Handy: „Kinder wollen Grenzen und Regeln!“

Klicksalat am Wasserburger Gymnasium: Vom Cyber-Mobbing bis zu Clash of Clans

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7So bald das Kind ein Handy hat, beginnt eine neue Zeitrechnung! Um so wichtiger ist es, als Eltern informiert zu sein. Jugendliche verbringen heute viel mehr Zeit an, vor und mit Medien – als Zeit in der Schule. Anlass genug für den Elternbeirat des Gymnasiums Wasserburg um Jörg Pottrick (rechts im Bild), der den Fachmann Jörg Kabierske (links) von „Klicksalat“ jetzt an die Schule holte. Für die Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse – aber auch für die Lehrer und Eltern – um darüber gemeinsam nachzudenken …


Jörg Kabierske, Fachmann beim Thema Medienkritik, präsentierte wissenswerte Fakten, hinterfragte Schülerverhalten und wies auf Konsequenzen hin – bei den Jugendlichen vormittags im Unterricht, bei den Lehrern und Eltern an einem Infoabend in der Schulaula.

Dazu wurde vom Elternbeirat eigens ein Leitfaden für Zuhause heraus gegeben, der sich an alle Eltern richtet, die nach schneller Orientierung in der Bildschirm-Erziehung suchen. Dieser Leitfaden basiert auf Fragen, die von Eltern und Lehrern an Klicksalat gestellt wurden.

Einige Tipps von Jörg Kabierske in Wasserburg:

An die Eltern gerichtet: Medienentzug für Jugendliche sei Schwachsinn! Wichtig seien Regeln! Und zwar klare Regeln …

Die Ausrede, ein IT-Idiot zu sein, gelte nicht – das sei Erziehungs-Verweigerung. Alle Eltern seien verpflichtet, sich mit den neuen Medien auseinander zu setzen, sich bestens zu informieren!

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Dazu gehören auch die so beliebten Spiele derzeit wie Clash of Clans (unser Foto) … ein kostenlos herunterladbares Strategiespiel, in dem nicht nur der Aufbau eines Dorfes im Mittelpunkt stehe, sondern auch ein Kampfsystem!

Seien Sie als Eltern ein Vorbild – animieren Sie zu Freizeitbeschäftigungen wie Vereinsleben, Sport, soziales Engagement …

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Zum Thema Dauerproblem Cyber-Mobbing: Fälle von übler Nachrede oder Verleumdung werden mit bis zu drei bis fünf Jahren Haftstrafe geahndet, so Kabierske in Wasserburg.

Die besten Freunde sind da ganz schnell die besten Feinde!

4Passt höllisch auf, wenn persönliche Daten abgefragt werden, denn oft werden diese Daten missbraucht. Wofür sie gebraucht werden, bleibt meist unklar und begründet wird die Sammelwut der Frager nie.

Während Mama und Papa überlegen, ob sie im Telefonbuch Namen und Adresse preisgeben, informieren die Kids die ganze Welt über Höchstprivates …

Niemanden interessieren eigentlich 100 Fotos vom letzten Gardasee-Urlaub!

Whatsapp ist erst ab 16 Jahren erlaubt!

Nachtruhe heiße Nachtruhe – ein Handy habe im Schlafzimmer eines Kindes nichts verloren, auch nicht unter der Bettdecke.

Hausaufgaben bitte ohne Handy erledigen lassen …

Medienkonsum bedeutet die Nutzung aller Medien: Fernseher, Handy, Internet. Zwei Stunden sollte für Schüler in der neunten Jahrgangsstufe die Grenze sein. Führt ein Medientagebuch und protokolliert die Zeiten genau. Eltern sollten klare Grenzen setzen und dies auch kontollieren, klare Ansagen seien nötig.

Jederzeit verfügbare Pornoseiten und Gewaltverherrlichung – das überfordere alle, von den Kindern ganz zu schweigen.

Wenn man feststellt, dass ein Freund mediensüchtig ist, dann aussprechen, was man davon hält – und nicht schweigen. Diese Sucht muss benannt werden und das soll dem Süchtigen auch klar gemacht werden. Schaut also nicht weg, wenn ein Freund nur noch vor dem Computer hockt und in der Schule in den Seilen hängt.

Haltet euer Handy ausgeschaltet, wenn ihr in der Schule seid. Es stört – PUNKT!

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