Viel Geld bezahlt für falsche Papiere

Bundespolizei entdeckt mehr und mehr Fälle - 4700 Flüchtlinge am Wochenende

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Die Lage spitzt sich vor allem aufgrund der Witterung zu – die Nächte sind nass und bitterkalt mittlerweile: Über das Wochenende verteilt hat die Bundespolizei in Rosenheim und Freilassing insgesamt rund 4.700 Migranten festgestellt. Bei den Grenzkontrollen werden immer wieder gefälschte Papiere für einen Aufenthalt in Deutschland entdeckt, heißt es heute am Montagnachmittag, für die vermutlich sehr viel Geld hingelgt wurde. Gestern wurden einige Afrikaner mit entsprechenden Fälschungen in Gewahrsam genommen.

Die Männer und Frauen mit den falschen Dokumenten waren alle in Fernbussen aus Italien unterwegs. Sie stammen eigenen Angaben zufolge ursprünglich aus Somalia, Nigeria und Äthiopien.

Die Bundespolizei geht davon aus, dass die unerlaubt Eingereisten für ein falsches Dokument mehrere hundert Euro zahlen mussten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Am Samstag trafen die Bundespolizisten auf der Inntalautobahn in einem anderen Reisebus auf sechs Afghanen. Diese verfügten zwar über echte Pässe und Visa, bei den eingetragenen Daten handelt es sich aber offensichtlich um die Personalien anderer Landsleute.

Auch in diesen Fällen liege es nahe, so die Bundespolizei, dass die afghanischen Staatsangehörigen für die Beschaffung der Papiere abkassiert wurden. Die Ermittlungen dauern an.

 

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