Wasserburg souverän an der Spitze

Basketball-Damen geben sich in der Bundesliga weiterhin keine Blöße

image_pdfimage_print

aAuch nach dem sechsten Spieltag führen Wasserburgs Basketball-Damen souverän die Bundesliga-Tabelle an. Mit dem sechsten Sieg in Folge triumphierte das Team von Trainer Bastian Wernthaler (auf unserem Foto links mit Co-Coach Michi Zovko) vor heimischer Kulisse über die Gäste vom USC Freiburg deutlich mit 83:53 (28:25).

„Wir haben in der ersten Halbzeit genau das umgesetzt, woran wir in der vergangene Woche konsequent gearbeitet haben“, lautete das Fazit von Wasserburgs Coach Wernthaler am Ende des Spieltags. Und damit meinte er vor allem das schnelle Zusammenspiel, mit dem Wasserburgs Damen mit schnellen druckvollen Pässen und wunderschönen Kombinationen die Freiburger Defense  mehr als einmal im Regen stehen ließen.

Dass es da mit den erfolgreichen Abschlüssen nicht immer ganz klappte, war zu verschmerzen, zumal der Gegner auch nicht erfolgreich punkten konnte und selbst das eine ums andere Mal an der starken Wasserburger Verteidigung scheiterte.

So konnte der amtierende deutsche Meister bis zur Mitte des zweiten Viertels mit Treffern von Emma Cannon, Shey Peddy und Svenja Brunckhorst erst mal souverän in Führung gehen  (21:8, 14. Minute)

Was darauf folgte, war die stärkste Spielphase auf Seiten der Gäste. Binnen drei Minuten schafften sie mit einem 13:0-Run kurzfristig noch einen Ausgleich (21:21, 17. Minute). Mit 28:25 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Kabine.

Insgesamt zeigte sich dann aber nach der ersten Spielhälfte, worin die  deutliche Stärke des Wasserburger Teams besteht: der aktuelle Kader ist extrem breit aufgestellt, so dass Bastian Wernthaler jederzeit auf eine enorm hohe individuelle Qualität der einzelnen Spielerinnen zurückgreifen kann. Neuzugang und Aufbau Spielerin Nicole Romero lieferte in ihren 17 Minuten Spielzeit eine überzeugende Leistung ab, der auch der Trainer Respekt zollen musste. „Sie kann Basketball spielen und ist gut ausgebildet. Sie wird uns viel helfen“, so Bastian Wernthaler.

Auf der selben Position spielt seit Beginn der Saison aber vor allem die 25-jährige Sheylani Peddy, die Spiel für Spiel überragende Leistungen abruft. „Sie ist derzeit der beste Guard der gesamten Liga, eigentlich zu gut für diese Liga“. Und genau darin glaubt Wasserburgs Trainer ein großes Problem zu erkennen. Denn häufig lässt sich die US-Amerikanerin nur noch dann stoppen, wenn sie im Run auf dem Korb ordentlich von der gegnerischen Defense in die Zange genommen wird, notfalls mit erheblichem Körperkontakt. Hier sieht Wernthaler die Schiedsrichter in der Pflicht: „ Es geht nicht, dass diese Spielerin in der Liga nicht geschützt wird. Die Schiedsrichter müssen die Kontakte wegnehmen. Die Kontakte, die Shey Peddy bekommt, werden immer härter und irgendwann ist sie dann verletzt“, befürchtet der Meister-Trainer.

Was aber die Mannschaft als gemeinsam agierendes Instrument leisten kann, davon konnten sich die über 600 Fans in der Badria-Halle überzeugen. Denn viel Luft zum Atmen, geschweige denn Raum um die entsprechenden Körbe zu machen, ließen sie den Gästen aus dem Breisgau von nun an nur noch selten. 17 Zähler Vorsprung nach dem dritten Viertel (57:40) und dreißig Punkte zur Schlusssirene stimmten auch den sonst so kritischen Trainer milde. Denn der hat ja nicht nur das Ziel Titelverteidigung im Visier. Vor allem möchte er mit dem Team in der bevorstehenden Euro-League-Saison auch eine überzeugende Leistung abliefern.

„Wir kommen jetzt ganz gut in Form. Ich bin sehr zuversichtlich. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, bevor es dann zuhause losgeht“, so der Coach.

In der Bundesliga bleibt der Deutsche Meister neben dem Herner TC weiterhin ungeschlagen und verteidigt aufgrund eines überragenden Punkt-Verhältnisses erfolgreich und ungefährdet den ersten Tabellenplatz.

 

Es spielten: Steffi Wagner (20 Punkte), Shey Peddy (19), Anna Jurcenkova (11), Emma Cannon (10), Anne Breitreiner (5), Tiina Sten (5), Nicole Romero (4), Svenja Brunckhorst (4), Sara Vujacic (3), Daniela Vogel (2), Claudia Calvelo und Tatjana Stemmer. – mjv

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.