Landratsamt meldet am Nachmittag: Zehn Tage lange Störung beim Abruf der Labormeldungen am Gesundheitsamt endlich behoben


Die unglaubliche zehn Tage lange Störung beim Abruf der elektronischen Corona-Labormeldungen am Gesundheitsamt Rosenheim – sie ist offenbar jetzt behoben! Das meldet das Landratsamt am heutigen Mittwochnachmittag. Jetzt gelte es, den durch die tagelange Zwangspause verursachten Rückstand an Meldungen Neuinfizierter abzuarbeiten. Dieser umfasse etwa 6.000 Meldefälle.


„Die positiv getesteten Personen werden nunmehr unter Hochdruck durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auf digitalem und postalischem Weg über ihre Infektion und über die gesetzlichen Pflichten zur Quarantäne informiert.

Uns ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, dass die Prozesse nunmehr wieder in Gang gekommen sind. Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern entschuldigen, die wir in den letzten zehn Tagen nicht kontaktieren konnten. Dieser bislang einzigartige EDV-Fehler hat die beteiligten Behörden und Fachfirmen vor eine extreme Herausforderung gestellt“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes.

Durch ein Großaufgebot an Experten aus den Firmen eines externen Dienstleisters, dem Robert Koch-Institut, dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und der Entwicklerfirma des Softwareprodukts sowie unter Moderation des Bayerischen Gesundheitsministeriums habe heute im Rahmen einer Videokonferenz die Ursache der Störung beim Abruf der Labormeldungen am Gesundheitsamt Rosenheim eingegrenzt und eine Strategie zur Lösung erarbeitet werden könne …

Zunächst seien alle Labormeldungen ab dem 1. März abgerufen worden oder es werden sie. Für die Daten vom 27. und 28. Februar sei die Problemlösung aufwändiger, da die etwa 20.000 Dateien, die noch auf dem DEMIS-Server liegen, separat in „Handarbeit“ gesichtet und abgerufen werden müssten. Das werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es aus dem Landratsamt.

Am 27. Februar sei durch einen anwenderseitigen Fehler eines Labors bei der Labordaten-Übermittlung eine ‚extrem große Datenmenge von Laborbefunden‘ produziert worden, die dann beim Versuch des Abrufs durch das Gesundheitsamt zu dieser zehn Tage langen Störung geführt habe …