In einem Meer von Schafkopfkarten

Sammler aus Leidenschaft: Ludwig Ettmüller aus Albaching hat 12.000 Packerl

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Mit seinen knapp 12.000 verschiedenen Packerln an Schafkopfkarten ist der Kaltenecker Ludwig Ettmüller schwer rekordverdächtig. Damit gehört er jedenfalls zu den drei Spitzenreitern im Freistaat Bayern, die etwa die gleiche Anzahl zu ihrer Sammlung zählen. Zu seinen wertvollsten Exemplaren zählen die „Brauerei-Karten“, von denen er an die 1500 Stück besitzt. Gerne hätte Ettmüller vor allem noch drei Kartenspiele – die Brauereien haben da aber schon vor längerer Zeit die Produktion eingestellt …

Das sind die Karten von der Fletzinger Brauerei aus Wasserburg, dem X. Münch-Bräu aus Feldkirchen bei München und der Wiflinger Brauerei bei Erding.

Sein Hobby übt Ettmüller seit 1992 aus. Damals hatte er zufällig einige Spielkarten mit schönen Bildern geschenkt bekommen, die dann seine schlummernde Sammler-Leidenschaft weckten.

Aufgrund der vielen Karten bekommt Ettmüller allmählich ein Platzproblem, für das er noch keine konkrete Lösung hat. Denn wie er sagt, wenn er nicht täglich seine Karten sieht, verliert er nach und nach den Überblick.

Im Übrigen ist seine Sammler-Leidenschaft ungebrochen. Besonders freut ihn, dass möglicherweise einer seiner Enkel einmal in seine Fußstapfen tritt.

Seine umfangreiche Sammlung kann von Interessierten jederzeit nach Absprache (Telefon 08076/1330) besichtigt werden.

Helmut Maier

Das Bild zeigt Ludwig Ettmüller in seinem Ausstellungsraum vor seinen „Brauerei-Karten“.

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4 Gedanken zu „In einem Meer von Schafkopfkarten

  1. Rudolf Püchner

    Tja, ich beginne langsam an meinem Verstand zu zweifeln…
    Selbst ein leidenschaftlicher Schaffkopfspieler, stolpere ich immer wieder über den Namen für dieses Spiel: Soweit mir bekannt ist, heißt es nicht Schafkopf, sondern Schaffkopf …. wer hat nun recht?

    Das wäre doch mal eine Preisfrage …

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    1. Das sagt zumindest Dr. Internet und mir scheint diese Antwort doch sehr plausibel. Viel Spass weiterhin beim Spielen:
      Schaffkopfen soll mindestens 500 Jahre alt sein und gehört somit zu den ältesten Kartenspielen im deutschsprachigen Raum. Der Name des Spiels hat weder mit Schafen noch mit Köpfen zu tun, sondern er kommt mit großer Wahrscheinlichkeit daher, daß man früher auf sog. „Schaffen“ (Fässer) gespielt hat. Das alte deutsche Wort „choffern“, was soviel bedeutet wie spielen, dürfte zu dem heutigen Wort „Kopf“ geführt haben. Aus diesem Grunde wird Schaffkopf in der Mitte auch mit zwei „f“ geschrieben und nicht, wie leider die große Allgemeinheit zu wissen meint, mit einem „f“.

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  2. Es ist doch wurscht wie es geschrieben wird!Ich spiele es aus Leidenschaft einfach weil es Spaß macht.

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    1. Super „haubelinchen“. Letztlich ist die Schreibweise ja wirklich egal. Umgangssprachlich hat sich aber wohl doch die Schreibweise mit einen „f“ durchgesetzt. Unabhängig haben sich aber über dieses Thema schon viele den Kopf zerbrochen. Ich meine aber, dass Wikipedia unter dem Stichwort „Schafkopfen“ das Ganze sehr sachlich und fundiert abgehandelt hat.

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