Viel Applaus: Talent trifft auf Spielfreude

„Ach du liabs Herrgöttle": Noch zweimal Mordsgaudi mit der Theatergruppe Waldhausen

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waldWenn der Vater mit dem Sohne – unser Bild zeigt Hans Kirmaier als Bürgermeister Hilgermoser und Johannes Kirmaier als schwäbisches Muttersöhnchen Jakob Schwälble! Bereits mit der Premiere des Stücks „Die drei Dorfheiligen“ aus der Feder von Max Neal und Max Ferner konnte die Theatergruppe Waldhausen in der Turnhalle Waldhausen bei den vielen Zuschauern einen Volltreffer landen. Unter der bewährten Leitung von Peter Albert, unterstützt von Christian Fill, beweisen auch dieses Jahr die talentierten Darsteller, dass sie über ein hohes Maß an Schauspielbegabung und Spielfreude verfügen.


Zum Inhalt:  In der eigenen Gemeinde Scheibling für Moral, Zucht und Ordnung sorgen – so lautet die Devise von Bürgermeister Simon Hilgermoser (Hans Kirmaier). Allerdings war er selbst alles andere als ein Heiliger in seinen jungen Jahren. Mit Wagnermeister Quirin Riedlechner (Helmut Brindl) und Bäckermeister Peter Söllbeck (Christian Krauss) teilt er eine Gemeinsamkeit: alle drei hatten einmal eine Liaison mit der „Schwarze Resi“ – und zahlen jeweils Alimente für einen Sohn. Die Ehefrauen der drei Männer wissen freilich nichts davon.
Hans Kirmaier stellte in seiner Hauptrolle als Rathauschef seine facettenreichen Schauspielkünste wieder unter Beweis. Ihm gegenüber stand eine nicht weniger talentierte Fanny Schuhbeck als resolute Bürgermeister-Gattin Urschi. In der Wohnstube des Ehepaares wurde geflucht und geschimpft, was der bayerische Wortschatz nur so hergibt.

Einig sind sich die beiden nur, wenn es um das Liebesleben der eigensinnigen Tochter Fanny (Erika Heindl) geht. Die Schwärmerei für den frechen Lehrer Martin Furtner (Alban Kirmaier) wollen sie aus gesellschaftlichen Gründen verbieten. Als dem Lehrer allerdings alte Liebesbriefe an die „Schwarze Resi“ in die Hände fallen, hat er den Gemeindechef in seiner Hand.

Herausragend war die schauspielerische Leistung von Debütant Johannes Kirmaier. Er spielte das fröhliche Muttersöhnchen Jakob Schwälble, der Fannys wohlhabender Zukünftiger werden soll, wenn es nach deren Eltern geht. Kirmaier brillierte mit seinem schwäbischen Dialekt und heimste Szenenapplaus ein.

Durch einen Rollentausch verliebt sich Jakob in Fanny‘s Freundin Mariann (Katharina Kirmaier) und hält sie für die Bürgermeister-Tochter. Auch Agnes Fill beherrschte als Jakobs geschäftstüchtige Mutter und Großkäserei-Besitzerin den schwäbischen Dialekt perfekt.

Ebenfalls überzeugten Hans Gröbner als strenger Pfarrer Baptist Heizinger, Max Reiter als Bezirksarzt Dr. Gerner, Jessica Rentzsch als Verkupplerin und Händlerin Leni Gfeiler sowie Theaterleiterin Monika Schillmaier als Dienstmagd Vroni.

Für die Maske war Bettina Fill verantwortlich und Gabi Schmid als Souffleuse.

Ob es zu einer Heirat kommt, das Geheimnis um die Liebesbriefe bewahrt wird oder der vermeintliche Sohn der „Schwarzen Resi“ noch nach Scheibling kommt? So viel sei verraten: Es kommt zu einem Happy End. Oder wie Jakob Schwälble formulierte: „Ach du liabs Herrgöttle, es gibt a Dutzend Schmätzele.“

Weitere Aufführungen finden statt am Freitag, 7. Oktober (20 Uhr) und Samstag, 8. Oktober (20 Uhr).

Karten gibt es bei Agnes und Georg Fill, 08074/511, und im Kaufhaus Scherer in Waldhausen, 08074/1618.

pr

 

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