Spiel verloren – an Klasse gewonnen

TSV Wasserburg verliert im Eurocup 45:51 gegen Landes

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basketballAm Ende fehlte das gewisse Quäntchen, das es wahrscheinlich braucht, um so ein Spitzenspiel doch noch im letzten Augenblick herumzureißen. Mit 45:51 (23:28) verloren die Basketball-Damen am Mittwochabend ihr erstes FIBA-Eurocup-Heimspiel vor über 600 Fans in der Badria-Halle gegen die Basket Landes aus Frankreich.

Doch das war kein Grund hängenden Kopfes das Parkett zu verlassen. Gegen einen starken und routinierten Gegner bot das Team von Trainer Bastian Wernthaler den Gästen über weite Spielanteile Paroli. „Ich bin sehr zufrieden und stolz auf die Mannschaft. Wir haben heute wirklich gut gespielt“, lobt der Coach seine Mannschaft. „Wir haben das ganze Spiel über super verteidigt. Aber wir mussten auch damit leben, dass uns ein großer Center fehlt.“ Letzten Endes konnten die Französinnen ihre Chancen besser verwerten und machten im entscheidenden letzten Viertel die wichtigen Punkte.

Wasserburg kam gut ins Spiel, landete sogar die ersten Punkte, musste dann aber das erste Viertel mit 12:15 an den aktuellen Fünften der französischen Liga abgeben. Der punktete unter dem Wasserburger Korb vor allem mit schnellem und druckvollem Zuspiel. Immer wieder gelang es den Basket Landes, die Lücken in der Wasserburger Defense, so es sie denn gab, zu finden. Auffallend waren immer wieder Car-men Guzman, die auch aus unmöglichen Situationen traf, und Olivia Epoupa, die mehr als einmal durch die Wasserburger Verteidigung wieselte. Wasserburgs Damen zeichneten sich aber vor allen Dingen durch herausragenden, über das gesamte Spiel anhaltenden Kampfgeist aus. Centerin Emma Cannon, hatte mit einer Spielzeit von über 38 Minuten als einzige echte Spitze eine Präsenz, wie sie sie in der bisherigen Bundesliga-Saison noch nicht gezeigt hatte. 15 Rebounds gingen allein auf ihr Konto.

Auch im zweiten und dritten Viertel bekamen die Fans in der gut besuchten Badria-Halle hochwertigen Basketball präsentiert, mit zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten. Zwar hatten die Basket Landes die Nase meistens einen Tick vorne, doch dem deutschen Meister gelang es immer wieder die Verfolgung aufzunehmen. Bis auf drei Punkte kam man drei Minuten vor dem Ende der Partie nochmal an den Gegner heran (44:47). Ein Hoffnungsschimmer, der keinen der Zuschauer mehr auf seinem Platz hielt. Ein Dreier 40 Sekunden vor dem Schluss von Landes´ Centerin Danielle Page (USA) machte diesen aber dann zunichte.

Eins hat sich jedoch an diesem Abend gezeigt: Wasserburg ist im Eurocup angekommen. Man kann den besten Clubs Europas Paroli bieten.

Es spielten: Emma Cannon (14 Punkte), Svenja Brunckhorst (10), Stina Barnert (10),Stephanie Wagner (7), Tiina Sten (2), Melissa Jeltema (2), Anne Breitreiner, Martina Dover und Rebecca Thoresen. MJV

 

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