Zweite Overtime-Niederlage in Folge

Star Bulls unterliegen mit 3:4 gegen Bremerhaven

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starbulls_logoRosenheim – Am Sonntag verloren die Starbulls ihr Heimspiel gegen Bremerhaven mit 3:4 nach Verlängerung  und somit das zweite Overtime Match in Folge. Ausschlaggebend für diese erste Heimniederlage gegen die Pinguins überhaupt waren einmal zu viele eigene Fehler, zu viele ungenutzte Überzahlsituationen und eine Bremerhavener Mannschaft, deren Spielkonzept an diesem Abend voll aufging.

Dabei begann das Spiel vor 1657 Zuschauern recht ordentlich für die Heimmannschaft. Vom Eröffnungsbully weg setzten sie die Norddeutschen gehörig unter Druck und erspielten sich in der Anfangsphase einige gute Gelegenheiten. Das Tor allerdings fiel in der 5. Minute auf der Gegenseite, als Dominic Auger dem Bremerhavener Stürmer Brendan Cook die Scheibe maßgerecht auflegte. Dieser bedankte sich auf seine Weise und schloss diesen kapitalen Bock unhaltbar für Frederic Cloutier ab. Eine kalte Dusche für die Hausherren! Die Führung hielt aber nicht lange, denn nur 2 Minuten später kam Rosenheim zu seinem zweiten Powerplay an diesem Abend . Fabian Zick nutzte eine unübersichtliche Situation vor dem Bremerhavener Gehäuse und stocherte die Scheibe an Jonas Langmann vorbei zum verdienten Ausgleich. Bereits in diesem Drittel auffällig das sehr rustikale und teilweise körperlich überharte Spiel der Seestädter. Aber auch die Gäste kamen zu einigen Powerplay Gelegenheiten, darunter auch eine 5 gegen 3 Gelegenheit, die aber ein Opfer der erneut guten Penaltykillingabteilung der Starbulls wurde. Überhaut schenkten sich beide Unterzahlformationen an diesem Abend nichts.

Früh im zweiten Drittel dann die erstmalige Führung der Starbulls. Fast Break, 2 auf 1 Situation, Marcus Marsall passte zentimetergenau auf den mitgelaufenen Norman Hauner, der per Direktabnahme die Scheibe im Bremerhavener Tor versenken konnte. Die wohl schönste Kombination der Hausherren in diesem Spiel, welche von Tyler McNeely eingeleitet wurde. Jetzt begann die große Zeit des Schiedsrichters, der in dieser Phase einige versteckte Fouls der Gäste Schlicht und einfach übersah. Die Folge: Das Spiel wurde ruppiger und gipfelte schließlich in einer Massenkeilerei in der 26. Minute. Hier waren wohl auch noch einige Rechnungen aus dem ersten Drittel offen gewesen. Die anschließende Überzahl für Rosenheim brachte aber nichts ein. Stattdessen erzielte Bremerhaven in der 30. Minute den 2:2 Ausgleich durch Victor Beck, dem erneut ein kapitaler Fehler der Rosenheimer Hintermannschaft vorausging. Die Innstädter verloren jetzt zusehends ihr Spielkonzept in einer immer fahriger werdenden Partie, die durch häufige Pfiffe des Schiedsrichters unterbrochen wurde. Aber es kam noch schlimmer für den SBR! Kurz vor Ablauf des zweiten Drittel die zweite Gästeführung . Diesmal zeichnete Bremerhavens Torschütze vom Dienst Jan Kopecky verantwortlich, der eine gute Vorlage von Andrew McPherson zu nutzen wusste.

Der letzte Spielabschnitt war wohl der intensivste der ganzen Partie. Die Hausherren fingen jetzt an die harte Gangart des Gegners zu beantworten und spielten ihrerseits vermehrt auf den Körper. Erneut setzten sie die Norddeutschen stark unter Druck und drängten vehement auf den Ausgleich. Keine zwei Minuten waren gespielt und erneut Norman Hauner, mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, netzte zum viel umjubelten 3:3 Ausgleich für seine Mannschaft ein. Trotz einer Vielzahl an Rosenheimer Überzahlgelegenheiten wollte jedoch kein Treffer mehr für die Hausherren gelingen, da auch Bremerhaven sich mit aller Macht dem entgegenstellte.

Die Verlängerung musste also entscheiden und diesmal blieb Bremerhaven, nach zuvor sechs vergeblichen Anläufen, erstmals Sieger auf dem Rosenheimer Eis. Brendan Cook nahm in der 62. Minute genau Maß und überwand Frederic Cloutier, der bei diesem Schuss absolut nichts zu halten hatte.

In der anschließenden Pressekonferenz machte Gästetrainer Mike Stewart beiden Unterzahlformationen ein großes Kompliment, diese hätten einen sehr guten Job gemacht. Natürlich war er hoch zufrieden mit dem ersten Sieg seiner Mannschaft an der Mangfall, während Starbulls Trainer Franz Steer hart mit seinem Team ins Gericht ging. Er bemängelte zu viele eigene Fehler der vor allem erfahrenen Spieler und einige Undiszipliniertheiten seiner Mannschaft. Er kündigte außerdem eine saftige Aussprache mit einigen Spielern an.

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