Hofstatt-Geschichten im Utopia

Film von Harry Hartinger und Georg Barth begeistert Publikum

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IMG_3113Volles Haus, beste Stimmung, Wasserburg pur: Im Kino Utopia präsentierten das Wasserburger Urgestein Harry Hartinger und der weithin bekannte Kameramann Georg Barth aus Albaching ihren neuesten Streifen unter dem Titel „Harry unser, Hofstatt-Geschichten“. Mit ihrem Werk begeisterten die Beiden bei der Premiere über 100 geladene Gäste. Der gebürtige „Hofstatt-Wasserburger“ Hartinger plauderte dabei aus dem Nähkästchen und ließ das Leben der „Stadt in der Stadt“ hochleben. Unglaublich viele hinreißende Episoden eines längst vergangenen aber nie vergessenen Wasserburg kamen ans Tageslicht …

… wie zum Beispiel die des Bierdimpfels aus der Hofstatt, der nachts zuhause oft vor verschlossener Türe stand, weil ihn seine Frau nicht mehr hinein lassen wollte – bis er beim nächsten Gang zum Wirtshaus einfach die Haustüre aushängte und mit zum Wirt nahm.  Oder vom Hennagaßl, dem Glasscherbenviertel der damaligen Hofstatt. Alleine an dieser Stelle kann Hartinger ein Dutzend Anekdoten zum Besten geben. „Wer zwischen der Ledererzeile und dem Hennagaßl gwohnt hod, hod quasi eine doppelte Staatsbürgerschaft ghabt.“

In knapp eineinhalb Stunden zeigt Hartinger auch Einblicke hinter die Kulissen, in frühere Stadthäuser, in Sitten und Gebräuche, aber auch in seine eigene Lebensgeschichte, die 1946 in der Hofstatt 11 begann. Dort führt er die Zuschauer durch ein typische Altstadthaus der 50er- und 60er Jahre – heute natürlich von den neuen Besitzern prächtig restauriert und saniert, damals ein Paradies für die Stadtratten, „die Haustiere der damaligen Zeit“.

Natürlich darf auch der Altstadtfriedhof nicht fehlen. Über jeden Grabstein weiß Hartinger eine eigene Geschichte, kennt die Menschen und die Charaktere, die dahinter stecken.

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Zwei Jahre haben Hartinger und Barth den gleichermaßen eindrucksvollen wie amüsanten Dokumentarfilm gedreht. Utopia-Chef Rainer Gottwald stellte den beiden den großen Kino-Saal für die Premiere zur Verfügung. Anschließend ging’s mit den geladenen Gästen ins Hotel Fletzinger zur Premierenfeier.

Bleibt nur zu hoffen, dass Hartinger und Barth den Streifen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. BS 

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3 Gedanken zu „Hofstatt-Geschichten im Utopia

  1. Wilsmann Maria

    Den Film würd ich auch gerne sehen, wir wohnen seit 30 Jahren in Wasserburg, davon
    20 Jahre in der Herrengasse.

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  2. Des Hennagassl ist meine Heimatstadt 🙂 i bin do drin groß worn, do hod`s ois gem, sogar an „kloana internen Bürgermoasta“ 😉 – mein Opa, zumindest ham des de Scheffler amoi so fest ghoid`n :D. Wie oft sich de Hofstatt in derer Zeit g`wandelt hod und wia de Wirtschaft im „Gassl“ allen Veränderungen getrotzt hod – wer ois aus.- und eiganga is und no gäht…. do foit ma a einiges ei & es war wirklich schee, des a no von anderer Seit`n zum hern!!! Bitte 🙂 !
    De Ratz`n de von oam Gulli zum andern g`rennt san, de kenn i a no….:( und des jetztige Raiffeisengebäude von da Rückseiten – da war amoi a scheena Innenhof – lang ist`s her, aber unvergess`n für de Schdoderer. Schee, dass se oana dro macht, de oid`n Gschicht`n mitzunehma in de Gegenwart!

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  3. Kleinschwärzer Hubert

    Es ware ein tolle Veranstaltung, die auch für nicht „Altwasserburger“ von Interesse war. Eine Wiederholung wäre wünschenswert. Harry und Schorsch würden sich bestimmt freuen.

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