Viel Freude im neuen Glanz der Mittelschule

Feierliche Einweihung am Vormittag in Wasserburg - Dankesworte, Lob und Anekdoten

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1Every nation is all around us! So hallte es durch die große, schöne Aula der neuen Wasserburger Mittelschule und die Kinder hoben die Hände und winkten den Besuchern zu – über ihnen die gemalten Bilder von 16 Nationen, die hier täglich in Frieden ein und aus gehen. 27 Prozent der rund 400 Schüler haben einen Migrationshintergrund. Ganz oben an der Galerie über allen die in leuchtend blauen Wasserfarben grüßende Europa-Fahne. Schule, wie sie sich in diesen Tagen nicht gelungener und passender präsentieren könnte im Rahmen einer großen Einweihungsfeier. Die in neuem Glanz strahlende Mittelschule in Wasserburg war ein über 17 Millionen-Projekt, an dem 46 Firmen beteiligt waren. Heute wurde sie gesegnet durch den katholischen Pfarrer Dr. Paul Schinagl, im Beisein der evangelischen Pfarrerin Cordula Zellfelder und im Beisein der türkisch-islamischen Gemeinde – vertreten durch Ali Keskin und Senem Yesilyurt.

Fotos: Renate Drax

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Von Bürgermeister Michael Kölbl über Schulamtsleiter Wolfgang Tauber bis hin zu Planer Martin Gessert traten so manche Festredner heute ans Mikro beim großen Festakt in der Aula der Wasserburger Mittelschule. Doch besonders werden den geladenen Gästen die netten Anekdoten rund um die Schulhaussanierung in Erinnerung bleiben, die Schulrektor Franz Stein und seine Konrektorin Anna Albert (Foto unten) zur Auflockerung der Stimmung beitrugen.

4Nach der Eröffnung der neuen Turnhalle hatte Stein in der fünften Klasse Unterricht und sie sprachen über die Bausummen. Da meinte ein Bub zum Rektor:

Warum fährst du keinen Lamborghini, wenn du so viel Geld für die Turnhalle hast?“ Daraufhin habe ein Mitschüler geantwortet: Mei bist du bläd – de Schui gheard doch gar ned dem Herrn Stein – de Schui gheard doch dem Herrn Kölbl.“

11Konrektorin Albert erinnerte daran, dass die Mittelschule für die Bauphase zu einer kompletten Container-Schule geworden war im vergangenen Jahr. Ganz nach dem Motto ’simplify your life‘. Was zu denken gebe, sei die Tatsache, so Frau Albert, dass in den Containern die Schüler die besten Ergebnisse seit Jahren bei ihren Abschlüssen erzielt haben.

Für die Bauphase vor genau einem Jahr habe man sich gerade zum Thema Sport immer wieder einiges ausdenken müssen, so auch, dass die Stadt bitte 20 Schneeschaufeln anschaffen möge, damit – als sportliche Betätigung – kollektives Schneeschaufeln im Hof als Sportunterricht-Ersatz stattfinden könne. Nur: Die Schneeschaufeln wurden gekauft, was aber nicht kam – das war der Schnee.

4Besonders berührend war nach der ökumenischen Segnung des neuen Schulhauses in Wasserburg die kurze Ansprache von Senem Yesilyurt (links am Bildrand) von der türkisch-islamischen Gemeinde. Sie bedankte sich ganz besonders bei Bürgermeister Michael Kölbl für die Ehre der Einladung.

6Planer Martin Gessert erläuterte noch einmal genau den Ablauf des Projekts mit den Abschlussworten, man wünsche, dass das Herz der Schule jetzt Platz haben möge zum Schlagen – möge es nie aufhören!

Erinnert wurde nämlich einige Male daran in den Reden, dass die frühere Mittelschule alles andere als hell und luftig war. Der Eingangsbereich war ja nur 2,40 Meter hoch oder besser niedrig. Ganz genau das Gegenteil ist jetzt der Fall – hoch, luftig, hell, modern, viel Platz zum Atmen. Zudem in den Klassenzimmern ein Farbenspiel vor allem aus Pink und Grün.

7Die vielen Festgäste – von den Bürgermeistern der Nachbargemeinden über die Schulleiter der Stadt, dem Stadtrat, den vielen Firmenvertretern und nicht zuletzt dem Lehrer-Kollegium (die Schüler hatten bis auf die Darbietenden schulfrei, da morgen am Samstag ein großer Tag der offenen Tür stattfindet – wir berichteten bereits) – also die vielen Festgäste wurde musikalisch ganz wunderbar vom Trio Tonale unterhalten: Stefan Schrag (Saxophon – links) sowie Gerlinde und Ernst Hofmann.

8Die kurze Bauphase vom 28, April 2014 bis zum planmäßigen Wunsch-Bezugstermin zum ersten Schultag am 15. September 2015 – sie stand vor allem in der Ansprache von Bürgermeister Michael Kölbl im Vordergrund. Und der ausgesprochen große Dank an die Nachbarn der Mittelschule in Wasserburg. Mussten sie doch – neben den Schülern und Lehrern – die größten ‚Unannehmlichkeiten‘ auf sich nehmen. Baulärm, Behinderungen – und das oftmals auch an Sonn- und Feiertagen.

Und auch Schulamtsleiter Tauber betonte, es sei ja schon ein Unterschied, ob man auf einer grünen Wiese einen Neubau hinstelle – oder ob man hier an diesem Ort so ein Projekt der Groß-Sanierung durchziehe. Für ihn sei es auf jeden Fall der beste Fleck. Mit einer sehr positiven Atmosphäre …

Am Ende – vor den Führungen durchs Haus und dem gemeinsamen Mittagessen – fiel noch dieses schöne Zitat, womit alles gesagt ist zur Einweihungsfeierlichkeit: Das Geld in Schulen gelegt, die allerhöchsten Zinsen trägt!

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