„… da kann man nicht meckern“

Klarer Auswärts-Sieg über TV Saarlouis Royals mit 72:55

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basketballWasserburg – Kein hochklassiges, aber ein immerhin erfolgreiches Spiel: Im Auswärtseinsatz bei den Saarlouis Royals siegte der TSV Wasserburg im Sonntagsspiel mit 72:55 (36:21). Damit führen die Basketball-Damen vom Inn auch nach dem zehnten Spieltag die Bundesliga-Tabelle weiterhin an. „Gemessen an der Belastung, die wir im Augenblick haben, bin ich mit der Leistung insgesamt zufrieden“, lautet das Fazit von Wasserburgs Trainer Bastian Wernthaler.

 „Saarlouis ist sehr gefährlich, wenn man sie spielen lässt. Das war in den ersten Minuten der Fall. Wir konnten aber dann durch Zonenverteidigung die Stärken von ihnen wegnehmen und damit haben wir sie aus ihren Strukturen gebracht.“

Saarlouis zeigte sich in der Tat zunächst wenig beeindruckt von der Präsenz des deutschen Meisters. Den ersten Dreier von Wasserburgs Flügelspielerin Tiina Sten beantwortete Laura Rahn für die Saarlouis Royals  prompt ebenfalls mit einem Dreier. In den folgenden Minuten wechselte die Führung fast mit jedem Treffer und es gelang dem Aufsteiger aus dem Saarland das eine ums andere Mal durch einen schnellen Steal, gefolgt von einem erfolgreichen Fast Break den Wasserburgerinnen auf Augenhöhe zu begegnen. Erst in der fünften Minute gelang es dann dem TSV erstmals Körbe in Serie zu werfen. Nach einem 9:0-Lauf in den zweiten fünf Minuten dieses Abschnitts beendeten sie das erste Viertel mit 18:11.

Trotz des eindeutigen Vorsprungs  war die erste Halbzeit in Wirklichkeit aber auch geprägt von vielen nicht genutzten Chancen, verlegten Korblegern und unnötigen Ballverlusten auf Wasserburger Seite. Einzig der ordentlichen Verteidigung des Wasserburger Korbs war es bis dahin zu verdanken, dass die Royals auch nicht wirklich zum Zuge kamen und so viele Fahrkarten aus der Distanz schossen.

Ein 15 Punkte Vorsprung zur Halbzeit

Im zweiten Viertel gelang es dann dem Team von Bastian Wernthaler und Wanda Guyton den Vorsprung in den zweistelligen Bereich auszubauen. Dafür sorgten vor allem Treffer von Anne Breitreiner und Melissa Jeltema, die in diesem Viertel eine enorme Präsenz zeigten. Getoppt wurde diese Leistung lediglich von Wasserburgs Top-Scorerin Emma Cannon, die zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Punkte und 9 Rebounds auf ihrem Konto verbucht hatte. In die Kabine ging es mit einem Vorsprung von moderaten 15 Punkten (36:21). Diesen galt es im Anschluss aber noch zu verwalten.

Mit 17:16 Punkten ging das dritte Viertel aber nur knapp an den TSV Wasserburg. Die Innstädterinnen konnten zwar den Abstand auf die Gastgeberinnen zwischenzeitlich auf 20 Zähler ausdehnen, gaben denen aber immer wieder die Möglichkeit nachzuziehen. Emma Cannon knackte ihrerseits die 20-Punkte-Marke und ergatterte den zehnten von insgesamt 13 Rebounds in diesem Spiel.

Kämpferische Royals sorgten dafür, dass auch im letzten Viertel der Vorsprung für die Gäste nicht mehr wesentlich anstieg. Vor allem Kayla Tetschlag (13 Punkte) und Jamailah Adams (11) trugen dazu im Wesentlichen bei. Wasserburg konnte unter anderem davon profitieren, dass die Saarlouis Royals schon bald ihr fünftes Teamfoul vorweisen konnten und somit jedes weitere Foul mit zwei Freiwürfen für die Gäste geahndet wurde. Auf Wasserburger Seite musste andererseits aber auch Stina Barnert nach ihrem fünften Foul vorzeitig das Parkett verlassen.

„Es war in der zweiten Halbzeit kein überragendes Spiel, vor allem in der Offensive.“, lautet das Fazit von Bastian Wernthaler. „Aber gemessen an der augenblicklichen Belastung haben wir das Match souverän runtergespielt. Wir haben über vierzig Minuten gut verteidigt. Da kann man nicht meckern.“

Es spielten: Emma Cannon (27 Punkte), Melissa Jeltema (11), Anne Breitreiner (10), Tiian Sten (9), Stephanie Wagner (6), Svenja Brunckhorst (5), Stian BArnert (4), Rebecca Thoresen und Martina Dover. – mjv

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