Auf dem Weg durch die Stadt der Engel

Traudl Inninger ist nur noch viermal auf dem Engelweg unterwegs

image_pdfimage_print

P1070231_kEigentlich könnte Traudl Inninger fast zu jedem der rund 200 ausgestellten Engel in Wasserburg etwas erzählen. „Aber dann würde die Führung nicht eine Stunde, sondern drei Tage dauern“, so die Stadtführerin, die noch bis 26. Dezember auf Bayerns längstem Engelweg in Wasserburg unterwegs ist. Für ihre Führungen, die nächste ist am Samstag um 14 Uhr, hat sie sich deshalb ganz spezielle Stationen ausgewählt.

So zum Beispiel den „Gefallenen Engel“ im städtischen Museum. Traudl Inninger schmunzelnd: „Er wird von einem Höllenhund bewacht, befindet sich quasi im Strafvollzug.“ Oder die prächtigen Engel in der Frauenkirche, an die man sonst nicht so gut herankommt, weil sie am Altar stehen.

Besondere Stationen sind auch die Rauschgoldengel, die im Juweliergeschäft „Smaragd“ und bei Restaurator Armin Göttler ausgestellt sind. Auch dazu weiß die Engel-Führerin natürlich spannende Geschichten zu erzählen, wie die von einem Wasserburger Schmied aus dem 17. Jahrhundert. „Nach dem Tod seiner Tochter ist er in eine tiefe Depression verfallen. Er hat sein Geschäft aufgegeben, konnte nicht mehr arbeiten. Eines Nachts ist ihm seine Tochter erschienen. Umgeben von einem hellen Lichtstrahl. Am nächsten Morgen hat er nach diesem Bildnis einen Engel aus Metall gestaltet. Daraus wurde später der Rauschgoldengel, so die Sage.“

Auch eine der umfangreichsten Engel-Stationen liegt auf der Route der Stadtführerin. „Die Metzgerei Rahm in der Schustergasse hat ihre Familiensammlung an Engeln ausgestellt. Wirklich sehenswert.“

Wer Traudl Inninger auf dem Engelweg begleiten will, kann dies noch an folgenden Tagen tun:

Samstag,12.12., 14 Uhr
Samstag,19.12., 11 Uhr
Sonntag, 20.12., 14 Uhr
Samstag, 26.12., 14 Uhr

Die Führung findet ab sechs Personen statt. Preis pro Person: vier Euro, Dauer: zirka eine Stunde. Treffpunkt vor dem Rathaus.

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