Ein schönes Platzerl im Museum gefunden

Über 250 Jahre alte Figur Leihgabe der Schiffleut-Bruderschaft

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Foto 1Wasserburg – Das Bewusstsein schärfen für die Heimat am Fluss. Das will die St. Nikolai-Schiffleut-Bruderschaft Wasserburgs – mit dem Erhalt des Wissens rund um die Innschifffahrt und rund um den Beruf des Innschiffers. Am Mittwoch konnte – vor dem Hintergrund dieser Tradition – eine besondere Leihgabe an das Städtische Museum Wasserburg überreicht werden: Eine etwa 20 Zentimeter große und über 250 Jahre alte Holzfigur, die den Heiligen Johannes von Nepomuk darstellt und die aus dem Privatbesitz der Notar-Familie Dr. Karl-Ludwig und Lieselotte Wimmer stammt.

Die engagiert arbeitende Museums-Leiterin Sonja Fehler freute sich sehr über diese Geste, die dank der Schiffleut-Bruderschaft mit Sebastian Weger an der Spitze möglich wurde.

Er ist dem wert und der Authenzität der Figur gerecht geworden: Restaurator Andreas Kelling.

Er ist dem Wert und der Authentizität der Figur gerecht geworden: Restaurator Andreas Kelling.

Diese hatte den erfahrenen Restaurator Andreas Kelling (er arbeitete unter anderem lange für das Bayerische Nationalmuseum und das Amt für Denkmalpflege) beauftragt, den Nepomuk, der voraussichtlich aus dem Jahre 1750 stammt, für das Museum herzurichten. Dieser ließ Gespür für den Wert und die Authentizität der Figur walten, ergänzte einen Sockel und retuschierte mit Aquarell-Farbe vorsichtig aus. Nun hat der heilige Johannes von Nepomuk – Brückenheiliger und Patron der Schiffleute – ein schönes Platzerl im Museum erhalten.

Unser Foto oben zeigt von links: Museums-Leiterin Sonja Fehler, Vorstand Sebastian Weger von der Schiffleut-Bruderschaft, Notar Dr. Karl-Ludwig Wimmer und seine Frau Lieselotte sowie Restaurator Andreas Kelling.

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Fotos: Renate Drax

Diese Information hat Museums-Leiterin Sonja Fehler für die Besucher neben die wertvolle Figur gestellt:

 

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Es gibt im Museum auch eigens Führungen, die sich ausschließlich dem Thema Innschifffahrt und Handel  widmen.

Innschifffahrt und Handel garantierten bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts die wirtschaftliche Blüte Wasserburgs. Nichts prägte die Architektur der Stadt so stark wie ihre Lage am Wasser und ihre Funktion als Hafen von München. Die Führung spürt dieser Zeit nach, erklärt wie eine Plätte gebaut wurde, zeigt wie die reichen Handelsherren lebten und erzählt, wie die Wasserburger Damen zu ihrer Goldhaube gelangten.

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