Gegen Gäste vom Chiemsee: Nach der Pause elf gelbe Karten - Zwei Platzverweise pro Team

Im zweiten Heimspiel der Saison verlor Neu-Kreisligist Babensham am gestrigen Sonntag knapp mit 1:2 gegen den SV Seeon/Seebruck und kassierte damit die zweite Niederlage in Folge. Zwei individuelle Fehler und eine Vielzahl an vergebenen Torchancen verhinderten einen durchaus verdienten Punktgewinn. Für die Gäste vom Chiemsee waren dies die ersten drei Punkte der Saison.

Beide Mannschaften brauchten zu Beginn der Partie keine große Anlaufzeit und so entstand bereits zur Anfangsphase ein offener Schlagabtausch. Nach einer Unstimmigkeit in der Babenshamer Hintermannschaft klingelte es bereits nach zwei Minuten im Kasten der Hausherren. Seeons Markus Seil war der Nutznießer und musste den Querpass nur noch einschieben. 0:1. Der TSV war aber keineswegs geschockt und drückte auf den sofortigen Ausgleich.

Nachdem zwei erzielte Tore innerhalb von fünf Minuten aufgrund einer Abseitsposition aberkannt wurden, war es Sebastian Freiberger in der 14. Spielminute, der nach schöner Vorarbeit von Tim Huber alleinstehend vor dem gegnerischen Tor cool blieb und zum verdienten Ausgleich traf.

Babensham war nun klar tonangebend, doch in der 16. Minute hatte der Gastgeber Glück, denn die „Chiemseekicker“ vergaben einen Elfmeter. TSV-Keeper Manu Stadler fischte den Ball aus dem Eck.

Inmitten der ersten Hälfte dann eine Schrecksekunde für den TSV – Torschütze Sebastian Freiberger blieb im Rasen hängen und musste mit Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung vom Platz getragen werden. Dieser reiht sich nun in das mittlerweile angewachsene „Lazarett“ der Babenshamer ein.

Zu allem Überfluss gingen die Hausherren mit dem Halbzeitpfiff auch noch in Rückstand. Nachdem der Ball im Strafraum nicht konsequent geklärt werden konnte, war es Babenshams Andi Söllner, der den scharfen Querpass nur noch ins eigene Tor klären konnte. 1:2.

Nach dem Seitenwechsel kam es im Vergleich zur ersten Hälfte zu weniger Torraumszenen.

Die Partie blieb weiterhin umkämpft und führte zu mehr hart geführten Zweikämpfen.

Nachdem die Unparteiische Elisabeth Wagner im ersten Spielabschnitt noch eine großzügige Linie hielt, griff sie mit Zunahme der Foulspiele härter durch. Dies sollte sich auch schnell in der Kartenbilanz des Spiels verdeutlichen, denn in den zweiten 45 Minuten gab es insgesamt elf gelbe Karten – darunter vier Mal gelb-rot – jeweils zwei Platzverweise pro Team.

Dies hatte folglich auch deutliche Auswirkungen auf den Spielfluss beider Mannschaften. Die Hausherren agierten im Schnitt deutlich länger, teilweise sogar in doppelter Unterzahl, kamen aber dennoch immer wieder gefährlich vor das Tor. Die beste Chance hatte TSV-Kapitän Patrick Schmid kurz vor Ende der Partie, doch der wuchtige Kopfball wurde gerade noch auf der Linie geklärt, auch der Nachschuss durch von Nicki Frank blieb an der vielbeinigen Abwehr hängen. Am Ende blieb es somit beim aus Sicht der Gäste glücklichen Auswärtssieg,

Für den TSV Babensham stehen nun harte Wochen bevor, denn nach zwei Niederlagen in Folge und einem deutlich dezimierten Kader werden die kommenden Aufgaben nicht leichter. Der nächste Prüfstein wartet am kommenden Samstag beim Mitaufsteiger SV Au.

PS

Fotos: TSV Babensham

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