Nach Kantersieg kommt jetzt der Aufsteiger

Starbulls am Sonntag gegen Bad Nauheim

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LOGO NEGATIVRosenheim  – Nach dem 8:1 Kantersieg der Starbulls beim bayerischen Derby in Kaufbeuren ist nun am Sonntag um 18 Uhr der Aufsteiger aus Bad Nauheim zu Gast im Rosenheimer Kathreinstadion. Da die bis Dato punktgleichen Mannschaften Bietigheim, Bremerhaven und Ravensburg am Freitag allesamt Federn lassen mussten, belegen Rosenheims Eishockeyspieler dadurch jetzt wieder den zweiten Tabellenplatz in der DEL2. Mitkonkurrent Ravensburg ließ dabei einen Punkt liegen beim Sonntags-Gegner der Starbulls, die dadurch erneut aufzeigten, dass sie auch mit den Großen in der Liga mithalten können.

„Raus aus dem Wellental“, so titelte vor kurzem noch das OVB in ihrem Aufmacher vor dem Auswärtsspiel der Starbulls in Kaufbeuren. Angesprochen war damit die durchwachsene Punkteausbeute der letzten Zeit und das damit verbundene Auf und Ab in der Tabelle. Haben die grünen Bullen das Wellental jetzt durchschritten? Klar ist nur, dass sie mit dem Erfolg im Allgäu ihr zweites Auswärtsspiel in Folge gewonnen haben und damit bereits den achten Auswärtssieg in der laufenden Saison feiern konnten. Dass ist Ligasaisonrekord! Auswärts steht also alles zum Besten, aber wie sieht es auf heimischen Eis aus? Vier der letzten fünf Heimspiele gingen verloren.

Die Mannschaft von Franz Steer will jetzt unbedingt auch mal wieder vor eigener Kulisse den Bock umstoßen und den heimischen Fans einen Heimsieg präsentieren. Die beiden Auswärtssiege im Rücken waren sicherlich dazu angetan das Selbstvertrauen zu stärken. Auch lässt sich attestieren, dass die zuvor so schmerzlich vermissten Kim Staal und Shawn Weller sich nach und nach ihrem alten Leistungsvermögen annähern und damit der Mannschaft enorm helfen. Das Spiel mit vier Reihen ist wieder möglich und damit kommt eine der Hauptwaffen im Spiel der Starbulls wieder zur Geltung. Absolut sehen lassen kann sich auch die „Penaltykillingquote“ der Mangfallstädter. Mit einem Wert von 87,88% Verhinderungsquote bei eigener Unterzahl ist der Altmeister auch in dieser Kategorie absolute Spitze.

Sieht man sich den Gegner aus Bad Nauheim an, so lässt sich vor allem einmal feststellen, dass der Aufsteiger momentan genau die Erwartungen erfüllt, die man an ihn im Vorfeld der Saison gesetzt hatte. Der Kampf um den achten Platz ist das ausgegebene Ziel in der Wetterau, exakt die Position also, welche die Mannschaft von Trainer Frank Carnevale momentan innehat. Vor allem vor eigenem Publikum präsentieren sich die Roten Teufel als fleißige Punktesammler. Einundzwanzig ihrer bisher achtundzwanzig geholten Zähler holten die Hessen im heimischen Colonel Knight Stadion. So gewannen sie u.a. auch das denkwürdige Hinspiel gegen die Starbulls mit 3:2 n.V., als man den Ausgleich drei Sekunden vor Ende der Partie machte und somit den Oberbayern den schon sicher geglaubten Sieg vor der Nase wegschnappte.

Auswärts hingegen scheint in letzter Zeit jedoch die Luft ein wenig raus zu sein. Nach zum Teil beachtenswerten Anfangserfolgen zu Beginn der Saison setzte es in letzter Zeit einige derbe Schlappen in der Fremde, so auch eine 1:10 Niederlage in Landshut. Als große Schwachstelle wird gemeinhin die Torhüterposition angesehen. Thomas Ower, vormals Hannover Indians, verfügt zwar über ein beträchtliches Maß an Zweitligaerfahrung, wusste bisher aber noch nicht so zu überzeugen. Die Qualitäten des Aufsteigers sind dann doch eher im Sturm und in der enormen Moral zu finden. Mit der Verpflichtung von Jason Pinizzotto aus Schwennigen konnten die Wetterauer im Vorfeld der Saison ein echtes Ausrufezeichen setzen. Beste Scorer sind aktuell Trainersohn Tylor Carnevale und Matt Beca.

Vor allem verbindet man in Rosenheim mit dem Namen Bad Nauheim aber natürlich die Aufstiegssaison. Die Hessen waren die erste, und die im nach hinein gesehen auch schwierigste Hürde gewesen, die es in der Saison 2009/ 2010 aus dem Weg zu räumen galt. Unvergessen natürlich das Comeback der Oberbayern nach einem verlorenem 1:7 Viertelfinalauftakt in Bad Nauheim, als man die Serie schließlich noch mit 4:3 für sich entscheiden konnte.

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