Frau will sich an Asylbewerbern „rächen“

Überfall in Waldkraiburg war nur erfunden - Appell der Polizei

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Am gestrigen Sonntag meldete eine junge Frau der Polizei Waldkraiburg, dass sie letzte Nacht von drei Männern überfallen worden sei. Die Männer hätten sie mit einem Messer verletzt. Nach der Aktivierung eines Taschenalarms seien die Täter aber geflüchtet. Der Haupttäter soll dunkle Hautfarbe haben, so die Frau. Doch dann stellte sich die Sache ganz anders heraus …

Die Frau gestand den Polizeibeamten nach ersten, intensiven Ermittlungen, den Vorfall nur erfunden zu haben. Der Grund: Sie wollte sich an Asylbewerbern für die ihr bekannt gewordenen Übergriffe auf Frauen in der Region rächen.

Der komplette Sachverhalt: Am Sonntag erschien gegen Mittag eine junge Frau aus Waldkraiburg bei der Polizeiinspektion und meldete einen Überfall. Nach ihren Angaben sei sie nach einem Partybesuch in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 0.30 Uhr in der Innenstadt aus einem Taxi gestiegen. Dabei seien ihr drei Männer in unmittelbarer Nähe aufgefallen. Diese hätten „schnell zugepackt“ und ein dunkelhäutiger, etwa 20-jähriger habe ein Messer in der Hand gehalten. Mit dem Messer habe ihr der Mann Schnittverletzungen zugefügt. Es sei ihr aber gelungen den mitgeführten Taschenalarm zu aktivieren und das Alarmgeräusch habe die Angreifer dann vertrieben.Sie sei nach Hause gegangen und habe sich erst gegen Mittag zur Anzeigenerstattung entschlossen, so die Frau.

Zur Klärung dieser vermeintlichen, massiven Straftat zogen die Beamten der Inspektion Waldkraiburg unmittelbar die zuständigen Kollegen der Kripo Traunstein hinzu. In Zusammenarbeit wurden mehrere Spuren verfolgt und intensiv abgeklärt. Nachdem sich zunehmende Zweifel an der Schilderung der Geschädigten ergaben, entschloss sich diese ihre Aussage richtigzustellen.

Tatsächlich hatte sich die aktuell psychisch instabile Frau die Verletzungen mit dem Messer selbst beigebracht. Als Motiv für den erfundenen Überfall gab sie an, dass sie über Internet und Bekannte über Straftaten durch Asylbewerber, wie Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe in Waldkraiburg, unterrichtet worden sei. Dafür wollte sie Rache nehmen und schreckte auch nicht davor zurück, sich selbst zu verletzten.

Der Staatsanwaltschaft Traunstein wird nun ein Verfahren wegen Vortäuschen einer Straftat vorgelegt.

Georg Deibl, Leiter der PI Waldkraiburg: „Die Frau bezog sich unter anderem konkret auf die Vergewaltigung einer 14-jährigen in der Erstaufnahmeeinrichtung, die tatsächlich nicht stattgefunden hat. Nach ihren Angaben habe sie über Internet davon Kenntnis erlangt. An diesem Beispiel ist deutlich zu erkennen, wie gefährlich die Verbreitung von hetzerischen Unwahrheiten im Netz ist.“ 

 

 

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3 Gedanken zu „Frau will sich an Asylbewerbern „rächen“

  1. Da hat die Närrin, aufgehetzt durch von Rechtsradikalen verbreiteten Falschmeldungen, echten Opfern sexueller Gewalt aber einen Bärendienst erwiesen. Da heißt es dann wieder vermehrt, die Frauen wollten doch nur Aufmerksamkeit erregen und ausserdem seien die meisten selbst schuld, wegen falscher Kleidung. Eine Bitte an die Nazis und die „Besorgten Bürger“: Unterlasst die ständigen Falschmeldungen und falschen Anschuldigungen in den social media!

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    1. Stimmt. Eigentlich sind die „Wahrmeldungen“ erschreckend genug.

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  2. Hallo,

    wie wäre es mal mit dem Artikel durchlesen und verstehen?
    Die momentane Zustand der Frau war : “ aktuell psychisch instabile Frau“.
    Finde es nicht schön, eine kranke Person als “ Närrin“ zu bezeichnen.

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