Floriansjünger: Heute erste Prüfung

26 Anwärter der Feuerwehr Wasserburg trainieren für den Ernstfall

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Verkehrsunfälle, Brände, Katzen auf Bäumen und Fehlalarme: Rund um die Uhr sind sie im Einsatz, die Floriansjünger im Altlandkreis. Doch dass hinter jedem Feuerwehrmann auch eine anspruchsvolle und zeitaufwendige Ausbildung steht, das wird oft vergessen. Seit rund sechs Wochen trainieren 26 Anwärter der Feuerwehr Wasserburg für die Zwischenprüfung des Basislehrgangs „Modulare Trupp-Mann-Ausbildung“ – am heutigen Sonntag müssen sie sich in vier Disziplinen dem strengen Urteil der Ausbilder Georg Schmaderer und Günther Bauer stellen.

„Die Anwärterzeit bei der Feuerwehr dauert in der Regel zwei Jahre“, erklärt Bauer. Er leitet die Trainingseinheit, bei der der Schwerpunkt auf Technischer Hilfeleistung liegt – es wurde ein Verkehrsunfall nachgestellt und ein professioneller Trainingseinsatz durchgeführt und besprochen.

„Da wir durch die 150-Jahr-Feier heuer wenig Zeit für die Ausbildung der neuen Anwärter und dennoch einige Neuaufnahmen hatten, läuft jetzt ein verkürzter Crash-Kurs über sechs Wochen. Die nächsten Schritte nach dem Basis-Modul sind das Übungs-Ausbildungs-Modul und abschließend die Truppenführerprüfung. Erst dann dürfen die Anwärter offiziell eingesetzt werden“, so Bauer.

Diese Grundausbildung ist die Voraussetzung für jeden Floriansjünger, um bei Einsätzen dabei sein zu können – außerdem muss man mindestens 16 Jahre alt sein. Im momentanen Lehrgang befinden sich teils Jugendfeuerwehrler und teils neue Anwärter, beispielsweise Angestellte der Stadt Wasserburg.

„Die Anwärter bringen große Einsatzbereitschaft und Motivation mit, obwohl sie zweimal pro Woche mit uns trainieren mussten“, lobt Bauer seine Schützlinge. Am heutigen Sonntag wird das Können der Anwärter in drei feuerwehr-technischen Disziplinen von Knotenkunde über Erste Hilfe bis hin zur Inbetriebnahme von Hydranten unter Beweis gestellt. Auch gehören eine funk-technische und eine theoretische Prüfung mit 50 Fragen dazu, um sich für den nächsten Schritt, die Truppenführerprüfung, qualifizieren zu können.

„Im Anschluss an die heutige Trainingseinheit wird erst einmal gemeinsam aufgeräumt – das gehört nämlich auch mit dazu“, schmunzelt Bauer. „Und dann hoffen wir, dass alle die Prüfung bestehen – gut vorbereitet sind sie auf jeden Fall.“ HF

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