Weil die Straßenmeisterei nach Schechen zieht: Innspitz wird für Neunutzung frei

Die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamtes Rosenheim an der Greidererstraße 10 befindet sich auf einem strategisch bedeutsamen Grundstück direkt am Innspitz. Dort, wo Mangfall und Inn zusammenfließen und dort, wo auch heuer wieder viele Live-Acts beim beliebten „Kulturstrand-Event“ stattfanden. Mit der geplanten Verlagerung der Straßenmeisterei nun nach Schechen wird das Areal für eine Neunutzung frei. Die Rosenheimer CSU-Fraktion will den Innspitz deshalb zu einem neuen Stadtquartier entwickeln – unter dem Motto: „Leben am Fluss“.

Die CSU hat einen Antrag an Oberbürgermeister Abuzar Erdogan gestellt, Kaufverhandlungen mit dem Freistaat Bayern über das Grundstück der Straßenmeisterei am Innspitz aufzunehmen. Gleichzeitig solle die Stadtverwaltung ein städtebauliches Gesamtkonzept unter dem Leitbild „Leben am Fluss“ erarbeiten, dass Wohnbebauung, Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsflächen sowie öffentliche Zugänge zum Wasser vorsieht.

„Ein echtes Filetstück – Rosenheim muss jetzt handeln“

CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller unterstreicht die strategische Bedeutung des Antrags: „Der Innspitz ist ein großes Entwicklungsareal in dieser einzigartigen Lage am Wasser. Wenn die Straßenmeisterei nach Schechen geht, dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wie dieses Filetstück anderweitig verwertet wird. Rosenheim muss als Erstes am Verhandlungstisch sitzen. Unser Ziel ist ein lebendiges neues Quartier, in dem Wohnen, Gastronomie, Kultur und Naherholung am Wasser zusammenkommen, ein echtes ‚Leben am Fluss‘, wie es unsere Stadt bisher noch nicht kennt.“

Bergmüller betont zudem die wohnungspolitische Dimension: „Rosenheim braucht dringend mehr Wohnraum – für junge Familien, für Seniorinnen und Senioren, für Menschen mit mittleren Einkommen. Der Innspitz bietet die seltene Chance, attraktives und gleichzeitig bezahlbares Wohnen in unmittelbarer Flusslage zu schaffen. Diese Gelegenheit kommt nicht wieder.“

„Die Chance ist da, jetzt müssen wir sie ergreifen“

Der Zweite Bürgermeister Daniel Artmann habe als Mitglied des Bayerischen Landtags bereits seit mehreren Monaten Vorgespräche mit der Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) geführt, mit ermutigenden Ergebnissen. „Ich stehe seit einigen Monaten in engem Austausch mit der IMBY und den zuständigen Stellen in München. Die Rückmeldungen stimmen mich sehr zuversichtlich. Denn der Freistaat ist grundsätzlich bereit, über einen Verkauf an die Stadt Rosenheim zu sprechen. Diese Tür steht offen und wir sollten sie jetzt entschlossen durchschreiten. Der Innspitz hat das Potenzial, ein echtes Leuchtturmprojekt zu werden, nicht nur für unsere Stadt, sondern für die gesamte Region.“

Artmann ergänzt: „Wo Inn und Mangfall zusammenfließen, liegt einer der schönsten Orte Rosenheims und bisher nutzen wir dieses Potenzial kaum. Mit dem Leitbild ‚Leben am Fluss‘ können wir das ändern.

Ein neues Quartier stellt sich die CSU vor, das Rosenheim ein ganz neues Lebensgefühl schenken soll: Ein Biergarten direkt am Wasser, Konzerte unter freiem Himmel, Spazierwege entlang des Ufers und mittendrin Wohnraum für Menschen, die sich das Leben in der Stadt auch leisten können. 

Konkret mit vier zentralen Bausteinen:

  1. Wohnbebauung mit einem angemessenen Anteil an gefördertem und bezahlbarem Wohnraum.
  2. Gastronomie zur Belebung des Areals und Stärkung der Aufenthaltsqualität am Wasser.
  3. Kultur und Musik durch die Schaffung von Frei- und Veranstaltungsflächen für kulturelle Nutzungen, Live-Musik und Begegnung.
  4. Öffentliche Freiräume und Wasserzugänge zur Aufwertung des Inn-Uferbereichs als Naherholungsraum für alle.

 

 

 

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