa guade Werbung … moand d’Renate. 

 




Männer, Katar lässt grüßen!

Na, a Spaß is des grad koana – der Fuaßboi-Auftakt in den Ligen unserer Heimat. Bei 35 Grad im Schatten, den es auf dem Spuifeldl ja leider gar nicht gibt, ko ma nur sogn: Respekt an alle Spieler, die sich do bei 50 Grad in da prallen Sonne abplagen. Denn während im Winter de Spiele oftmois obgsogt werden, wega zu großer Kälte und Schneematsch, denkt do im Hochsommer wia 2018 koana dro …

Jetzt kannt ma sogn, des is a Vorgschmack auf de WM in Katar, nur wen soit des bei uns vo de Spieler betreffen? Zwischen Oibich und Schonstett? Ned amoi a Rasensprenger is zum Durchlaffa aufgstellt am Spuifeldrand, höchstens a Eimer Wasser.

Und weil ois grod so schee is, gibt’s aa no a englische Woch mit drei Spui in dene ersten sieben Tage der Saison. Oa Trost: Experten ham festg’stellt, wenn de Lauffreudigkeit wega da Hitz obnimmt, erhöht se de Passgenauigkeit. Ah ja, des wünscht dann olle Fußballer bei uns heid und moing … d’Renate.

Foto: rd




… so vui Gfui fürn Stoa!

Einmalig is a imma, da Sommer am Stoa! Und des scho seit nun genau 20 Jahr! Des Gfui dort, des ko ma mit nix ersetzen. Im T-Shirt bis Mitternacht oda mit da Kapuzen ins Gsicht zogn, wenn’s regnet. Moi spannend, moi romantisch, oft lustig oder berührend und zum Nochdenga, de Gschichtn auf da großen Leinwand. Am allerliebsten unterm sternenklaren Himmel. Genuss pur! So schee und warm is bisher scho da lange Sommer 2018 – vielleicht ja …

… hod da Gottwald Rainer ois Veranstalter in seinem Jubiläums-Jahr moi a Riesenmassl mim Weda. Gät er doch Jahr für Jahr so engagiert a enormes Risiko ei. Open Air wenn‘st wos planst bei uns, da muast scho a großer Optimist sei. Und da Rainer hod se no nia ned untagriagn lassn. Aa ned vo Jahren mit Dauerregen. Möge da Sommer 2018 eam so sehr recht gem – mit ganz vui Gfui fürn Stoa … moand d’Renate.




… mei, is des schee staad!

Helle Aufregung herrschte heute Morgen in unserer Redaktion! „A’s Internet gäht nimma!“ Die Leitung unseres Haupt-Anbieters hat offenbar ein Loch, aus dem seit heute Morgen die Daten ins Wasserburger Erdreich versickern. Telefon und Internet kaputt! Nix geht mehr. Wer schon mal mit einem Internet-Anbieter in Sachen Störung telefoniert hat, egal, ob Telekom, Vodafone oder 1&1, weiß, dass das eine langwierige Angelegenheit werden kann. Zum Glück verlassen wir uns bei unserer Internetanbindung nicht nur auf einen Anbieter, sondern haben immer auch einen Notfallplan B …

… so dass die Stimme davon nicht betroffen war.

Fürs Telefon haben wir sowas leider nicht! Was zur Folge hatte, dass es heute sehr still war bei uns. Schee staad! Wia Weihnachtn. Morgen soll der Fernsprecher wieder funktionieren (bis dahin gibt’s eine Notnummer, siehe Bericht). Weihnachten ist immer so schnell vorbei … moand da Huaba.




… mein Biergartenherz blutet

Es war scho schlimm gnua, domois, wia da Fletzinger Biergartn weg hod miassn. Da letzte große in da Wasserburger Oidstod. Trotzdem hod ma se a bisserl tröstn kenna, weil‘s no den wirkle scheena Gartn im Hof vom Palmano oans gebn hod. Wuida Wein, geschmackvolle Tisch und Stui, Kerzerl und wunderbare Stille. Doch den letzten romantischen Biergarten hom’s jetzt aa no weggrissn. Garagen und Garten eiplaniert, …

… an Schiffsbodn auf Betonfundament hibaut und jetzt kimmt a no a dekoratives Stahlgerüst für die Biergartnüberdachung. Mei, über Gschmack losst se vortrefflich streitn. Mia gfoid‘s ned. Und mei Biergartenherz blutet jetzt no mehra …

… moand da Huaba




Applaus für diese Idee!

Das war mal eine richtig gute Idee – Turnier-Paare vom TC Inn-Casino Wasserburg außerhalb der Formations-Wettbewerbe ihr Können zeigen zu lassen! Das Publikum gestern bei der großen Haager Modenschau staunte, was Dani, Anja, Laura, Jonas oder Quirin da aufs Parkett – nein, auf den schmalen Laufsteg – zauberten.

Charmant präsentierten sie das Tanzen. Eine schöne Werbung war es: Nicht nur für ihren Sport, sondern auch für das gemeinsame Tanzen an sich. Viel öfter sollte das TC Inn-Casino so an die Öffentlichkeit treten! Deutlich war im Saal zu spüren, dass ‚man gar keine Ahnung hatte, wie professionell bei uns in der Region der Tanzsport ausgeübt werde‘, so Stimmen im Publikum.

Eine Klasse-Idee auch von der Gewerbevereinigung Haag aktiv – diese Kombination aus aktuellen Modetrends und Show-Einlagen der heimischen Top-Tänzer. Sonderapplaus dafür

… moand d’Renate.




Da Huaba moand …

Mei bester Spezl, der Sepp, und i hom grod wieder einen kleinen Anflug von Frühling. Seit Jahren hom mia nimma Squash gspuid, weil‘s uns bei dem brutalen Sport ollerweil de Haxn schmerzhaft verbogen hod und aa a paar Bandl grissn sand. Mia hod’s sogar amoi de Kniascheibn gsprengt. Doch seit a paar Wocha spui ma wieda – heroischer Überschwang im Alter! Allerdings …

… sand mia hoid aa nimma die Schnellsten und manchmoi brauch i scho a längere Pause zwischen de Ballwechsel. Und dann ratsch ma mehra, wia ma spuin.

Neulich is in da Squash-Halle im Fit und Fun mittdrin a‘s Licht ausganga. Da Sepp hot glei in Richtung Rezeption gschrian: „Hey, macht‘s a‘s Licht o, mia spuin fei no!“ Worauf die Antwort in unsere Richtung schallte: „Dann rührt‘s euch halt mal ein bisserl mehra. S‘Licht geht per Bewegungsmelder o!“ So ein Bewegungsmelder übt einen unheimlichen Druck aus. Blöde Technik! Moand da Huaba …




… und darauf einen Tusch!

Es war schon ein ungewöhnliches Bild in einer Kirche: Die Gottesdienst-Besucher maskiert, die Kirche innen geschmückt mit Luftschlangen und Luftballons und der Herr Pfarrer mit Zylinder und Zauberstab. Ja, in Pfaffing wurde nun nach dem Erfolg im vergangenen Jahr erneut ein Faschings-Gottesdienst gefeiert. Mit einer Reihe von Botschaften – verpackt in fröhliche Geschichten und eine gereimte Predigt vom Gemeindereferenten Michael Kafka. Gegen Fake News, gegen unreflektiertes ‚Alles-Glauben‘ und für …

… mehr Fröhlichkeit als Christ.

Wie meinte doch Michael Kafka in seiner ‚Bütten-Rede‘: Ja, so öffentlich zum Glauben stehn, dass es alle Leute sehn, ist nicht so unser Ding, bei uns fehlt ́s da am Marketing!  Hm. In Pfaffing jedenfalls war es eine humorvolle Werbung für den katholischen Glauben. Eine erfrischend mutige … moand d‘Renate.




„Mia zoang vollen Einsatz!“

Puhhh! Gott sei Dank werd‘s nach der staadn Zeit jetzt wieder ruhiger! Kurz vor Weihnachten is in da Stod ollerweil die Hölle los. Übrigens: Die Wasserburger Stimme macht keinen Winterschlaf. Wenn der Christbaum Feuer fängt, die Floriansjünger anrücken, ein außergewöhnlicher Schneesturm über Babensham bläst oder überraschend über die Feiertage eine Hitzewelle den Altlandkreis heimsucht – wir berichten weiterhin über alles Berichtenswerte.

Und das auch über die Feiertage! Die Wasserburger Stimme behält für Ihre Leser auch über Weihnachten Augen und Ohren offen – verspricht da Huaba …

Wir wünschen allen Lesern ein frohes Fest und eine erholsame Zeit!

Den nächsten Newsletter gibt’s am Mittwoch, 27. Dezember.




… ein Schneuz-Irrsinn!

Host du grod a Tempo für mi? Was so einfach klingt in akuten Erkältungs-Zeiten, verbirgt mittlerweile einen Auswahl-Wahnsinn, der einen allein schon fiebrig macht! Man kann nämlich in deutschen Landen bei nur dieser einen Marke – den Tempo-Taschentüchern – mittlerweile aus x-verschiedenen Varianten wählen: Mit Rosenduft oder im Spezial-Design, mal für Erwachsene, mal für Teenies, mal für Kinder oder extrasoft oder mit Virenschutz höchstantibakteriell oder am besten waschmaschinenfest?

Nach gefühlt 124 Shampoo-Sorten und 256 Tee-Arten nun also der Schneuz-Irrsinn. Bleibt die Frage, wann ich ein Virenschutz-Tempo-Taschentuch zum Schneuzen benutze – wohl bevor man überhaupt einen Schnupfen hat?

Zum Verstehen ist es nicht, nur das: Von allem viel zu viel bei uns … moand d’Renate.




Hört auf, ihr Vorsondierer!

Man entwickelt eine Abneigung gegen das Wort Sondierung und gleich gar gegen das Wort Vorsondierung. Man muss ihnen zurufen, lasst es doch bleiben! ENTSCHEIDET endlich! Wo ist der Mut dazu? Aber nein. Angela Merkel und Martin Schulz treffen sich heute zu den xxxxsten Vorsondierungs-Gesprächen. Nun wollen einige lieber eine Koko als eine Groko. Das Ganze erinnert an – ja, was – eine Farce! Zu Tode sondiert, diskutiert, ausgelabert, herumgeeiert. Von der Ernsthaftigkeit ins Lächerliche abgestürzt. Wer nimmt eigentlich wen noch ernst?

Und heute wird nun wieder vorsondiert. Man kann es nicht mehr hören … moand d‘Renate.




Da Huaba moand … eam zreißt’s!

Da Friedl, unsa Redaktionshund, hod‘s leicht, der kennt koan Unterschied zwischen
Sommer und Winter. Dreimoi am Dog hod er a vois Schüsserl und frisst‘s genüßlich laar. Höchstens a moi an Brocka Semme, den wos er auf da Straß findn duad, frisst er mehra. Sonst nix! Deshoib is er aa schee schlank. Ach, wär ich nur ein Hund! Dann wär mir die Vorweihnachtszeit auch so wurscht. Aber i bin leider koana und deshoib …

… derf i Platzerl bacha, auf abendliche Weihnachtsfeiern mit üppigem Büffee geh, Schokonikoläuse verspeisen und meine geliebten Marzipankugeln verdrugga. Bluad‘s Weihnachtszeit. Mi zreißt‘s jetzt nachad boid … befürchtet da Huaba!




Und wieder Fußball statt Feiertag

Nein, den Fußballern in der Heimat ist jetzt erneut kein langes Wochenende vergönnt. Warum auch? Womöglich für ein gemeinsames Zeitverbringen mit der Familie oder den Kumpels? Denn auch am kommenden Dienstag-Feiertag ist wieder ein volles Programm rund um das runde Leder in allen Klassen der Region. Männer, die Rückrunde wird durchgepeitscht! Und zwar genau jetzt …

Englische Wochen – gefühlt am laufenden Band. Muss bloß noch eine Nachhol-Begegnung dazu kommen.

Und wenn dann für die Monate von April bis Anfang Juni 2018 nur mehr ein paar Spiele übrig bleiben, dann kann man ja nur hoffen, dass diese dann wenigstens auf die Feiertage oder mindestens schön auf Pfingsten verteilt werden. Hauptsache, man kann sich von Anfang November 2017 bis Anfang April 2018 punktspieltechnisch ‚erholen‘. Macht fünf ganze Monate Pause! Da lohnt es sich doch als Team, völlig aus dem Tritt zu kommen … moand d’Renate.

 

 




Aber wo ist das Christkindl?

Die Wege des Herrn sind unergründlich – und die vom Heiligen Josef scheinbar auch. Der ist jetzt nach drei Jahren wieder aufgetaucht, der Josef, der aus Plastik, der aus dem Kripperl vom Wasserburger Christkindlmarkt. Gemeine Diebe hatten den Heiligen in einer unheiligen Nacht entwendet und letztlich in einen Hausdurchgang am Heiserer-Platz abgestellt. Dort stand er jetzt monatelang am Eingang der Diakonie-Fachambulanz für Suchterkrankungen. Erhebt sich die Frage:

Warum ausgerechnet dort? Und eine zweite, noch dringlichere Frage drängt sich ebenfalls in den Vordergrund. Wo is a‘s Christkindl? Denn das ist auch gestohlen worden – und bis heute leider noch nicht aufgetaucht. Maria – und jetzt auch Josef – warten schon sehnlichst!




A Hund muasst hoid sei!

Wuff! Mei, konnst de Menschn leicht blitzn. I zwick schee zam und wart, bis Herrle oder Fraule mit mir Gassi gähn. Sie hom no ganz vui Geduld mit mia, weil ich a ganz a junger Hund bin. Und dann gfrein se de Zwoa, raschln mit am Plastiktüterl und winkn mit am Leckerli, wenn i mei Häuferl draußen und ned drinna mach. Seit sechs Wocha dua i jetzt a so, ois ob i stubenrein wär. Manchmoi mach i …

… sechs ganz kloane Häuferl am Dog schee brav draußn, dann kriag i nämlich sechs Leckerli und de Menschen brauchen sechs Plastiktüterl. Mei, sand de blöd! I könnt nämlich aa bloß zwoa große Häuferl macha, aba nach gäb‘s nicht so viel zum Schlecka. Hihi. Wuff!

Heid hob i eana moi zoagt, wia groß mei Haufa sei könnt – drinna, mittn im Büro. Und se hom ned schimpfa derfa, weil heid is doch Welthundedog. A Hund muasst hoid sei,…

… moand da Fridolin,
da Redaktionshund.




Die um sich selbst Kreisenden

Einmal mit allem, bitte! Das kann man jetzt nicht nur beim Pizza-Essen sagen, sondern auch, wenn man eine dieser hochintelligenten Sportuhren kauft. Selbsterkenntnis durch Zahlen und Daten – die Selbstvermessung des Ichs! Ob mit dem Smartphone oder speziellen Uhren – alles, was mit Hilfe moderner Technologie beobachtet werden kann, wollen optimierte Menschen analysieren. Eher wohl ein Fluch, als ein Segen …

… außer aus extrem gesundheitlichen Gründen unbedingt notwendig.

Ganze Abende kann man mit Selbstvermessern diskutieren. Über Sinn oder Unsinn. Nein, danke, es kann einem übel werden. Den vielleicht gerade genau in diesem Moment wieder Schritte zählenden Sportlern sei in der Selbstvermesser-Sprache gesagt: Champions aren‘t made with fat technologie-clocks at their arms, Champions are made from something they have deep inside – a desire, a dream, a vision … so long, d‘Renate.




… oh, holder Herbst!

Spürt Ihr es, Ihr Oktober- und November-Geborenen, das Vibrieren in der Luft, das vom
Aufeinandertreffen des Morgennebels mit den letzten ums Überleben kämpfenden Sonnenstrahlen des Spätsommers herrührt? Riecht Ihr es, Ihr Kinder des ersten Nachtfrostes? Seit heute sind wir Oktoberer und Novemberer in unserem Element. Die Hitze des Sommers, sie ist endgültig Geschichte. Der nasse Schnee des Frühjahrs (nichts ist so langweilig, wie ein starkes Tauwetter im Januar – Shakespeare) lässt noch auf sich warten. Es ist endlich Herbst! Ganz offiziell. Freuen wir uns aufs bunte Laub und auf unsere Geburtstage! Ich grüße Euch, ihr Herbstgeborenen … moand da Huaba.




„Diese Kritik ist einfach nicht berechtigt“

Dieses ewige Gejammer, weil einmal im Jahr für eine Veranstaltung in der Altstadt ein paar Stunden lang Eintritt gezahlt werden muss. I konns nimma hörn! Als ob es nicht die anderen 364 Tage gäbe, um seine Bekannten in der Stadt oder sein Stammlokal ganz ohne Einlasskontrollen zu besuchen. Nein, genau an diesem Abend, genau bei „Wasserburg leuchtet“ muss man unbedingt in die Altstadt rein und sich über den Eintritt, den man entrichten soll, beschweren.

Ich kann es nur wiederholen: Veranstaltungen wie „Wasserburg leuchtet“, der Nachtflohmarkt oder das Weinfest locken Menschen aus der ganzen Region in unsere Stadt. Eine günstigere Werbung für unsere Gastronomie, unsere Geschäfte, Handwerker und Betriebe, für unsere städtischen Institutionen, für ganz Wasserburg gibt es nicht.

Ein bisserl über den Tellerand hinausschauen, täte dem einen oder anderen Kritiker sicher nicht schaden. Zum Glück geben tausende Besucher, die gerne bereit sind, für ein tolles Programm ein paar Euro zu berappen, den ehrenamtlichen Organisatoren dieser Veranstaltungen alle Jahre recht.

Ganz ehrlich: Wenn nicht solche „ehrenamtlichen Deppen“ wie die von „Wasserburg leuchtet“, die vom WFV, von den Inndammbibern, dem Fremdenverkehrsverein oder vom Theaterkreis ihre Freizeit opfern würden – ja, vielleicht, weil sie gerne etwas organisieren und sich freuen, wenn in ihrer historischen Stadt was los ist – wenn die alle Viere von sich strecken, dann möchte ich nicht wissen, wie viele sich nach ein paar Jahren dann wieder übers Sterben der Geschäfte und die Totenstille in einer reinen Schlafstadt beschweren würden …  moand da Huaba.




Da Huaba moand … ein mutiger Schritt!

Ein neues Konzept, ein generalsaniertes Haus, mehr als nur ein bisschen Farbe hier und da – das neue Innkaufhaus ist ein echter Hingucker, draußen wie drinnen. Und es bietet auf drei Etagen ein modernes Sortiment mit dem nötigen Hauch von Tradition. Für Wasserburg ist es geradezu überlebenswichtig. Es war und wird hoffentlich wieder ein Magnet für den ganzen Altlandkreis. Ohne das Innkaufhaus ist der Einzelhandel in der Stadt zumindest leicht in Schieflage. Heute wird das mit der Neueröffnung wieder gerade gerückt. Bleibt zu hoffen …

… dass es bei uns Kunden nicht nur beim Lippenbekenntnis bleibt: Einkaufen vor Ort, Einkaufen im Innkaufhaus, das heißt, die Stadt und den Altlandkreis stärken … moand da Huaba.




Ein überfälliger Wechsel!

Es war noch nie der modische Hit – diese grün-beige, nicht wirklich passgenaue Klei-
dung der bayerischen Polizei. Sie war zwar einst vom Modeschöpfer Heinz Oestergaard entwickelt und ab 1972 bei allen deutschen Landespolizeien und dem Bundesgrenzschutz eingeführt worden. Aber unglaubliche 45 Jahre ist das her – der Kragen verrät es: Nun weicht das triste und unförmige Grün-Beige also auch in unserer Region endlich einer hochmodernen, mit funktionellen Textilien ausgestatteten, zeitgemäßen Dienstkleidung. Außer der Farbe ändert sich allerdings für die Bürger nichts.

Die Polizei sorgt weiterhin bei Hitze, Kälte, Regen oder Schnee für die Sicherheit. Und immer 24 Stunden am Tag und in der Nacht … moand d‘Renate.




Ein Kino-Trailer zum Erbrechen

Wenn der Trailer zum neuen Film „Fack ju Göhte 3“ derzeit vorab in den Kinos gezeigt wird, dann lachen die einen und den anderen könnte man einen Eimer zum Erbrechen hinstellen! Ja, Teil 1 und Teil 2 waren größte Erfolge in der deutschen Kinogeschichte und mit Teil 3 soll nun, na klar, genau dort angeknüpft werden. Doch ausgerechnet in dieser Komödie aus einer Schule ist – dem Trailer nach zu urteilen – das (Bildungs-) Niveau in ungeahnte Abgründe gefallen. Er zeigt leider nur das …


Elyas M‘Barek macht sich in diesen wenigen Minuten des Trailers über die ertrinkenden Flüchtlinge im Mittelmeer lustig und die unglaubliche Chantal fragt eine Uschi Glas als Rektorin, „ob sie Hitler gekannt habe und wie er denn so gewesen sei“.

Eine, die für den großen Erfolg der beiden ersten Teile in der Hauptsache verantwortlich war – die Schauspielerin Karoline Herfurth als Lehrerin Elisabeth Schnabelstedt – macht
bei diesem Teil 3 nicht mehr mit. Trotz sicher lukrativer Lohn-Versprechungen. Danke, Karoline … moand d‘Renate.




Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Es war geradezu unglaublich: Wer am Pfaffinger Feuerwehrhaus irgendwann in den vergangenen vier Wochen auf d‘Nacht vorbei gekommen ist, der hat sie
täglich dort gesehen – die Mitglieder der Feuerwehr. „Scho wieda? Wos machan denn de do eigentlich“, werd se so mancher gfragt ham. Unzählige Stunden im Sonder-Trainings-Einsatz sozusagen. Mitten im Sommerurlaub! Und immer mit ganzem Herzen, um ihm im Notfall helfen zu können: Wem? Dem Nächsten …

Es ging und geht auch noch in dieser Woche bis zum morgigen Donnerstag um das nagelneue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF) der Gemeinde, das seit Mitte Juli in der Halle steht und ab der nächsten, spätestens der übernächsten Woche eingesetzt werden kann. Mit umfangreicher, moderner Ausstattung, bei der jeder Handgriff künftig sitzen muss. Deshalb die viele freie Zeit, die geopfert werden musste, um zu lernen. Ich vergaß etwas Besonderes für unsere so optimierte Ego-Gesellschaft zu erwähnen: EHRENAMTLICH! … erinnert d’Renate.




Da Huaba moand … lobenswert!

Sie sprießen seit Jahren aus dem Erdboden wie die Schwammerl im Herbst: Kreisverkehre. Kaum eine Gemeinde, kaum ein Ort in Stadt und Altlandkreis, der keinen sogenannten Kreisel hat. Sie sind in Mode – weil sie den Verkehr sicherer machen. Wie sicher, davon können zum Beispiel die Albachinger ein Lied singen. Jahrzehntelang gab es beinahe im Monatsrhythmus an der Kreuzstraße schwere und schwerste Unfälle. Seit dem Bau des Kreisverkehrs vor Jahren nicht einen einzigen mehr …


Auch in Eiselfing entschärft man jetzt einen Unfallschwerpunkt mit einem solchen Kreisel. Der Gemeinde war der Bau so wichtig, dass man sogar bei der Finanzierung dabei ist, obwohl man das nicht müsste.
Eine lobenswerte Einstellung, ein lobenswertes Projekt … moand da Huaba.




Unsere Glücksfee im Voistress

Jetzt musst ma aufpassen – ned, dass die Gewinnerin von unserer Sommer-Verlosung statt des Hotel-Gutscheins für Tirol de Kino-Kartn fürn Stoa in Edling griagt hod. Bei unsere zahlreichen Verlosungs-Aktionen und Gewinnspielen konn ma zur Zeit scho moi an Überblick verlieren. Ob Wellness-Kurzurlaub, Sommer-Festival in Albaching (siehe Plakat – lafft heid no bis Mittag 12 Uhr!), tolle Preise für den schönsten Bart in Stadt und Land oder einfach nur für einen tollen Freiluft-Abend mitm Gottwald Rainer seim Kino in Edling – derzeit hod de Losfee wirklich an ziemlichn Stress. Des Guade daran: Unsere Leser sind auf jeden Fall richtige Gewinner … gfreid se de Redaktion.




… ohne is aa nix!

Ganz gwiss, er macht a bisserl älter, ois ma wirklich is. A so a Bart, der hod scho wos Gstands, wos Solides. Und er is scho a ganz scheens Zeitl modern. Aba er hod aa seine Schattenseitn. Manchmoi vofangt se da Senft beim Weißwurstessen in de Barthaar, wos ned wirkle dekorativ is. Oda da Schaum vom Bier rinnt einem zwischen den Barthaaren hinunter und tropft auf das Hemad. Aa ned wirkle schee. Ganz bläd is da Bart beim Schnupfa, weil se da Schmeitzler gern unter der Nasn verfängt. Trotzdem sog i: Ohne, Bart is‘s aa nix. Und deshoib machan mia jetzt unsern haarigen Wettbewerb. Mia sand scho gspannt, wia de auschaugn werdn, de schönsten Bärt in Stadt und Altlandkreis Wasserburg. Mitmacha … moand da Huaba.

Siehe auch …

Des werd a haarige Sach!




Der Anderl meint: Es liegt am System

Nun zähle ich ja nicht unbedingt zu den Pessimisten unter der Sonne. Wäre dem so, wäre ich wohl schon längst wahnsinnig geworden und könnte keine Minute mehr ohne Albtraum schlafen. Und doch sehe ich in einer Sache ziemlich schwarz: Ich denke, dass die Schließung der Geburtshilfe in Bad Aibling nicht, wie mehrfach betont und von uns berichtet, nur erst einmal vorübergehend ist. Ich denke, es ist endgültig …

Ich glaube nämlich, dass es ein Tribut an unsere heutige Zeit ist. Oder wer will sich heute als Arzt oder als Hebamme noch den stressigen Dienst im Krankenhaus antun, wenn‘s anderswo mindestens genauso viel zu verdienen und mehr Freizeit gibt? Da liegt‘s am System allgemein. Ohne echten Anreiz dafür, in einer Klinik zu arbeiten, werden bald noch weitere Geburtshilfestationen bei uns schließen … meint der Anderl.




Ihr werdet mir fehlen …

Es riecht ein bisserl nach Dung, nicht zu scharf, eher mild. Durch den sanften Wind vom Inn herauf verdünnt, weht ein leichter Hauch von Stall. Ruhig und gelassen kaut das Viech meist auf dem Bauch liegend genüsslich auf irgendeinem Gewächs herum. Sinnbefreit, aber mit höchster Konzentration. Manchmal stößt es einen sanften, zurückhaltenden Ton aus, leise, wie das Summen eines verstellten Radios. Es bewegt sich nur, wenn es unbedingt muss. Sein Höcker hängt ihm lässig über die Schultern. Marschiert ein nervöser Waggerl laut bellend mit seinem Herrchen vorbei, macht es große Augen, das Kamel. Sonst nichts. Null, nada, niente. Die Kamele unten am Gries sind Inseln der Ruhe und Gelassenheit. Ich könnte sie stundenlang von unserer Terrasse aus beobachten. Leider nicht mehr lange. Am Sonntag ist Schluss mit Zirkus und Theater in Wasserburg. Kamele, ihr werdet mir sehr fehlen … moand da Huaba.




… schad eigentlich! Sehr!

Schad eigentlich, es wäre gestern Abend eine Chance gewesen. Eine Chance, gerade jetzt ein klares Zeichen zu setzen! Für die Wasserburger Altstadt mit den vielen Beschäftigten und deren Arbeitgeber, mit ihren Kunden und touristischen Gästen! Denn vor den Toren einer so schönen Stadt zwei kostenfreie Parkhäuser zu haben, das wäre etwas Besonderes geblieben. Ein Anreiz und ein Geschenk im Namen der Stadt.

Doch der entsprechende Zehn-Stunden-Antrag der CSU – auch im Namen des Wirtschaftsförderungsverbandes – wurde abgeschmettert. Das liebe Geld halt für den Stadtsäckel! Aber: Kann man die am Ende wohl rauskommenden 150.000 Euro pro Jahr Gewinn – wenn überhaupt – nicht anders reinholen?

Wo waren gestern die achtsam verfolgten Alternativen wie neue, attraktive Werbeflächen in den Parkhäusern und ihre Diskussion darüber? Dass es nur fair ist, monatelangen Dauerparkern einen Obolus – knapp 17 Euro im Monat – abzuverlangen, mag noch jeder verstehen. Ja und 1,50 Euro mögen pro Tag auch nicht viel Geld sein. Aber auf das ganze Jahr gesehen? Für eine halbtags arbeitende Mama in Wasserburg, eine Friseuse oder Bedienung, für den Geschäftsmann mit seinem kleinen Laden?

Kostenfreie Parkhäuser in Wasserburg – das war einfach anders! Erstaunlicher für alle! Ein Zeichen, einladend und gegen den Strom. Schad eigentlich, Wasserburg

… moand d’Renate.




Es trifft die Beschäftigten

Zum Einkaufen und Bummeln nach Wasserburg – das ist nicht nur wegen unserer tollen Altstadt bei vielen so beliebt, sondern auch, weil man sein Auto unkompliziert und vor allem kostenlos in den Parkhäusern und an der Rampe abstellen kann. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Geht es nach dem Willen der Mehrheit der Stadträte im Hauptausschuss, werden künftig nach vier Stunden Parkgebühren fällig. 

Vielleicht tut das den Kunden, die kurz mal einen Einkauf unternehmen und anschließend einen Kaffee trinken wollen, tatsächlich nicht weh – das ist in vier Stunden locker zu schaffen. Der Acht-Stunden-Arbeitstag für die Angestellten und Dienstleister in den Geschäften und Betrieben aber ist nicht nach vier Stunden vorbei. Sie und alle, die in der Altstadt arbeiten und von auswärts kommen, wären die Leidtragenden. Für sie gibt es künftig keine kostenlosen Parkplätze mehr. Für die Geschäfte, Praxen und Betriebe in der Altstadt wird es damit sicher nicht einfacher, geeignetes Personal zu finden. Mit einer Zehn-Stunden-Regelung wie von der CSU vorgeschlagen, könnten sicher alle leben. Und das Problem mit den Dauerparkern wäre vermutlich dennoch vom Tisch. Man darf gespannt sein, wie sich der Stadtrat am Donnerstag entscheidet… …. moand da Huaba.




… bitte nicht so!

Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Das freut uns stets sehr und darauf waren wir irgendwie schon ziemlich stolz: Die Leser der Wasserburger Stimme haben sich in den letzten Jahren als sehr tolerante, gemäßigte und sachverständige Kommentatoren ausgezeichnet. Doch seit ein paar Wochen verzeichnen wir immer wieder auf unserem Forum Beiträge, die extrem, diskriminierend oder einfach nur unter der Gürtellinie sind …

Manchmal gibt‘s da keinerlei Austausch von Argumenten mehr, sondern es wird einfach mit Beschimpfungen um sich geworfen. Unter dem Deckmantel der Anonymität.

Kommentare, die keinen sachlichen Inhalt haben, werden wir künftig noch rigoroser löschen. Im Namen aller, die wirklich was zu sagen haben … moand die Redaktion.




… a bissal mehr Respekt, bitte!

Eine kuriose Meldung gab gestern das Polizeipräsidium in Rosenheim heraus. In Geretsried war die Polizei am Feiertag von einer Frau alarmiert worden. Die fragte nach, ob die Demonstration, die gerade in der Ortsmitte stattfinde, auch genehmigt sei. Die Polizei musste die Frau aufklären, dass es sich um eine traditionelle Fronleichnams-Prozession handle, die seit Menschengedenken genehmigungsfrei sei. Für mich ist das schon ein bisserl schade, dass Tradition, Brauchtum und Glaube heute offenbar nicht mehr so im täglichen Leben verwurzelt sind und respektiert werden, wie das früher der Fall war. Sie glauben das nicht? Dann schauen Sie sich mal eine Fronleichnams-Prozession in Wasserburg an. Wenn die Gläubigen in der Altstadt gemeinsam beten, schert das die Menschen in den Cafes keinen Millimeter. Da wird weiter mit voller Lautstärke rumgealbert. Scho a weng respektlos. Und schod … moand da Huaba.




Eine gute Entscheidung!

Ein uraltes Gebäude mitten in der Altstadt, Büros und Sicherheitseinrichtungen, die an einigen Stellen an eine Gendarmerie-Station des letzten Jahrhunderts erinnern – die Polizeiinspektion Wasserburg ist in die Jahre gekommen. Deshalb war dieser erste Schritt zum Neubau auch so wichtig und dringend erforderlich. Der Freistaat Bayern, der für seine Landespolizei und damit auch für die Polizeigebäude zuständig ist, hat seinem Bezirk jetzt das Baugrundstück am ISK-Klinikum in Gabersee abgekauft. Damit ist das Projekt „Neue Polizeiinspektion“ ins Rollen gebracht …

Auch wenn man die zeitliche Schiene noch nicht abschätzen kann, eines steht jetzt schon fest: Der Standort ist gut gewählt – nahe an der B15, nahe an der B304 und dennoch nicht zu weit von der Altstadt entfernt … moand da Huaba.




… mach mit, Leben zu retten!

Heute ist der Weltblutspendetag! Es ist der 14. Juni, weil es der Geburtstag des österreichischen Arztes Karl Landsteiner (1868-1943) war, der im Jahre 1901 das AB0-System der Blutgruppen entdeckt hatte. Im Laufe eines Jahres gibt es bei uns immer wieder Zeiten, in denen das Aufkommen von Blutspenden geradezu stockt. Hierzu gehören besonders Ferienzeiten – so wie jetzt – zudem ist es die Zeit mit den vielen Feiertagen. Das bedeutet, dass immer wieder Operationen, geplante Eingriffe, verschoben werden müssen. Spender werben Spender, solche Aktionen gibt es auch bei uns. Es muss eine gesellschaftliche Aufgabe sein, sie zu unterstützen. In Wasserburg ist da ein schöner Ansatz: Vereine rufen ihre Mitglieder dazu auf, geschlossen am Blutspendetermin teilzunehmen. Unser Foto zeigt als Beispiel die Wasserburger Stadtkapelle. Eine absolut nachahmenswerte Idee … moand d’Renate.




… ein Prosit auf de Taxler!

Prost auf dem Wasserburger Frühlingsfest – aber nicht zu sehr übertreiben! Denn das kann dann doch teuer werden. Ein Fall aus der Praxis: Ein trinkfester (?) Volksfestbesucher ließ sein Auto nach ein paar Maß auf der Münchner Wiesn lieber stehen und nahm ein Taxi. Vernünftig! Nach nur kurzer Zeit wurde ihm allerdings übel und er musste sich im Taxi übergeben. Das Taxi musste daraufhin natürlich gereinigt werden, außerdem konnte der Taxifahrer während der Reinigung keine anderen Fahrgäste befördern. Die Reinigungskosten und den Verdienstausfall wollte der Taxifahrer ersetzt haben. Zu Recht, wie das Amtsgericht München urteilte: Wer alkoholisiert ein Taxi besteige, der müsse auch damit rechnen, dass ihm übel werde und er sich übergeben müsse. Das Taxi zu verunreinigen, stellt eine Pflichtverletzung des Beförderungsvertrages dar, der Fahrgast muss daher den Schaden ersetzen. In diesem Sinne: Prost auf dem Frühlingsfest, das Auto stehen lassen und vernünftig bleiben beim Trinken! Dann haben auch die Taxler eine schöne Zeit … moand da Bastian A. Wernthaler, Rechtsanwalt in Wasserburg.




Schee is des, dass de do sand

Des hod‘s no nia ned geben, auf unserm Frühlingsfest in Wasserburg. Eine echte Sanitätswache. Wenn ich mir meine Löwenpranke irgendwo anhauen tu oder mein Löwenschädel an einen Balken im Festzelt knallt, weil der Seegang zu heftig gwesn is, gibt‘s jetzt Erste Hilfe aus erster Hand. Die Johanniter und das BRK aus Wasserburg sind ab Freitag direkt am Eingang hinter der Wiesn-Alm beim Fit&Fun zu finden. I hoff, ich brauch ned all zu oft eine Sanitätsversorgung. Aba wer woaß! Schee is‘s auf jeden Foi, dass de Helfer do sand. Und beruhigend … moan i, da Wasti, eier Frühlingsfestlöwe.




Volltreffer, Deutsche Telekom!

Volltreffer, Deutsche Telekom! Ausgerechnet heid is da Mänätscha vo da Telekom in Wasserburg gwen und hod mit unsam Buagamoasta an Vodrog unterschrimm, dass a‘s Internet in a paar obglegne Ortsteile vo Wasserburg no schneller werdn soi. No schneller? Schön wär‘s, wenn‘s überhaupt funktioniert. 16 Stunden war seit gestern Omd bei da Telekom komplette Funkstille. An Hauffa Anschlüsse in da Oidstod sand betroffn gwen. „Flächenstörung“ hoaßt des im Telekom-Deutsch. A Panne, a Fehler – des konn jedm passiern. Aba guad wär‘s, wenn man dann de Leut, de betroffen sand, a bisserl informiert.

Zum Beispiel, wia lang de Störung dauert. Vielleicht sogar mit na kloana Entschuldigung. Bei da Telekom, do brauchst auf so wos ned hoffa. Do konnst de auf a Anfrage no saublöd oredn lossn … moand da Huaba.




Der Anderl ist … ein Glückskind?

Fast täglich könnte ich mehrere Schnäppchen machen, Unsummen an Geld für Versicherungen sparen und darüber hinaus noch Gewinne in Lotterien abholen, bei denen ich noch nie mitgespielt habe. Kurz: Mein E-Mail-Postfach ist täglich randvoll mit derartigen positiven Meldungen. Auch telefonisch werde ich bestens versorgt. Ständig rufen mir unbekannte Menschen von mir völlig unbekannten Nummern aus an, um mir jede Menge Kostenersparnisse zu geben oder – noch besser – mir tolle Gewinne auszuzahlen. Einfach so. Das kann eigentlich nur daran liegen, dass ich ein ausgesprochenes Glückskind sein muss …

Denn warum sonst sollte ich ständig derart verlockende Angebote bekommen? Ob ich tatsächlich mal eins davon annehmen sollte?

Jetzt aber mal die Ironie aus. Ich habe mir schon überlegt, ob ich eine automatische Mail-Antwort mit
dem Text „Schleicht‘s euch!“ verfassen soll. Es nervt nur noch … moand da Anderl.