Im Museum: Weihnachten multikulturell

Ausstellung beleuchtet das Fest aus ganz neuen Blickwinkeln

image_pdfimage_print

fehlerWie feiert man im Kongo Weihnachten? Was liegt in Italien unterm Baum? Warum feiern auch die Chinesen an Weihnachten? Spannende Fragen, auf die Wasserburger aus aller Welt Antworten geben – bei der Weihnachtsausstellung im Städtischen Museum. Die wurde am Dienstag feierlich von Museumsleiterin Sonja Fehler und von Bürgermeister Michael Kölbl vor einer außergewöhnlich großen Besucherzahl eröffnet.

„Es ist wirklich was Besonderes, mal nicht in alten Büchern zu schmökern und in uralten Archivalien zu kramen, sondern eine Ausstellung mit Menschen aus aller Herren Länder gemeinsam zu gestalten“, freute sich Fehler eingangs ihrer Ausführungen zur Sonder- Ausstellung „Weihnachten in aller Welt“. Der Clou: Wasserburger aus elf verschiedenen Nationen berichten über das Fest in ihrer alten Heimat. Und darunter finden sich viele bekannte Namen von Menschen, die man längst als alte Wasserburger wahrnimmt, deren Familie aber nicht aus Deutschland stammt. „Und das sind in Wasserburg sage und schreibe 27 Prozent“, sagte Bürgermeister Michael Kölbl bei seiner Eröffnungsansprache. „In unserer Stadt leben 60 Nationen.“  Und es sei ganz wunderbar, jetzt mal zu sehen, wie sie eigentlich ihr Weihnachten feierten.

Familie, Feiern, Essen, Freunde, Liebe – das seien die Überbegriffe zu Weihnachten, die sich in allen Ländern wiederfänden, wenn auch Zeitpunkt, Ort, Anlass und Art der Feierlichkeiten zum Teil sehr sehr unterschiedlichen seien. Und die Ausstellung vermittle auch etwas über außergewöhnliche Weihnachtsgepflogenheiten, erklärte Fehler. Wie das Beispiel Kongo zeige: „Dort wird eine stundenlange, heitere christliche Messe gefeiert. Und die Kinder, die die Geburt Jesu nachstellten, werden weiß angemalt.“ Essen und Geschenke stünden dort an Weihnachten nicht im Mittelpunkt,  sondern der christliche Glaube.

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Menschen aus anderen Ländern Weihnachten feiern, bekommt im Museum Wasserburg einen guten Eindruck davon. Geschmückte Christbäume, Dekoration, Spezialitäten, Krippen, Geschenke, Fotos und Hörstationen geben eine Vorstellung von der Vielfalt dieser Bräuche.Die Ausstellung ist bis 6. Januar 2014 im Museum Wasserburg zu sehen ist. Geöffnet ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, 13 bis 16 Uhr, an den Adventswochenenden zusätzlich Sonntag bis 18 Uhr. BS

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.