„Ergiebige“ Grenzkontrollen

Festnahmen: Täter aus Mazedonien, Albanien, Rumänien, Kroatien und Deutschland

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Als besonders „ergiebig“ bezeichnet die Bundespolizei heute am Freitagnachmittag ihre jüngsten Grenzkontrollen! Immer wieder würden Personen festgenommen, gegen die Haftbefehle vorliegen. Hier ein paar Fälle: Erst gestern am Donnerstag verhafteten die Grenzpolizisten einen Mazedonier. Der Mann muss über 1.000 Tage lang ins Gefängnis. Der 35-Jährige war vom Landgericht Aachen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Die Liste der von ihm begangenen Straftaten ist lang: Schwerer Raub, Körperverletzung, Betrug, Diebstahl, Verschaffen falscher amtlicher Ausweise und unerlaubte Einreise.

Nachdem er einen Teil seiner Strafe verbüßt hatte, war er aus Deutschland abgeschoben worden. Mit seiner erneuten Einreise und der Überprüfung durch die Bundespolizei am Ende dieses Jahres wurde die Restfreiheitsstrafe von 1.049 Tagen fällig. Die Beamten brachten den mazedonischen Staatsangehörigen in die Justizvollzugsanstalt nach Bernau.

In den vergangenen Tagen schlug der Fahndungscomputer bei der Kontrolle von Personen im grenzüberschreitenden Reiseverkehr immer wieder Alarm:

Beispielsweise nahmen die Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der Autobahn Kufstein – Rosenheim einen Albaner fest, der wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln eine 958-tägige Restfreiheitsstrafe zu verbüßen hat. Er wurde von der Staatsanwaltschaft Ulm gesucht. Inzwischen befindet sich der 33-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Bernau.

Justizschulden in Höhe von 1.500 Euro konnte ein Rumäne nach Überprüfung seiner Personalien in der Kontrollstelle bei Kiefersfelden begleichen. Der 27-Jährige war wegen Sachbeschädigung verurteilt und von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gesucht worden.

Auf der Autobahn Salzburg – München kontrollierten die Bundespolizisten einen 32-jährigen Rumänen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Tübingen wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls vor. Der Mann konnte den drohenden Gefängnisaufenthalt durch Zahlung der geforderten 2.700 Euro abwenden.

Dagegen musste ein Mazedonier einen 45-tägigen Haftaufenthalt antreten. Der 34-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft Stuttgart gesucht. Er war wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 450 Euro verurteilt worden. Da er diesen Betrag nicht zahlen konnte, brachten ihn die Beamten ersatzweise in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall.

Ebenfalls in der Kontrollstelle bei Schwarzbach stoppten die Bundespolizisten einen wegen Diebstahls verurteilten Kroaten, der von der Staatsanwaltschaft Köln gesucht wurde. Er durfte seine Fahrt nach Begleichung der Geldstrafe in Höhe von 880 Euro fortsetzen.

Auch auf der Zugstrecke Kufstein – Rosenheim wurden die Beamten der Rosenheimer Bundespolizei fündig. Im Eurocity nahmen sie einen Rumänen fest und brachten ihn für 90 Tage ins Bernauer Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg suchte mit einem Haftbefehl nach dem jungen Mann. Zu seiner Freiheitsstrafe war der 21-Jährige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden.

In einem Regionalzug nahmen die Bundespolizisten einen 27-Jährigen in Gewahrsam. Gegen diesen lag ein Haftbefehl der Münchner Staatsanwaltschaft vor. Der Deutsche muss eine 55-tägige Freiheitsstrafe wegen Trunkenheit im Verkehr verbüßen.

 

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