Die Anfänge der Teleskop-Entwicklung in Bayern

Öffentliches Astronomie-Kolloquium der Sternwarte Rosenheim am 15. Januar

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VortragOhne Joseph von Utzschneider hätte die Erfassung von Weltraum-Entfernungen länger auf sich warten lassen. Der Techniker und Unternehmer trieb im 19. Jahrhundert die Wissenschaft in Bayern voran und förderte den jungen Joseph von Fraunhofer, Namensgeber der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft. Die Errungenschaften des optischen Instituts von Utzschneider & Fraunhofer und ihre Auswirkungen sind Thema des öffentlichen astronomischen Kolloquiums der Sternwarte Rosenheim am Donnerstag, 15. Januar 2015, um 19 Uhr. Referent ist Prof. Dr. Dr. h.c. Ivo Schneider vom Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte am Deutschen Museum …

Der Vortrag „Das 1809 gegründete optische Institut von Utzschneider & Fraunhofer – erstes bayerisches Unternehmen von Weltruf“ findet in Hörsaal B 0.23 der Hochschule Rosenheim statt.

Joseph von Utzschneider und Joseph von Fraunhofer begegneten sich erstmals zufällig als Fraunhofer eine Lehre beim Münchner Hofspiegelmacher und Glasschleifer absolvierte. Utzschneider erkannte und förderte das Interesse Fraunhofers an der praktischen und theoretischen Optik. Ab 1814 wurden im optischen Institut von Fraunhofer und Utzschneider die damals größten Refraktoren hergestellt. Diese ermöglichten unter anderem die erste Entfernungsbestimmung eines nahen Fixsterns und die Entdeckung des Planeten Neptun.

Doch nicht nur Fortschritte in der Optik und Sternbeobachtung sind Utzschneider zu verdanken. Die Stadt Rosenheim hätte sich im 19. Jahrhundert ohne ihn nicht zu einem wirtschaftlichen Zentrum entwickelt. Er war es, der in seinem Amt als Salinenadministrator in Berchtesgaden den Bau der Saline in Rosenheim veranlasste. Neben dieser und weiteren Tätigkeiten am bayerischen Hof und als Bürgermeister von München baute Utzschneider eine Vielzahl an Unternehmen auf. Das optische Institut von Utzschneider & Fraunhofer ist bis heute das Bekannteste.

Unser Foto: Die von Joseph Liebherr gefertigte Lithographie des großen Refraktors.

(Foto: Deutsches Museum)

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