„Danke für diese Chance in unserem Leben“

Schnaitseer Caritas-Reha-Zentrum St. Nikolaus eröffnet ein Außenwohnheim

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DSCF5531Schnaitsee – „Das ist eine große Chance in unserem Leben. Für diese Möglichkeit, die uns hier geboten wird, danken will allen, die dieses Wohnheim möglich gemacht haben“, dankte Manfred Braun im Namen aller Bewohner des neuen Außenwohnheims. Dieses hatte vor fast einem Jahr das Caritas-Rehabilitationszentrum St. Nikolaus in Berg bei Schnaitsee in der Nachbargemeinde Tacherting eröffnet. Wie der Leiter des Rehazentrums Christian Dallinger  bei der Einweihungsfeier erläuterte, war oftmals der Schritt aus der Rehabilitation in das selbständige Leben zu groß.

„Da reifte so ab 2010 das Bewusstsein hier etwas unternehmen zu müssen. Martin Arnold entwickelte das Konzept und das Jahr 2011 wurde für die schwierige Standortsuche verwendet. Durch interne Kontakte kamen wir Anfang 2012 auf dieses Haus in unserer Nähe und fanden in der Familie Zauner einen kooperativen Partner. Diese Familie steht auch dem sensiblen Thema Suchtkrankenhilfe aufgeschlossen gegenüber. So konnten wir vor einem Jahr das Wohnheim eröffnen und wollen es heute einweihen“, so Dallinger.

Er bestätigte auch, dass in diesem knappen Jahr nur positive Erfahrungen gemacht wurden. Dallinger nannte das Außenwohnheim eine Erfolgsgeschichte „Und dass, obwohl wir viele Improvisationskünste brauchten. Aber unser kompetentes Team aus Berg hat beste Arbeit geliefert.“ Er betonte, dass die Nähe zum „Mutterhaus“ wichtig ist, da die Bewohner des Außenwohnheims drei Tage in der Woche in der Gemeinschaft in Berg verbringen. Sein besonderer Dank galt Dr. Mignon Drenckberg, der Referentin für Suchthilfe und Katrin Klaffl aus München, die beide wesentlich zur Entstehung, besonders auch bei den Verhandlungen mit dem Kostenträger, mit beigetragen hatten.

Diakon Josef Stürzer nahm die kirchliche Weihe vor. „In diesem Wohnheim soll immer ein guter Geist herrschen, so dass alle Bewohner behaupten können `Do bin i dahoam`. Hier wohnen Menschen, die es nicht leicht hatten in ihrem Leben. Aber gerade ihnen können wir raten auf das Positive im Leben zu schauen. Auch kleine Freuden im Alltag tun uns gut.“ Der Diakon wünschte ein harmonisches Miteinander, wies aber darauf hin „dass das Schönste am Miteinander das Füreinander ist. Und dieses Füreinander soll in diesem Haus gepflegt werden.“

Stürzer verlas auch das Grußwort von Bürgermeister Hans Hellmeier. Dieser bestätigte eine problemlose Eingliederung der Wohngemeinschaft ins Dorfleben. Er lobte die gute Betreuung durch die Mitarbeiter und hob den starken Willen der Bewohner hervor. Er betonte, dass es sicher nicht einfach sei, seine Krankheit einzugestehen und Hilfe anzunehmen. Die Caritas bietet diese Hilfe an und so entstand hier eine wertvolle und gut funktionierende Einrichtung.

Christian Dallinger informierte am Ende des Festaktes die Gäste über die Entstehungsgeschichte des Stammhauses in Berg. Dieses ist seit 1999 mit 26 Übergangsplätzen und mit dem Hauptauftrag für die Bewohner eine stabile Zukunftsperspektive zu schaffen in Betrieb. Der Betreute wird im Sinne einer Lebensgemeinschaft in einen stabilen Rhythmus mit geregeltem Tagesablauf eingebunden. Diese Maßnahmen waren zeitlich begrenzt. Um aber hohe Rückfallsquoten zu verhindern, wurde nach einer Bedarfsermittlung die Außenwohngruppe mit sechs Langzeitplätzen eingerichtet.

Bevor der Run auf das, wie immer von Hauswirtschaftleiterin Waltraud Brummer perfekt vorbereitete, Büffet startete, hieß es noch Dank zu sagen. Kreisgeschäftsführer Franz Burghartswieser dankte allen, die an der Verwirklichung mitgeholfen hatten, mit einem Blumengeschenk.  JU

 

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Foto: Sie alle hatten großen Anteil an der Verwirklichung des Außenwohnheimes des Schnaitseer Caritas-Rehabilitationszentrums St. Nikolaus  .

 

Foto oben: Diakon Josef Stürzer weihte das Caritas-Außenwohnheim ein. 

 

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