Auch gestern wieder neun Pkw am Haken - Und die Polizei als Schuhmacherei

Die Polizei zeigt sich zufrieden nach dem friedlichen und fröhlichen Start des Rosenheimer Herbstfestes. Die gelöste Stimmung am gestrigen Sonntag auf dem Festplatz und in den Festzelten konnte auch durch einige wenige Störenfriede nicht bedeutend gestört werden. Bei wunderbarem Wetter war der Festplatz schon zur Mittagszeit gut besucht. Vor allem Familien nutzten dabei den Nachmittag für einen Herbstfestbesuch.

Rettungswege und Behindertenparkplätze bilden einen Schwerpunkt bei der polizeilichen und kommunalen Verkehrsüberwachung. Wie am Eröffnungstag, so mussten auch am gestrigen Sonntag erneut verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden.  Neun Verkehrsteilnehmern dürften deshalb überrascht gewesen sein, als sie bei Rückkehr zum Standort ihres Pkw feststellen mussten, dass das Fahrzeug „verschwunden“ war. Während die Fahrzeuge an den berühmten Haken genommen und abgeschleppt wurden, schlagen nun für die fehlende Parkmoral der Fahrzeugführer auch noch ein Verwarnungsgeld und Abschleppkosten in Höhe von rund 400 Euro zu Buche.

Die Polizei als Schuhmacherei – um ehrlich zu sein, ein Meisterstück – siehe Foto – wurde da nicht von der Polizei kreiert, wie sie selbst meldet. Aber als ein Wiesnbesucher hilfesuchend bei den Beamten erschien und dabei seine abgerissene Schuhsohle vorzeigte, war Not am Mann angesagt. Da es unter der Wiesnwache dann am erforderlichen Schuhmacher-Fachwissen mangelte und schon gar nicht geeignetes Reparaturwerkzeug vorhanden war, wurde das polizeiinterne „Notfall-Schuhreparatur-Programm“ abgerufen. Klebeband ringsrum, gut und fest angedrückt und fertig ist das gute Stück. Wie lang die Eigenproduktion dann hielt, ist der Wiesnwache nicht bekannt. Zumindest wollte der Besucher noch ein Fahrgeschäft besuchen und dann aber eh nach Hause gehen.

Neue Deko fürs Kinderkarussell – kurz nach Betriebsende am Festgelände ging ein 23-jähriger Rosenheimer an einem Kettenkarussell vorbei. Sein Radl schob er dabei neben sich her. Plötzlich hob er seinen Drahtesel hoch und warf dies im hohen Bogen gegen das Fahrgeschäft. Dort blieb das Radl dann auf einer Trittfläche des Fahrgeschäfts lieblos liegen. So richtig passend war das Fahrrad jetzt nicht im Karussell – weder als Deko, noch als Mitfahrgelegenheit. Mit über 1,50 Promille drehte sich bei dem jungen Mann in seinem Kopf auch ohne Fahrt wohl so einiges. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und ein Wiesnverbot waren die Folgen.

Da bin ich wieder – große Freude herrschte bei der Wiesnwache nicht, als sie gegen 22.30 Uhr, erneut auf einen 23-jährigen Österreicher aus Hochfilzen trafen. Bereits gut eine Stunde zuvor war der Alkoholisierte aufgefallen, weil er ständig in einen Zeltbetrieb wollte, der Zutritt ihm aber verwehrt wurde. Die Wiesnwache verwies ihn vom Festplatz und gab ihm den Tipp, jetzt doch lieber nach Hause zu fahren. Den gut gemeinten Rat nahm er nicht an, denn wieder wurde er am Festgelände von der Wiesnwache angetroffen. Jetzt kam es zum Check-In im Hotel Polizei-Rosenheim und mit seinen rund drei Promille durfte er dort seinen „Rausch“ ausschlafen.

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