Fragen der ÜWG Pfaffing an den Bürgermeister zum Baugebiet bei Werfling: Die Antworten

Der Pfaffinger ÜWG-Gemeinderat Tobias Forstner hat das neue, große Baugebiet West 5 bei Werfling fest im Blick – so auch in der jüngsten Rathaus-Sitzung: Gleich zu Beginn hatte er nachgefragt, warum das dort geplante Einheimischen-Modell nun in der nichtöffentlichen Sitzung behandelt werde? Es gebe doch dafür gar keinen Grund. Es sei ein öffentliches Thema, das auch öffentlich zu behandeln sei. Bürgermeister Josef Niedermeier entgegnete daraufhin, dass das Thema erst in der nächsten März-Sitzung öffentlich werde, aber jetzt gebe es etwas nichtöffentlich vorzuberaten.

Gegen Ende der Sitzung stand dann zu selbigem Baugebiet Pfaffing-West 5 als „Anfrage von ÜWG-Gemeinderat Forstner“ die Beantwortung einer Reihe von Fragen der ÜWG Pfaffing auf der Tagesordnung. Diese Fragen waren im vergangenen Jahr am 1. Juni als schriftlicher Antrag an den Bürgermeister eingereicht worden – wie berichtet. Die Wählergruppierung hatte sich zum weiteren Vorgehen dort schlecht informiert gefühlt, nachdem das Baugebiet schon lange voll erschlossen war.

Hintergrund

Das wurde Ende Juni bei der Bürgerversammlung dann bekannt gegeben vom Bürgermeister: Vergeben werden beim Baugebiet West 5 in einem Einheimischen-Modell 19 Einzel-Grundstücke und zwei Doppelhaus-Grundstücke (also vier Parzellen) auf einer Fläche von gesamt über 15.000 Quadratmetern. Bedeutet: 23 Familien / Interessenten / junge Leute kommen hier zum Zuge (siehe blau-markierte Flächen).

Insgesamt sind dort sechs große Mehrfamilienhäuser – davon drei große, kommunale Grundstücke mit je neun Wohneinheiten (also insgesamt 27 Wohnungen) – vorgesehen und insgesamt 42 Haus-Parzellen (Einfamilien- und Doppelhaushälften) werden auf dem ganzen Areal einmal stehen.

Die schriftlichen Fragen der ÜWG Pfaffing an den Bürgermeister beantwortete dieser in der jüngsten Sitzung nun so:

– Welche Anzahl tatsächlich interessierter Bauwilliger („konkrete Anfragen“) gebe es zu dem Bauvorhaben? Aufgeteilt in Gemeindebürger sowie Externe …

Bürgermeister Josef Niedermeier berichtete in der jüngsten Sitzung, dass aus Pfaffing selbst 60 Anfragen eingegangen seien, aus der Region Albaching/Edling 75 Anfragen und aus der weiteren Umgebung 111 Anfragen.

In der Sitzung wurde deutlich gemacht von der Gemeindeverwaltung, dass es sich hier lediglich um Interessens-Bekundungen handele und nicht bereits um wirkliche Bewerbungen … 

– Wie ist die Preiskalkulation gedacht dort? Als Einheimischen-Modell mit Baulandpreisen oder Erbpacht?

Niedermeier betonte, nachdem der Grunderwerb jetzt abgeschlossen worden sei, könne man nun die Grundstückspreise und die Erschließungskosten berechnen.

– Wie ist die Zahl der Bauparzellen im ersten Bauabschnitt gedacht und wieviele verfügbare Baugrundstücke gibt es in der Gemeinde noch?

Die Festlegung der Grundstücke erfolge in der nachfolgenden, nichtöffentlichen Sitzung.

– Wie ist der zeitliche Ablauf gedacht zur Bekanntgabe und zur Vergabe im Baugebiet bei Werfling?

Der Rathauschef gab bekannt, dass ja erst nach der Festlegung der Kriterien und nach einem Beschluss über die Grundstückspreise das Vergabeverfahren gestartet werden könne. Der Start des Verfahrens sei aber noch in der aktuellen Legislatur angedacht, also vor dem Mai …

– Wie ist der Sachstand zur geplanten Nahwärme-Versorgung und welche Maßnahmen sind konkret geplant?

Niedermeier sagte, Informationen würden dazu in der nächsten Sitzung folgen.

– Drei große Mehrfamilienhäuser sollen dort von der Gemeinde entstehen – wie ist der Plan zur Errichtung, Finanzierung und Nutzung dieser Häuser?

Das seien alles Tagesordnungspunkte für eine der kommenden Gemeinderatssitzungen, so Niedermeier abschließend.

Die Begeisterung des ÜWG-Gemeinderates Tobias Forstner hielt sich nach diesen Antworten in Grenzen, wie er sagte – er habe sich nach langen acht Monaten Wartezeit mehr erwartet gehabt, betonte er.

Konkret wollte er wissen: „Kann dort heuer gebaut werden? Ja oder nein?“ Pfaffings Bürgermeister Niedermeier antwortete: „Ja, davon gehen wir aus.“

Und wie wolle die Gemeinde Pfaffing bei dem denkmal-geschützten Stadl dort im Baugebiet vorgehen? Diese Frage hing für den ÜWG-Gemeinderat weiterhin ohne Antwort im Raum, nachdem er das Thema bereits in der vergangenen Sitzung gesondert angesprochen hatte (wie berichtet). Er müsse hier nachhaken, so Forstner, weil er vermeiden wolle, dass das Thema mit so viel Potential auf der Strecke bleibe.

Er hatte vor einem Monat ein Konzept für den Stadl-Bereich angefragt und vorgeschlagen, mit dem heimischen Planungsbüro „Kammerl + Kollegen“ in Pfaffing dieses zu konkretisieren.

Bürgermeister Josef Niedermeier sagte, man sei noch nicht dazugekommen …

Fotos: Renate Drax

 

 

Schaufenster