Landjugend – z’amad stark!

Ziemlich beste Menschen: Theaterstück in Pfaffing zeigt, wie ein Miteinander gelingt

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1 aEin schöner Moment am Ende des Stücks – die Flüchtlinge lachend Hand in Hand mit den deutschen Jugendlichen: Ziemlich beste Menschen – so lautete der Titel eines integrativen Theaterprojekts der Landjugend, das im Pfaffinger Gemeindesaal überraschte und viel Applaus erntete. Als Schauspieler nämlich mit dabei waren geflüchtete Jugendliche, die in München leben. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam Spaß haben und Vorurteile abbauen – deshalb stand und steht man gemeinsam auf der Bühne. Der neue Vorsitzende der Pfaffinger Landjugend, Stefan Rettenbeck, begrüßte das Publikum …

Fotos: Renate Drax

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Die Katholische Landjugendbewegung München und Freising zeigte ein selbst erarbeitetes Theaterstück – auf der Suche nach dem besten Menschen. Brisante Themen wie Diskriminierung und „anders sein“ wurden aufgegriffen.

3Zum Stück: Wir schreiben das Jahr 2937. Auf der Welt herrscht Unfrieden und Krieg; Individualität hat jeglichen Wert verloren. Die Weltregierung strebt an, den besten Menschen zu finden, um diesen als positives Beispiel für die ganze Welt zu präsentieren. Viele beteiligen sich an der Suche, doch ist es wirklich möglich, den besten Menschen zu finden?

Jugendliche mit Fluchterfahrung integrieren, Vorurteile abbauen

Die Idee des Projektes ist es, dass geflüchtete Jugendliche gemeinsam mit jungen Menschen der KLJB etwas unternehmen, das über eine Tages- oder Abendveranstaltung hinaus geht und daher einen engeren Kontakt ermöglicht. Dabei steht das voneinander Lernen im Mittelpunkt. Während die einen die Sprache besser lernen, bekommen die anderen Einblicke in bis dahin fremde Kulturen und Traditionen.

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Auch das Publikum in Pfaffing wurde mit eingebunden – auf der Suche nach dem besten Menschen …

Das Theaterprojekt auf Diözesanebene kann aber auch als Anregung und Beispiel für Ortsgruppen dienen, da in vielen Landjugend-Ortsgruppen das jährliche Theaterstück zum Standardprogramm ihrer Jugendarbeit gehört. „Gemeinsam Spaß haben und Vorurteile abbauen“, seien daher die wichtigsten Ziele des Projektes. „In Zeiten, in denen an vielen Orten mehr oder weniger offen Stimmung gegen Geflüchtete gemacht wird, wollen wir ein Zeichen setzen und zeigen, dass ein gutes Miteinander gelingen kann“, erklären die Verantwortlichen der KLJB.

Bei dem Abend in Pfaffing im Gemeindesaal sorgte die heimische Landjugend für die Verpflegung der Besucher.

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Über die KLJB

Die KLJB (Katholische Landjugendbewegung) ist ein Jugendverband mit bundesweit rund 70.000 Mitgliedern. In der Diözese München und Freising sind es rund 4.800 Jugendliche, die sich engagieren. Die KLJB vertritt die Interessen Jugendlicher in ländlichen Räumen und engagiert sich für eine aktive und lebendige Kirche.

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