Landratsamt: Jetzt zur Grippeschutzimpfung!

Staatliches Gesundheitsamt Rosenheim rät zur jährlichen Vorsorge

image_pdfimage_print

Wer sich in den vergangenen Wochen noch nicht gegen die Virusgrippe hat impfen lassen, sollte dies in den nächsten Tagen tun, rät die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Rosenheim Dr. Irmgard Wölfl. Die Impfung sei gut verträglich, die Kosten würden die Krankenkassen übernehmen …

Der Höhepunkt der Grippesaison liegt meist in den ersten Wochen des Jahres. Da der Körper nach der Impfung noch ein bis zwei Wochen braucht, bis er ausreichend Virenschutz aufgebaut hat, rät Dr. Wölfl jetzt zum Besuch des Hausarztes. Besonders am Herzen liegen ihr die Beschäftigten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Kindertageseinrichtungen. „Für sie wäre die Grippeimpfung besonders wichtig“, so Dr. Wölfl, sie diene nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch der Vermeidung einer möglichen Infektion von Patienten, Heimbewohnern und Kindern.

Darüber hinaus gilt die Impfempfehlung vor allem für über 60-Jährige, Menschen mit Abwehrschwäche, Personen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Leberleiden und Stoffwechsel- oder neurologischen Erkrankungen. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen.

Neben der Grippeschutzimpfung empfiehlt die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes, in der nasskalten Jahreszeit die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken. „Hilfreich sind ausreichend Schlaf, Spaziergänge an der frischen Luft, heiß-kalte Wechselbäder, Saunagänge und vitaminreiche Kost.“

„Da die hochansteckenden Grippeerreger nicht nur durch Anniesen oder Anhusten übertragen werden, sondern bereits durch einen einfachen Händedruck“, rät Dr. Wölfl zudem, die Hände häufig zu waschen und ausschließlich Papiertaschentücher zu benutzen und nach einmaligem Gebrauch zu entsorgen. Sollte es zu einer Grippewelle kommen, ist es auch ratsam, auf das traditionelle Händeschütteln zu verzichten.

Wie jedes Jahr wurde der Impfstoff auch heuer aktualisiert. Nach wie vor zählt die Virusgrippe zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten in Deutschland. Jedes Jahr fordert sie bundesweit etwa 8.000 bis 11.000 zusätzliche Todesfälle, häufig auch durch Zweitinfektionen wie Lungenentzündungen.

Um besonders effektiv vor Atemwegskeimen geschützt zu sein, sollten Senioren im Rahmen der Grippeimpfung gleichzeitig ihren Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen lassen. Pneumokokken sind für eine große Zahl gefährlicher Atemwegserkrankungen im höheren Alter verantwortlich.

Weitere Informationen gibt es beim Staatlichen Gesundheitsamt in der Prinzregentenstraße 19 in Rosenheim.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.