Jetzt ist der Herbst mit ganzer Wucht da

Ex-Hurrikan Gonzalo sorgt für Orkanböen und Schnee  

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wetterWie erwartet hat der Ex-Hurrikan Gonzalo gestern Nachmittag Deutschland erreicht. Dabei kam es an der Kaltfront zur Ausbildung von teils strammen Gewittern mit Starkregen und mächtig viel Wind. Selbst in tiefen Lagen wurden neben schweren Sturmböen stellenweise auch Orkanböen (Windgeschwindigkeiten über 117 km/h) gemessen. „Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt. In den Alpen hat seit der Nacht heftiger Schneefall eingesetzt. Nachdem der Wind etwas abgenommen hat, frischt er im Tagesverlauf erneut auf. Dann sind auch im Flachland wieder schwere Sturmböen möglich. Die Gefahr ist noch nicht vorüber“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Nachfolgend die Spitzenböen die in den vergangenen Stunden erreicht wurden:

Feldberg/Schwarzwald 150 km/h

Großer Arber/Bayerischer Wald 125 km/h

Stuttgart 122 km/h

Fichtelberg 115 km/h

Heilbronn 112 km/h

Roth bei Nürnberg 109 km/h

München-Flughafen 108 km/h

Saarbrücken 104 km/h

Ingolstadt 101 km/h

„Ex-Hurrikan Gonzalo ist damit in Deutschland der erste Herbststurm der Saison. Vom Sturm verschont blieb lediglich der Nordosten. Für die deutsche Nordsee hat sich in diesen Stunden sogar eine leichte Sturmflut angekündigt.“

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Lage von Gonzalo am Mittwochmittag: das Zentrum liegt direkt im Nordosten von Deutschland, www.wetter.net

 

Im Tagesverlauf frischt der Wind aus Nordwesten noch mal spürbar auf. In tiefen Lagen kann es dann erneut Sturmböen, teilweise sogar schwere Sturmböen geben. Auf den Gipfeln der ostdeutschen Mittelgebirge sowie in den Alpen sind auch noch mal orkanartige Böen möglich. Dabei gibt es besonders im Nordstau der Mittelgebirge und Alpen viel Niederschlag. Für das Erzgebirge gelten derzeit Unwetterwarnungen vor ergiebigem Dauerregen. In Lagen oberhalb 800 m schneit es kräftig. Hier droht Gefahr durch Schneebruch, da die Bäume teilweise noch belaubt sind und die schwere Schneelast nicht tragen können.

 

In den Alpen dauern die starken Schnee- und Regenfälle noch bis Freitagfrüh an. Insgesamt können dort bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter vom Himmel kommen. Ein Teil davon fällt in den Hochlagen als Schnee.

 

WIE GEHT ES WEITER?

 

Es wird in den kommenden Tagen langsam wieder wärmer. Die Temperaturen erreichen am Donnerstag 7 bis 14 Grad, Freitag geht es rauf auf 9 bis 14 Grad. Am Wochenende werden am Samstag 10 bis 14 und am Sonntag 12 bis 16 Grad erwartet. Zum Start in die neue Woche nähern sich die Höchstwerte stellenweise wieder der 20-Grad-Marke. Es bleibt dabei aber weitgehend wechselhaft. Neben Sonnenschein gibt es immer wieder Wolken, die zeitweise Regen bringen. Auch der Wind lebt immer wieder auf und weht teilweise frisch aus westlichen Richtungen.

 

„Kurzum: In den nächsten Tagen geht es herbstlich weiter“, so Wetterexperte Jung.

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