„Soziale Arbeit soll mehr wert sein“

Mitarbeiter der Caritas machen in Steinhöring auf Missstände aufmerksam

image_pdfimage_print

Steinhöring EVS Plakataktion der MitArbeiterVertretung (MAV)-jroIm März wurden für den öffentlichen Dienst die Löhne deutlich erhöht und heben sich seit dem von der Vergütung im Bereich der Caritas ab. Demnach werden also deutschlandweit die 500.000 Mitarbeiter der Caritas seit über 200 Tagen schlechter bezahlt als die Kollegen im Öffentlichen Dienst. Eine Tatsache, die auch die Caritas-Mitarbeiter in Steinhöring so nicht länger hinnehmen wollen. Sie machen jetzt öffentlich auf den Missstand aufmerksam …

„Die Caritas-Mitarbeiter fordern auch auf Regionalebene, dass die Anbindung an den Tarif des Öffentlichen Dienstes bestehen bleibt, die ohnehin schlecht bezahlten unteren Lohngruppen nicht abgesenkt werden, die Tariferhöhung des Öffentlichen Dienstes sofort eins zu ein übernommen wird und wir dadurch endlich auch eine spürbare Wertschätzung in unseren Geldbeuteln erfahren“, so Mario Steffl, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung im Einrichtungsverbund Steinhöring.

Es sei zu befürchten, dass die Caritas immer weniger Fachkräfte aufgrund schlechter Bezahlung und geringer Aufstiegschancen findet, bzw. Fachkräfte zu öffentlichen Einrichtungen abwanderten. „Wir sehen auch, dass durch den Tarifstreit im Bereich der Caritas es zu fehlender Motivation und Anbindung an kirchliche Einrichtungen kommt. Soziale Arbeit im caritativen Dienst soll wieder attraktiver werden, deshalb müssen sich die Dienstgebervertreter der Arbeitsrechtlichen Kommission auch mehr für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen“, so Steffl, der zusammen mit Kollegen in Steinhöring auf die Missstände hinweist (Foto).

Nach langen, ergebnislosen Verhandlungen hat sich die Caritas in ihrer arbeitsrechtlichen Kommission zumindest auf Bundesebene auf folgende Erhöhung geeinigt:

– zum 01. Juli 2014 um 3,0 Prozent und

– zum 01. März 2015 um weitere 2,4 Prozent

– Die Vergütungen der Auszubildenden und Praktikanten werden zum 1.9. um 60 Euro erhöht.

– Der Urlaubsanspruch wird auf 30 Tage pro Jahr (in der 5-Tage-Woche) festgelegt.

– Es wird ein Ausschuss beauftragt, sich mit der Ost-/West-Angleichung zu befassen.

„Nun liegt es an den Regionalebenen, diesen Beschluss bestmöglich, abweichende Beschlüsse sind möglich, zu beschließen. In Bayern wird allerdings erst im November darüber getagt“, sagt Steffl.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.