Sicherheit der Rosenheimer Wiesn-Besucher großgeschrieben - Ein Überblick

 

Es geht los: Am kommenden Samstag, 29. August, heißt es auf der Rosenheimer Wiesn wieder: „Ozapft is!“ – wie berichtet. Damit auch das 164. Herbstfest sicher und reibungslos ablaufen kann, hier einige Hinweise der Polizei …

Wenn ab dem 29. August wieder rund eine Million Besucher auf der Loretowiese erwartet werden, liegt der Rosenheimer Inspektion, die Sicherheit der Wiesn-Besucher ganz besonders am Herzen. Die Polizei ist darauf bestens vorbereitet. In enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, dem Wirtschaftlichen Verband, der Stadt und des Landkreises sowie der Stadtverwaltung Rosenheim, Feuerwehr und Rettungsdiensten, geht die Polizei in die kommenden 16 ereignisreichen Wiesntage.

Wie schon in den letzten Jahren wird der Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, Polizeidirektor Volker Klarner (rechts im Bild), gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Robert Maurer (links), die Einsatzleitung des diesjährigen Herbstfest übernehmen. Das Führungsduo wird zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen sowohl auf dem Festgelände, als auch nach Wiesnende im Stadtgebiet für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgen. Eine erhöhte Polizeipräsenz durch uniformierte und zivile Einsatzkräfte der Polizei wird rund um das Veranstaltungsgelände umgesetzt.

Unterstützt werden die Rosenheimer Einsatzkräfte dabei auch in diesem Jahr wieder durch geschlossene Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Einsatzzüge des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd – inklusive Reitergruppe und Diensthundeführer sowie durch Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektionen. Daneben sind auch Kräfte der Bundespolizei im Einsatz.
Mit österreichischen Einsatzkräften aus dem benachbarten Tirol, wird die „Wiesnwache“ auch in diesem Jahr „grenzüberschreitende Wiesn-Streifen“ auf dem Herbstfest durchführen.

Sicherheits-Interessen 2026

Den polizeilichen Dienststellen liegen keine konkreten Gefährdungshinweise für das
Rosenheimer Herbstfest vor. Konzeptionen, Sondereinsatzpläne usw. wurden von den
beteiligten Sicherheitsorganen überarbeitet, geprüft, der Lage angepasst und in Details
optimiert und verbessert.
Um einen unkontrollierten Zugang zum Festgelände zu unterbinden, wird es auch in
diesem Jahr eine vollständige Umzäunung der Loretowiese geben. Zusätzlich werden
an verschiedenen Eingängen Überfahrtssperren angebracht. Die hohe Polizeipräsenz
soll allen Besuchern ein gutes Sicherheitsgefühl vermitteln.
An den Zugängen finden Selektivkontrollen statt, wobei stichprobenartig Taschen-
und Rucksackkontrollen durchgeführt werden. Ein Verbot, Taschen oder Rucksäcke
mit auf das Festgelände zu nehmen, gibt es jedoch nicht.

Um der Polizei und den Sicherheitsdiensten die Arbeit zu erleichtern und Wartezeiten an den Eingängen zu verhindern, appellieren wir eindringlich an alle Besucher:

-Bitte lassen Sie größere Gepäckstücke wie Rucksäcke und Taschen zu Hause
-Führen Sie keine gefährlichen Gegenstände (wie Waffen, Messer oder Pfefferspray) mit sich
-Wir bitten alle „Mannsbilder in Tracht“, den obligatorischen Hirschfänger zu Hause zu lassen
Wir hoffen auf ihr Verständnis!

Als wichtiger Baustein des Sicherheitskonzeptes ist die Videoüberwachung auf dem
Herbstfestgelände, erweitert auch in der Innenstadt. Auch der Bahnhof Rosenheim wird
wieder durch die örtlich zuständige Bundespolizei videoüberwacht sein. Zudem werden
die eingesetzten Polizeikräfte mit Bodycams ausgestattet sein. Ziel dieser Kameras ist
eine gefahrenabwehrende Wirkung sowie erforderlichenfalls eine beweiskräftige
Strafverfolgung zu erreichen.
Zusammen mit der Feuerwehr, Ordnungsamt der Stadt Rosenheim und den
Rettungsdiensten wurden auch die Notfallpläne überarbeitet, damit Rettungswege im
Einsatzfall schnell und gleichzeitig freigemacht werden können.

Die Wiesnwache – der Anlaufpunkt „für alle Fälle“
Die Polizei ist rund um die Uhr erreichbar – jederzeit auch über die 110 !
Auf dem Festgelände sind die Einsatzkräfte der Wiesnwache die besten
Ansprechpartner bei Problemen. Die Wache am Glückshafen ist während der Festtage
von 13 Uhr bis 24 Uhr geöffnet, natürlich auch am Wochenende. Die Polizei ist dort
persönlich oder unter der Telefonnummer (08031) 200-2250 erreichbar.
Die hohe sichtbare Polizeipräsenz auf und um das Festgelände wird auch in diesem Jahr
fortgeführt. Man wird also häufiger Einsatzkräfte der Polizei auf ihren Streifenrunden
sehen. Sie können jederzeit angesprochen und um Hilfe oder Auskunft gebeten werden.
Natürlich hat auch jeder Besucher die Möglichkeit, sich unter der Notrufnummer 110
direkt mit der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium in Verbindung zu setzen. Gerade bei
verdächtigen Wahrnehmungen bittet die Polizei darum, das unverzüglich und ohne
Scheu zu tun!

Übrigens – manch Ärger und Gefahr sind leicht zu vermeiden:
„Kraftlackel“ und „Stänkerer“ machen nur einen verschwindend geringen Anteil an
der Besucherflut aus. Sollten Sie aber trotzdem auf solche treffen, gehen Sie
Streitigkeiten und Pöbeleien am besten ganz aus dem Weg. Lassen Sie sich nicht
provozieren und wenden Sie sich gegebenenfalls an die Beamten der Wiesnwache. Die
Polizei wird zur Verhütung von Straftaten auch in diesem Jahr Personen in Gewahrsam
nehmen. Randalierer müssen außerdem mit einem Wiesnverbot des Veranstalters
rechnen!

Jugendschutz wird großgeschrieben! Betrunkenen Kinder und Jugendliche will niemand
sehen, schon gar nicht in Begleitung mit berauscht, betrunkenen Erziehungsberechtigten.
Die enge Zusammenarbeit bei den Kontrollen mit dem Ordnungs- und Jugendamt der Stadt
Rosenheim hat sich bewährt und wird auch heuer fortgesetzt. Die Polizei appelliert daher
an die gastronomischen Betriebe auf dem Festplatz und in der Innenstadt, aber auch an
Betreiber von Tankstellen, Getränkemärkten und anderen Geschäften, keinerlei Alkohol an
Kinder abzugeben und Jugendliche nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu
bedienen. In erster Linie stehen natürlich Eltern und andere mit der Erziehung beauftragte
Personen in der Pflicht.

Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen. Der mögliche Führerscheinverlust
ist angesichts der erheblichen Unfallgefahren für sich und andere dabei noch das
geringste Übel. Achtung! Auch mit dem Fahrrad oder E-Scooter ist man nicht gänzlich
„aus dem Schneider“. Organisieren Sie bereits im Vorfeld die Heimfahrt, wenn Sie sich
eine gemütliche Maß Bier gönnen wollen.

Radlparkplatz, mit dem Fahrrad zum Herbstfest, nicht nur eine umweltschonende
Angelegenheit. Doch gilt es auch zu bedenken, dass das Versperren, oder Anketten an
private Gebäude, öffentliche Einrichtungen, im Bereich der Zu-/Abfahrten der
Rettungswege rund um das Festgelände, keine geeigneten Abstellort für die Zweiräder
sind.

Diebstahl ist Diebstahl, auch wenn es „nur“ ein Maßkrug ist, der verbotener Weise vom
Gelände „entführt“ wird. Lassen Sie den Krug dort wo er hingehört, nämlich im Bierzelt.
Eine Anzeige wegen Diebstahls, die mögliche Gefahr, dass dieser von jemanden als
Schlagwerkzeug genutzt wird oder eine Verletzung durch Glasscherben können weder
der materielle, noch der ideelle Wert des „illegalen Souvenirs“ wettmachen.

Schöne Fotos auf dem Herbstfest gehören dazu – aber nicht aus der Luft! Auf dem
Herbstfestgelände, sowie generell über Menschenansammlungen besteht ein absolutes
Flugverbot. Drohnenflüge sind daher zu jeder Zeit untersagt und Verstöße können
empfindliche Strafen nach sich ziehen. Die Rosenheimer Polizei erhält deshalb
Unterstützung von besonders geschulten Einsatzkräften, um Flugobjekte orten zu
können.

Auch Langfinger gehen zum Herbstfest. Gerade die Menschenmengen bei
Großveranstaltungen erleichtern Dieben ihre krummen Touren. Legen Sie deshalb keine
Wertgegenstände, Taschen oder Handys unbeaufsichtigt ab. Nehmen Sie nur so viel
Bargeld mit, wie sie voraussichtlich auch brauchen. Dass EC-Karte und Geheimnummer
niemals gemeinsam aufbewahrt werden, sollte selbstverständlich sein. Halten Sie die
Augen auf und bleiben Sie aufmerksam. Sollten Sie trotzdem bestohlen werden, wenden
Sie sich an die Polizei.

Sein Auto „am Haken“ – und erlaubtes Parken. Am Haken eines
Abschleppfahrzeuges sieht wohl keiner gerne. Parken Sie nicht in amtlich
gekennzeichneten Feuerwehranfahrtszonen, oder unberechtigte auf Parkplätzen für
Behinderte. Viel stressfreier als die wegen begrenztem Angebot mühsame
Parkplatzsuche ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr. So kann man
zudem noch vermeiden, dass wegen unzulässigen Parkens ein Verwarnungsgeld fällig
wird oder in schwerwiegenderen Fällen ein polizeiliches Abschleppen veranlasst werden
muss. Dann wird’s nämlich richtig teuer. Nutzt für das Parken auch die erlaubten
Parkplätze. Haltverbot ist Haltverbot. Und man muss nicht direkt bis zum Eingang fahren,
um ein Ein-/Aussteigen zu ermöglichen. Ein paar Meter Fußmarsch ist doch zuzutrauen.

Die berühmte Nadel im Heuhaufen ist oft leichter zu finden als verlorengegangene
Gegenstände auf dem pulsierenden Festgelände. Fundsachen können während der
Veranstaltung auf dem Festgelände am Haupteingang und zu den üblichen
Öffnungszeiten beim Fundamt der Stadt Rosenheim abgeholt und abgegeben werden.

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner rund um das Festgelände! Denn
gerade die Anrainer haben ein Anrecht auf Ihre Nachtruhe. Entsorgen Sie Müll in dafür
vorgesehenen Behältnissen und nicht in den Vorgärten rund um die Loretowiese. Und
erledigen Sie Ihre „Geschäfte“ in den zahlreichen Toilettenanlagen auf dem, oder rund
um das Festgelände und nicht an Zäunen, Gärten oder Häusern von Anwohner.

 

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