Ein heißer Ofen im Garten der Schule

Förderzentrum weiht mit Helfern und Sponsoren neue Errungenschaft ein

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ofen1Traumhaftes Spätsommerwetter, Würstl vom Grill und Brot aus dem eigenen Backofen: Schüler des Wasserburger Förderzentrums feierten heute eine ganz besondere Mittagspause. Zum ersten Mal qualmten aus dem Kamin des Ofens in ihrem Schulgarten, der wie aus einem Bilderbuch zu Hänsel und Gretel aussieht, dicker Qualm. Lehrer und Schüler backten zur Feier des Tages unter fachkundiger Anleitung ihr eigenes Brot. Der Ofen ist ein Projekt der Schule mit verschiedenen Wasserburger Handwerkern und Geschäftsleuten und kommt bei den Kindern sakrisch gut an.

P1030718Fachlehrer Stefan Kaindl (Foto rechts) hatte mit den Kindern ein eigenes Backofen-Lied eingeübt und alle sangen lautstark mit. Beheizt hatte das gute Stück schon Stunden vorher der Erbauer Horst Paulik. Er war zusammen mit den Sponsoren Martin Gütter und den Helfern vom Bauunternehmen Hermann Gärtner zur Einweihungsfeier ebenso erschienen wie Schulleiterin Monika Puttfarcken. „Das ist wirklich eine ganz tolle Schule hier in Wasserburg. Sie liegt uns besonders am Herzen und deshalb helfen wir da auch gerne“, sagte Martin Gütter.

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Einen Brotbackofen hatte sich Fachlehrerin Iris Sailer (links mit Horst Paulik und Martin Gütter) am sonderpädagogischen Förderzentrum schon lange gewünscht. Platz war vorhanden, nur das nötige Know How für den Bau und die finanziellen Mittel reichten nicht aus. Martin Gütter sponserte deshalb das Baumaterial durch seine Firma und organisierte den Experten, der für das Projekt unbedingt nötig war. Schließlich stellte noch der städtische Bauhof Betonmischmaschine und Sand zur Verfügung und los ging es mit der praktischen Umsetzung.

Horst Paulik von der Firma Claytec war der gesuchte Fachmann, der ehrenamtlich den Schülern aus den Ganztagesklassen des Förderzentrums die nötigen Arbeitsschritte für den Bau erklärte und freundlich und kompetent das Projekt leitete. Mit Feuereifer gingen die Burschen daran, das Fundament auszuheben und zu betonieren. Weiter ging es mit dem Aufbau des Sockels aus Natursteinen, die Martin Gütter mit seinem Anhänger geliefert hatte. Viele Helfer mussten von Horst Paulik sinnvoll eingesetzt werden, dabei lief der Betonmischer auf Hochtouren. Den Brennraum mit Ziegeln zu mauern war echte Maßarbeit. Dass man zwischendurch warten musste, bis der Mörtel trocken war, erforderte dazu eine Menge Geduld.

Dann kam als Highlight, der Lehm, der, vorbereitet in der Mischmaschine mit Stroh vermischt werden musste. Das geschah nach der guten alten bewährten Art. Mit nackten Beinen wurde Lehm und Stroh so lange gestampft, bis es eine perfekte Mischung gab. Nach getaner Arbeit hatten Maxi, Daniel, Korbinian und Co. graue Lehmstrümpfe an den Füßen, das war ein lustiges Nebenprodukt der Arbeit. Die entstandene Mischung durften die Helfer mit bloßen Händen auf die feuerfesten Ziegel schmieren, wieder hieß es warten, es kam noch der abschließende Verputz durch Fachmann Hermann Gärtner.

Schließlich musste noch das Ofentürl eingepasst werden: „Passt!“ Dann hieß es noch warten, bis der Backofen richtig ausgetrocknet ist und in Betrieb genommen werden
kann – am heutigen Mittwoch war es endlich soweit!

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Foto: Schulleiterin Monika Puttfarcken (rechts).

 

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Ein Gedanke zu „Ein heißer Ofen im Garten der Schule

  1. Freut mich, dass das Backofentürchen aus unserer Schmiede so gut passt.

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