„Versehentliche“ Deutschlandtour …

... endet in Untersuchungshaft: Zu Elft - darunter drei Kinder - in Siebensitzer

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SONY DSCDie Flüchtlinge hatten 1.600 Euro für die Fahrt von Italien nach Schweden bezahlt. Ihr junger Fahrer behauptete, dass er die arabische Gruppe nur nach Mailand habe bringen wollen. Von dort sollten die Syrer mit dem Zug bis nach Schweden reisen. Da am Bahnhof kein entsprechender Zug mehr abfuhr, entschloss er sich, „noch ein Stück“ weiter zu fahren. Dass er nun in Deutschland sei, überrasche auch ihn. So die Worte eines Ägypters, den die Rosenheimer Bundespolizei am gestrigen Mittwoch festnahm. Dem 24-Jährigen wird vorgeworfen, zehn syrische Staatsangehörige …

… nach Deutschland geschleust zu haben. Dass sein Wagen nur für sieben Personen zugelassen ist, störte den jungen Mann dabei nicht wirklich.

Zudem verfügte er selbst weder über die erforderlichen Einreisepapiere, noch über einen Führerschein. Schleierfahnder hatten das völlig überladene Fahrzeug des Ägypters auf Höhe Raubling gestoppt. Insgesamt elf Personen saßen dicht gedrängt im Fahrzeug. Die drei Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren hatten nur noch auf den Schößen der Erwachsenen Platz gefunden. Sowohl der ägyptische Fahrer als auch seine syrischen Fahrgäste konnten lediglich ihre Reisepässe vorweisen.

Die Bundespolizisten nahmen alle Personen mit zur Dienststelle.

Den Ausreden des ägyptischen Fahrers von der versehentlichen Deutschlandreise schenkte letztlich auch der Haftrichter keinen Glauben. Der 24-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Traunstein. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährlichen Bedingungen, der eigenen unerlaubten Einreise und Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafrechtlich verantworten müssen.

Die Syrer leitete die Bundespolizei an die Münchener Aufnahmeeinrichtung weiter.

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