WFV: Positive Bilanz und mehr Mitglieder

Gestern Rückblick und Vorschau beim Wirtschafts-Förderungs-Verband Wasserburg

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img_5582Moritz Hasselt hat gut lachen: Der Vorsitzende des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes Wasserburg (WFV) konnte gestern bei der Jahreshauptversammlung mit seinem Vorstandsteam eine rundum positive Bilanz ziehen. Wenn auch über das Jahr – wegen größerer Investitionen – finanziell ein kleines Minus eingefahren wurde, sind die Rücklagen nach wie vor beruhigend. Ansonsten gab es ebenfalls nur Positives zu vermelden: Ein erfolgreiches Frühlingsfest, die nicht minder erfolgreichen Musikalischen Samstage und der beliebte Christkindlmarkt sowie deutlich steigend Mitgliederzahlen sprechen Bände. 

Dennoch gab es auch einen kleinen Wermutstropfen: „Im Haus in der Herrengasse, in dem unser WFV-Büro untergebracht ist, gab es einen massiven Wasserschaden. Unser Büro ist seit Wochen provisorisch ausgelagert, da ist das Arbeiten nicht ganz einfach.“ Man sei aber guter Dinge, bis Anfang November wieder einziehen zu können.

Fürs Frühlingsfest zog der WFV-Vorsitzende, der auch gleichzeitig dem Festausschuss vorsteht, ein rundum positives Resümee: „Die neue Struktur hat sich bewährt. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Festwirt Schorsch Lettl von der Brauerei Forsting, der eine Menge Geld in die Hand genommen hat, um ins Festzelt und die Infrastruktur zu investieren.“ Der langjährige Vertrag mit Lettl habe sich bereits ausgezahlt.

Einen langfristigen Vertrag habe man deshalb jetzt auch mit dem SAS-Team, den Betreibern der Wiesn-Alm geschlossen. „Manuel Scheyerl und Stefan Staudinger haben uns mit ihrem Team absolut überzeugt.“ Man werde weiter an einigen Stellschrauben drehen, um das Fest insgesamt noch besser zu machen.

Christine Deliano nahm anschließend Stellung zu den Musikalischen Samstagen in der Altstadt, die ein Riesenerfolg seien. „Wasserburg wird stellenweise zur Tanzparty. Die Samstage werden vom Publikum bestens angenommen.“

Von den insgesamt 30 Samstags-Veranstaltungen habe man nur eine einzige witterungsbedingt absagen müssen, so Deliano, die für den WFV auch im ISEK-Ausschuss sitzt.

Die ISEK-Arbeitsgruppe, die sich mit dem so genannten Stadtentwicklungskonzept befasst, habe für Wasserburg ein ausgesprochen erfreuliches Bild gezeichnet. „Wir sind in Bayern in unserer Größenkategorie geradezu eine Vorzeigestadt.“

Dabei dürfe aber nicht vergessen werden, dass derzeit ein Geschäftesterben durch die Innenstadt ziehe. „Ich nenne da nur beispielgebend das Innkaufhaus, Trachten Huber, Unifoto, Männermode Forstmeier und die Töpferei Schärfl, die alle zum Jahresende schließen oder bereits geschlossen haben.“ Für die Geschäfte sehe es offenbar nicht so rosig aus.

Markus Ruepp gab dann einen Überblick über die Arbeit des Werbeausschusses, von der neuen Web-Seite bis hin zu den Marktsonntagen, die vom WFV beworben werden. Derzeit gebe es zudem neue Aufkleber für die Mitglieder und Fördermitglieder sowie Einkaufstüten zum WFV-Vorzugspreis. Ruepp ging auch auf die Printwerbung in verschiedensten Medien ein, speziell auch auf das Magazin „Wasserburg Nr. 1″, für das man nach wie vor viel Lob ernte.

Klaus Rottenwalter, der neue Betreuer für die Mitglieder, präsentierte anschließend die Ergebnisse seiner Arbeit. „Wir haben eine deutliche Steigerung bei den Mitgliederzahlen von 162 auf jetzt 186 zu verzeichnen. Das zeigt schon, dass der WFV nach wie vor für die Wasserburger Unternehmer, Geschäftsleute und den Einzelhandel interessant ist.“ Rottenwalter präsentierte abschließend kurz alle neuen Mitglieder.

Als „Sorgenkind des WFV“ bezeichnete Christian Huber den Wasserburger Christkindlmarkt. Man habe jetzt drei Jahre versucht, das erhebliche Defizit zu senken, mit nur mäßigem Erfolg. „Ich wiederhole mich ungern, aber es ist einfach Tatsache: Wir bereiten fünf Monate ehrenamtlich das Frühlingsfest vor, mit dem wir einen gewissen Gewinn erwirtschaften, um dann vier Monate wieder ehrenamtlich den Christkindlmarkt zu organisieren, mit dem wir 75 Prozent dieses Gewinnes gleich wieder vernichten.“

Dennoch wolle man den Christkindlmarkt nicht totsparen: „Man stelle sich die Wasserburger Altstadt in der Vorweihnachtszeit ohne den Markt vor. Das wäre einfach nur traurig und für den Einzelhandel untragbar“, so der Ausschuss-Vorsitzende. Er gab anschließend noch jede Menge Neuerungen für dieses Jahr bekannt.

Katharina Hagl, Schatzmeisterin des WFV, präsentierte dann ein umfangreiches Zahlenwerk zum abgelaufenen Vereinsjahr. Trotz eines negativen Ergebnisses könne man nach wie vor auf beruhigende Rücklagen zurückgreifen.

Eines der größten Erfolgs-Modelle beim WFV sei übrigens der Wasserburg-Gutschein. „Wir konnten da nochmals einen gewaltigen Zuwachs verbuchen“, so Hagl, die in diesem Zusammenhang der Sparkasse Wasserburg dankte, ohne deren Verkaufsstellen und organisatorische Mitarbeit es den Wasserburg-Gutschein nicht gäbe. Größtes Ärgernis für die Schatzmeisterin: „Nur die Hälfte der Wasserburger Geschäfte zahlen die Rechnung für die Weihnachtsbeleuchtung – obwohl aber alle davon profitieren.“

Die Mitglieder des WFV waren mit der Arbeit der Vorstandschaft, zu der auch Oliver Winter (Frühlingsfest) sowie Sibylle Schuhmacher und Sindy Limmer (Werbeausschuss) gehören, offenbar sehr zufrieden. Einstimmig und ohne jegliche Kritik wurde die Entlastung erteilt.

 

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