Hohe Loyalität der Unternehmen zur Stadt

Spitzen-Benotungen für Rosenheim als deutscher Wirtschaftsstandort

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BauerSpitzen-Benotungen hat die Stadt Rosenheim als Wirtschaftsstandort in einer aktuellen Studie vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln erhalten. „Rosenheim ist aus vielen Perspektiven überdurchschnittlich erfolgreich“, so das Fazit der Analyse. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (Foto) zeigte sich erfreut über das positive Ergebnis: „Wenn eines der großen wirtschaftlichen Forschungsinstitute in Deutschland zu einer solchen Einschätzung kommt, sind wir mit unserer kommunalen Wirtschafts- und Finanzpolitik offensichtlich auf dem richtigen Weg.“

Von Dezember 2013 bis Januar 2014 befragten Forscher des Instituts 5.500 Unternehmen in allen 110 kreisfreien Städten in Deutschland. Die Stichprobe umfasste jeweils 50 Unternehmen pro Stadt, die zufällig aus einer Unternehmensdatenbank gezogen wurden. „Damit sind statistisch valide Aussagen garantiert“, so Hanno Kempermann, der Autor der Studie.

Auffällig sei die hohe Loyalität der Rosenheimer Unternehmen zu ihrer Stadt. Knapp 92 Prozent würden Rosenheim nochmals als Standort wählen. Rosenheim liegt mit diesem Zustimmungswert deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 84,7 Prozent und noch weiter vor dem Bundesdurchschnitt (80,0 Prozent). Unter allen 110 kreisfreien Städten in Deutschland bedeutet dieses Ergebnis Rang 15 – eine Platzierung fast im oberen Zehntel.

Noch besser schneidet die Stadt bei der Frage ab, ob das Gewerbesteuerniveau im Verhältnis zu den kommunalen Leistungen angemessen sei. Obwohl Rosenheim mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 400 Punkten „relativ hoch“ liege, erreicht die Stadt bei diesem Indikator mit einer Zustimmungsquote von 85 Prozent gemeinsam mit Wolfsburg bundesweit Platz 1. Der bayerische Durchschnitt bei dieser Frage liege bei 64,5 Prozent. Noch deutlicher übertroffen wird der bundesdeutsche Durchschnittswert, der bei dieser Frage nur 51,4 Prozent erreicht.

Über einen umfassenden Index, der auch Fragen zur Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommune, die kulturellen Angebote am Standort und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen beinhaltet, hat das IW den Grad der Wirtschaftsfreundlichkeit der Stadt insgesamt ermittelt. Auch bei diesem Gesamtindikator schneidet Rosenheim mit Platz 12 unter allen 110 kreisfreien Städten in Deutschland „sehr gut“ ab. „Während zum Topwert lediglich ein Abstand von gut drei Punkten liegt, beträgt der Abstand zum Letztplatzierten fast 40 Punkte. Auch hier zeigt sich die Stärke von Rosenheim“, so die Forscher.

Rosenheims Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl sieht in den Ergebnissen der Studie eine „positive Momentaufnahme“. Die Pflege eines Wirtschaftsstandorts sei aber eine Daueraufgabe. „Es ist wie in der Champions League. Sie einmal zu gewinnen, ist gut für die Vereinsgeschichte. Dauerhaft das Halbfinale zu erreichen, zeichnet den wahren Meister aus. Wir müssen durch eine aktive und offensive Standortpolitik dafür sorgen, dass Rosenheim dauerhaft attraktiv bleibt und seine Chancen als Teil der dynamischen Metropolregion München nutzen kann.“

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