Kreisliga-Match beim SV Westerndorf-St. Peter in der zweiten Halbzeit gedreht
Der FC Grünthal musste sich am Ende am vierten Spieltag der Fußball-Kreisliga beim SV Westerndorf-St. Peter mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Nach einem schwachen ersten Durchgang und einem 0:1-Rückstand drehten die Grünthaler nach der Pause die Partie innerhalb weniger Minuten. Trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung reichte es am Ende jedoch nicht zum Auswärtssieg. Ein umstrittener Elfmeter brachte Westerndorf zurück ins Spiel. In der Schlussphase hatten die Gäste sogar noch mehrfach den Siegtreffer auf dem Kopf und Fuß – am Ende blieb es jedoch bei einer Punkteteilung, die sich für Grünthal eher wie eine Niederlage anfühlte.
Schwungvoller Beginn – Westerndorf geht in Führung
Die Partie auf dem Sportgelände in Westerndorf St. Peter begann schwungvoll. Bereits in der 5. Minute stellte eine Hereingabe des starken Güven Tuncali den Grünthaler Keeper Stephan Kumpfmüller jedoch vor keine größeren Probleme.
Nur vier Minuten später kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das Tor. Jakob Schuster setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte den Ball in die Mitte. Michael Hochrinner legte für Sebastian Eßer ab, dessen Abschluss aus rund 16 Metern Heimkeeper Simon Rott zu einer ersten Parade zwang.
In der Folge blieb Grünthal zunächst am Drücker. Ein Steckpass von Michael Huber drohte gefährlich zu werden, doch Simon Rott kam rechtzeitig heraus und konnte den Ball abfangen.
Das erste Tor des Abends erzielte anschließend allerdings die Mannschaft von Neu-Trainer Steen Lanemaa. Güven Tuncali wurde auf dem rechten Flügel freigespielt, zog nach innen und schloss aus rund 18 Metern ab. Sein Schuss war für Kumpfmüller nicht zu halten – 1:0 für die Hausherren.
Mit der Führung im Rücken wurde Westerndorf zunehmend stärker. Grünthal leistete sich zahlreiche individuelle Fehler und baute das Spiel teilweise zu hektisch auf. Dadurch entstanden zwar einige Halbchancen, wirklich gefährlich wurde es für die Westerndorfer Defensive jedoch nicht mehr.
Kurz vor der Pause bot sich den Hausherren dann sogar die große Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Simon Fuchs verlängerte den Ball auf Julian Stix, der plötzlich allein auf Stephan Kumpfmüller zulief. Im direkten Duell blieb der Grünthaler Schlussmann jedoch Sieger und bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Parade vor dem zweiten Gegentreffer.
Danach war Halbzeit. Aufgrund der schwachen Phase der Gäste ging Westerndorf mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabine.
Grünthal dreht die Partie
Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit änderte sich das Bild allerdings komplett. Durch die Einwechslung von Ahmed Sabic kam deutlich mehr Struktur in das Spiel der Mannschaft von Trainer Sinicki.
Grünthal agierte nun aggressiver und presste höher. Michael Hochrinner setzte die Heimabwehr früh unter Druck und eroberte den Ball. Die anschließende Hereingabe von Sebastian Eßer konnte Simon Rott jedoch noch entschärfen.
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In der 51. Minute war der Westerndorfer Keeper dann machtlos. Matthias Huber eroberte den Ball und Jonas Grunder bediente Sebastian Eßer. Dessen Flanke fand am langen Pfosten Jakob Schuster, der den Ball wunderbar einköpfte. Für Schuster war es das erste Kreisliga-Tor – entsprechend groß war der Jubel beim Grünthaler Anhang.
Und Grünthal legte sofort nach.
Nur vier Minuten später klingelte es erneut im Gehäuse der Heimelf. Ein langer Ball wurde in die Spitze gespielt, Matthias Huber kam zum Abschluss und Sebastian Eßer tauchte anschließend allein vor Simon Rott auf. Der Westerndorfer Schlussmann parierte zunächst stark, doch Ahmed Sabic schaltete am schnellsten und köpfte den Abpraller zum 2:1 für Grünthal ins Tor.
Die zahlreich mitgereisten und wie immer lautstarken Fans aus Unterreith feierten die Wende.
Westerndorf kommt zurück
Nach dem Doppelschlag wurde Westerndorf wieder stärker und drängte auf den Ausgleich. Erneut war es Güven Tuncali, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Niklas Schmid war jedoch aufmerksam und klärte stark zur Ecke.
In der 67. Minute hatte Jakob Schuster beinahe seinen Doppelpack geschnürt. Sein Abschluss prallte jedoch vom Pfosten zurück ins Spielfeld.
Wenig später schwächte sich die Heimelf selbst. Der kurz zuvor eingewechselte Adem Krsic wurde in der 73. Minute wegen einer Beleidigung des Feldes verwiesen und musste vorzeitig zum Duschen.
Die numerische Überlegenheit gab Westerndorf nochmals zusätzlichen Auftrieb. In der 78. Minute bekamen die Hausherren einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Marinus Jackl im Strafraum zu Fall gebracht worden war.
Dmytro Zubkov übernahm die Verantwortung. Kumpfmüller ahnte die Ecke und war bereits unterwegs, doch der Ball schlug flach und unhaltbar links unten ein – 2:2.
Grünthal mit Chancen auf den Siegtreffer
Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht unterkriegen und hatten in der Schlussphase sogar noch mehrere Möglichkeiten, die drei Punkte mit nach Unterreith zu nehmen.
In der 85. Minute setzte Stefan Köbinger einen Freistoß gefährlich in den Strafraum. Matthias Huber kam zum Kopfball und zwang Simon Rott erneut zu einer starken Parade.
Kurz darauf hatte der eingewechselte Tim Schmid die erneute Grünthaler Führung auf dem Fuß. Nach Vorarbeit von Ahmed Sabic kam Schmid aus rund 18 Metern halbrechter Position zum Abschluss. Doch auch diesmal blieb Rott Sieger und parierte den Schuss.
Mit dem Schlusspfiff folgte schließlich die wahrscheinlich größte Chance auf den Siegtreffer. Stefan Köbinger brachte eine Ecke perfekt in den Fünfmeterraum der Heimelf. Philipp Assnebeck kam zum Kopfball, setzte diesen jedoch denkbar knapp über die Latte.
Danach war Schluss in Westerndorf.
Unterm Strich muss der FC Grünthal mit dem Punkt leben. Zur Halbzeit hätte man einen Punkt angesichts des schwachen ersten Durchgangs sicherlich sofort unterschrieben. Nach der starken Aufholjagd und der zwischenzeitlichen 2:1-Führung fühlt sich das Unentschieden am Ende jedoch eher wie eine Niederlage an.
Nächste Aufgabe wartet bereits
Viel Zeit zum Hadern bleibt allerdings nicht: Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der FC Grünthal die Bayernliga-Reserve vom TSV 1860 Rosenheim, die aktuell die Tabelle anführt. Gegen den Spitzenreiter will die Mannschaft alles in die Waagschale werfen, vor allem körperlich dagegenhalten und die drei Punkte in Unterreit behalten.
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