Wie sich die Pandemie auf die emotionale, mentale und körperliche Gesundheit der Kinder und Jugendlichen auswirkt


In fast jeder ihrer Klassen sitzen nach Einschätzung bayerischer Gymnasiallehrer Kinder oder Jugendliche, für die eine psychosoziale Unterstützung zur Bewältigung der Corona-Krise notwendig erscheine. Diese alarmierende Nachricht am heutigen Mittwochnachmittag …


In rund zwei Drittel der Klassen benötigen demnach bis zu drei Schüler Hilfe, in etwa jeder fünften aller Klassen seien es sogar bis zu sechs Schüler – wie eine am heutigen Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Bayerischen Philologenverbands unter 1800 Mitgliedern ergab. 

Nach Einschätzung der Lehrkräfte habe sich die Situation keineswegs verbessert, wird der Vorsitzende des Philologenverbands, Michael Schwägerl, vom BR zitiert. 63 Prozent der Lehrer würden im Vergleich zum letzten Schuljahr eine Verschlechterung mit Blick auf die psychosozialen Probleme der Schülerinnen und Schüler sehen, so das Ergebnis der Umfrage.

Dies liege nach Einschätzung eines Beratungslehrers auch daran, dass bei der Befragung im Vorjahr durch den Distanzunterricht viele Notlagen – bis hin zu Selbstverletzungen oder Suizidgedanken – völlig unbemerkt geblieben seien.

Dringend brauche es mehr Stunden für Schulpsychologen und Beratungskräfte, am besten im Umfang von einer Lehrerstelle pro Schule – so das Fazit heute.

Quelle BR