Morgen ist in Finnland das Staffel-Rennen mit Franzi Preuß aus Albaching - Geschockt vom Kriegsgeschehen in der Ukraine


Morgen ist das Staffelrennen im Biathlon-Weltcup von Finnland – eigentlich der Corona-Ersatz vom belarussichen Minsk. Und nun ist alles ganz anders. Die Gedanken bei den Menschen in der Ukraine, bei den so mental nahen Sport-KollegInnen der Ukraine aus ihrem Wettkampf. Geschockt von den Kriegsgeschehnissen in deren Land. Der Sport will vereint für den Frieden und die Freiheit und die Demokratie eintreten. Denn genau dafür steht er. Franzi Preuß aus Albaching und das ganze deutsche Biathlon-Team – sie wollen beim ersten Weltcup nach den Olympischen Winterspielen für die Ukraine ab morgen in Finnland ein Zeichen setzen.


Man wolle irgendwie mithelfen und den die ganze Welt so verbindenden Sport leben lassen. Aber sich vorstellen, wie das alles weitergehen werde, das könne man nicht, sagen die Biathleten.

Morgen ist die Staffel der Frauen, die mit Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franzi Preuß und Denise Herrmann bei Olympia noch so strahlend Bronze geholt hatte. Aber wie kann man morgen den Kopf frei bekommen, auf Scheiben schießen und die Welt einfach verdrängen?

Im Namen des Sports sollen die Athleten das schaffen. Als Sport-Profis.

Am Samstag ist auch noch der Sprint und am Sonntag ist der Verfolger angesetzt. Dann würde es nächste Woche eigentlich nach Estland gehen – erstmals im Weltcup.

Das ukrainische Biathlon-Team – es wird bei den letzten drei noch anstehenden Weltcups nicht mehr dabei sein. Einige Athletinnen und Athleten, die noch vor wenigen Tagen in Peking am Start waren, wurden nun eingezogen. Sie kämpfen jetzt in ihrem Heimatland für die Freiheit. Und um ihr Leben.

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