„Bahnstreik muss sofort beendet werden“

MdB Daniela Ludwig: Großer Schaden für das Image Deutschlands als Reiseland

image_pdfimage_print

Ludwig danielaAm gestrigen Donnerstag war der erste Tag des viertägigen Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL – wir berichteten). Hierzu erklärt am heutigen Freitagmittag die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig aus dem Landkreis Rosenheim: „Der aktuelle Streik der GDL schadet dem Tourismusstandort Deutschland. In der Hotellerie ist es bereits an den ersten beiden Streiktagen zu Stornierungen in spürbaren Größenordnungen gekommen. Die Züge ausgerechnet am Tag des Mauerfalls still stehen zu lassen zeigt, dass bei der GDL …

… Maß und Mitte verloren gegangen sind. Bei allem Respekt vor dem Streikrecht: Auch eine  Gewerkschaft hat eine wirtschafts- und gesellschaftspolitische Verantwortung, die nicht außer Acht gelassen werden darf. An diesem Wochenende werden in Deutschland und insbesondere in Berlin unzählige Gäste aus dem Ausland erwartet. Bei ihnen hinterlässt der Bahnstreik einen verheerenden Eindruck, der dem Image Deutschlands als Reiseland schadet. Die Tarifparteien sind ist gut beraten, ihren Konflikt schnellstmöglich zu beenden.“

Am vergangenen Dienstag hatte die Lokführergewerkschaft GDL einen viertägigen Streik angekündigt, der nicht nur den Fernverkehr betrifft, sondern auch den öffentlichen Nahverkehr in einigen deutschen Großstädten. In Berlin ist am Wochenende der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die S-Bahn betroffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 Gedanken zu „„Bahnstreik muss sofort beendet werden“

  1. Die populistische Stimmungsmache so mancher Bundestagsabgeordneten muss ebenfalls sofort beendet werden!

    0

    0
    Antworten
  2. Holger Kalvelage

    Ich denke auch, dass der Bahnstreik eine übermäßige Belastung für alle auf die Bahn angewiesenen Kunden und Unternehmen darstellt. Ich suche den Fehler aber nicht populistisch zuerst und einseitig bei den Streikenden (wie es leider viele Radio- und TV Anstalten und Pressemedien tun), sondern bei der wahren Ursache: die Privatisierung der Bahn.

    Dadurch wurde ein verkehrs- und umweltpolitisch wichtiges Verkehrsmittel erst zu dem, was es heute ist – ein rein am Gewinn orientiertes Unternehmen.

    Und das muss sich auch dementsprechend verhalten – um den Investoren zu gefallen. Es wird geschrieben, dass ein Lokführer im Schichtdienst nach 20 Jahren unter 2.000€ verdient – da kann man das Ansinnen der GDL auf Lohnerhöhung schon verstehen.

    Weiterhin haben wir in Deutschland eine Tradition vernünftiger Auseinandersetzungen zwischen den Tarifparteien. Warum wird dann das Ansinnen der GDL, ALLE ihre Mitglieder vertreten zu wollen, nicht einfach akzeptiert? Warum wird am Beispiel Bahn versucht ein Exempel gegen kleine Gewerkschaften zu statuieren? Der Tarifstreik könnte längst beendet sein, wenn die Politiker, statt willfährige Gesetze zu entwickeln, um Spartengewerkschaften zu verhindern, auf den Arbeitgeber Bahn einwirken würden, endlich zu akzeptieren, dass es 2 große Gewerkschaften als Tarifpartner gibt.

    Dem sollte ein Konzern wie die Bahn a) gewachsen sein und b) im Interesse ihrer Kunden, das sie ja immer betont, auch schleunigst offen gegenüber stehen.

    Dann hätte es diesen Streik nicht gegeben. Und die Kosten wären ein Bruchteil der jetzt entstehenden Kosten. Es geht also der Bahn gar nicht um das Geld, sondern um eine tarifpolitische Gesetzesänderung, die wahrscheinlich vom Bundesgerichtshof eh nicht toleriert werden wird. Wer ist also eigentlich für diesen Streik zu kritisieren – die Bahn und die Politik, die jegliche Weitsicht und tarifpolitische Zurückhaltung aufgegeben haben. Der großen Koaition sind scheinbar ihre Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ein wenig zu Kopf gestiegen….

    0

    0
    Antworten
    1. Tarifautonomie, das Maul dürfen se aufreißen, entscheiden dürfen se nichts.

      0

      0
      Antworten